Die Rückkehr des Grand Prix von Bahrain sorgt weiter für Ungereimtheiten

Formel 1 2012

— 24.01.2012

Bahrain: Arbeitsministerium verteidigt BIC-Mitarbeiter

Die entlassenen Strecken-Mitarbeiter in Bahrain hätten unter fragwürdigen Bedingungen wieder eingestellt werden sollen, doch jetzt schaltet sich das Arbeitsministerium ein

Wie schon im Vorjahr gibt es auch 2012 widersprüchliche Berichte zur politischen Situation in Bahrain. Manche sind der Meinung, dass sich die Lage gebessert habe und einem Formel-1-Rennen dieses Jahr nichts im Wege steht, dennoch entsteht der Eindruck, dass man in Bahrain bemüht ist, nur wenige Informationen nach außen dringen zu lassen.

Im Frühjahr 2011 waren einige Mitarbeiter des Bahrain International Circuit (BIC) während der Proteste wegen angeblicher Vertragsbrüchigkeit entlassen worden - vor rund zwei Wochen ordnete König Hamad bin Essa Al Chalifa an, diese wieder einzustellen.

Fragwürdige Wiedereinstellung der BIC-Mitarbeiter

Man sprach bereits von einem wichtigen Schritt zu einer "Schlichtung und Einigung im Königreich". "Ich heiße unsere Kollegen herzlich willkommen zurück in der BIC-Familie. Jetzt blicken wir in die Zukunft und auf die wichtigen Aufgaben, die uns bevorstehen", wurde Geschäftsführer Scheich Salman bin Essa Al Chalifa von 'Reuters' zitiert.

Doch interessant ist, dass laut der Zeitung 'Times' nur drei der 27 Mitarbeiter das Angebot tatsächlich angenommen haben. 19 sagten ab, fünf wurden angeblich gar nicht eingeladen. Das dürfte an den Vertragsmodalitäten liegen: Darin wurde von den Mitarbeitern eingefordert, von ihren Ansprüchen nach den nicht gerechtfertigten Rauswürfen abzusehen sowie eine dreimonatige Probezeit zu akzeptieren. Findet der Grand Prix also statt, bleiben die Mitarbeiter im Amt, sonst können sie ohne Angabe von Gründen erneut entlassen werden.

Arbeitsministerium schaltet sich ein

Doch nun schaltet sich laut einem Bericht der 'BBC' das Arbeitsministerium von Bahrain ein. Mohammed Ali al-Ansari, ein Sprecher des Ministerium, behauptet darin, dass man den Streckenbetreibern mitteilte, "dass es keine Notwendigkeit für neue Verträge gibt. Die alten Verträge sind nach wie vor gültig."

Er stellt sich hinter die ehemaligen Mitarbeiter, die die unfairen Bedingungen nicht akzeptieren wollen: "Das Arbeitsministerium wird sehr hart arbeiten, um dafür zu sorgen, dass die Angestellten nichts verlieren." Dies beinhalte aber nicht die Aufklärung der Vorwürfe, wonach die Mitarbeiter im Dienst verhaftet und auf einer Polizeistation gefoltert wurden, denn das sei der Verantwortungsbereich des Innenministeriums.

Fotoquelle: xpb.cc

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