Petrow hat Pirelli als Sicherheitsnetz und hofft weiterhin auf Caterham

Formel 1 2012

— 25.01.2012

Dank Pirelli: Petrow sicher in der Formel 1

Witali Petrow hat Pirelli als Sicherheitsnetz und Caterham als letzte Hoffnung - Pirelli nach wie vor auf der Suche nach einem neuen Testauto

"Ich will in der Formel 1 bleiben, denn wenn du ein Jahr lang weg bist, wird es sehr schwierig, noch einmal zurückzukehren und 2013 wieder ein Cockpit zu ergattern", erklärte Witali Petrow heute am Rande eines Pirelli-Medienevents in Abu Dhabi. Gut eine Stunde später stand dann auch schon fest: Der Russe hat für 2012 eine Vereinbarung mit Pirelli getroffen.

Eigentlich war für diese Rolle Timo Glocks ehemaliger Teamkollege Lucas di Grassi vorgesehen, der verzettelte sich jedoch mit seiner Hoffnung auf einen Peugeot-Werksvertrag in der Sportwagen-WM (Peugeot hat am 18. Januar das Ende des LMP1-Programms bekannt gegeben). Doch für Petrow scheint Pirelli nur ein Plan B zu sein - sollte er doch noch anstelle von Jarno Trulli bei Caterham unterkommen, wäre die Vereinbarung hinfällig.

Kossatschenko verhandelt mit Caterham

Kurz vor der Bekanntgabe durch seine Managerin Oksana Kossatschenko, die "wegen Vertragsverhandlungen" (Petrow) zu Hause geblieben ist (und sich kürzlich bei einem Sturz verletzt hat), wollte der Ex-Renault-Pilot seinen Besuch in Abu Dhabi nicht überbewertet wissen: "Sie haben mich gebeten, zu diesem Event zu kommen, die Autos zu fahren und mit einigen Leuten zu sprechen. Vielleicht können wir in Zukunft gut zusammenarbeiten, auch wenn ich nicht fester Pirelli-Testfahrer werde."

"Das neue Jahr hat gut begonnen. Für mich beginnt ein neues Leben", fuhr der 27-Jährige fort. "Ich habe trainiert und mich gut vorbereitet. Jetzt drücke ich die Daumen und hoffe, dass ich Formel-1-Fahrer sein werde." Zur Variante Caterham "kann ich im Moment nichts sagen", winkte Petrow ab und ergänzte etwas später: "Wir warten auf die Antwort eines Teams." Zudem hoffe er, beim ersten offiziellen Wintertest in Jerez de la Frontera dabei zu sein.

Was seine Vereinbarung mit Pirelli angeht, so ist derzeit - nach Abu Dhabi - nur ein weiterer Event fest eingeplant: "Die Kooperation zwischen Witali und Pirelli wird im März weitergehen. Dann nimmt Witali an einem großen Pirelli-Event in Sankt Petersburg teil", wird Kossatschenko von der Nachrichtenagentur 'RIA Nowosti' zitiert. Konkrete Testeinsätze auf der Rennstrecke sind derzeit nicht vorgesehen.

Sollte es mit Caterham nicht klappen und er tatsächlich Pirelli-Testfahrer werden, dann müsste der Reifenhersteller für den Russen erst einmal ein neues Auto finden, denn der bisher verwendete Toyota TF110 wurde kürzlich ins Museum geschoben. Einen neuen Testträger zu finden, könnte sich schwierig gestalten, denn wenn ein Formel-1-Auto eines aktuellen Teams verwendet wird, würden sich die anderen Rennställe möglicherweise benachteiligt fühlen.

Pirelli sucht nach einem neuen Auto

Daher gebe es in diesem Punkt "noch keine Vereinbarung", gesteht Pirelli-Sportchef Paul Hembery: "Wir versuchen gerade, ein repräsentatives Auto zu bekommen. Solange konzentrieren wir uns auf den Simulationsbereich." Interessante Randnotiz: Einige Teams sind davon überzeugt, dass ihre virtuellen Simulator-Reifenmodelle besser sind als jene von Pirelli. Aber: "Wenn wir eine Geschäftsbeziehung mit so einem Team eingehen, wäre das eine sehr heikle Situation", räumt Hembery ein.

"Ende Februar gibt es eine Sitzung der Formel-1-Kommission, bei der wir hoffentlich Lösungen finden, dass wir so testen können, wie wir uns das vorstellen", fährt er fort. "Niemand wird uns dafür dankbar sein, wenn wir nicht testen, weil wir kein Testauto haben, aber wir müssen eine Lösung finden, die für Pirelli und für den Sport gut ist. Das ist komplex, aber unterm Strich müssen wir unsere Arbeit machen."

Die Befürchtung der Teams, ein nicht neutraler Testträger könnte jemandem einen Vorteil verschaffen, teilt Hembery nur bedingt: "Die Leute machen sich immer sorgen, dass ein Team besser dran sein könnte als ein anderes, aber alle verwenden ja die gleiche Elektronik von McLaren, also könnten auch alle Zugriff auf dieselben Daten haben, die wir mit nur einem Auto sammeln", argumentiert der Brite.

Fotoquelle: xpb.cc

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