Der Caterham-Renault CT01 sieht aggressiver aus als die Vorgängermodelle

Formel 1 2012

— 26.01.2012

Krumme Nase: Caterham gibt den Trend vor

Die Nase des Caterham-Renault CT01, die von den meisten Beobachtern als hässlich empfunden wird, könnte 2012 den Trend für die meisten Teams vorgeben

Heute fand die offizielle Präsentation des neuen Caterham-Renault CT01 statt - und zwar nicht etwa in einer der Fabriken des Teams in Leafield oder Hingham und auch nicht virtuell im Internet, sondern in der Fachzeitschrift 'F1 Racing'. Weil diese schon gestern an viele Abonnenten ausgeliefert wurde, kursieren eingescannte Fotos des Boliden schon seit 24 Stunden in verschiedenen sozialen Netzwerken.

Jetzt ist der erste Formel-1-Launch aber quasi auch offiziell (übrigens via Facebook) vollzogen - und die Befürchtung einiger Experten, dass die Generation 2012 eine besonders hässliche werden könnte, scheint sich zu bestätigen. Denn auffällig ist am CT01 vor allem die Nase, die auf Höhe der Vorderradaufhängung zwei ungewöhnliche Höcker aufweist. Diese ziehen sich noch dazu horizontal bis zum Cockpit und ergeben von vorne betrachtet eine Art V-Form.

Anderson glaubt an neuen Nasentrend

"Die Nase des Caterham sieht ziemlich dumm aus", analysiert der ehemalige Formel-1-Designer Gary Anderson für die 'BBC', "aber es werden wohl alle in diese Richtung gehen. Als ich vor ein paar Monaten zum ersten Mal ein 2012er-Chassis gesehen habe, dachte ich: 'Um Gottes willen, hoffentlich sehen die nicht alle so aus!' Aber es scheint so." Auch Ferrari hat bekanntlich bereits angedeutet, dass die Nase des neuen Autos ungewöhnlich aussehen wird.

Hintergrund solcher Designs ist das neue Reglement im Bereich der Frontpartie, das die maximale Höhe um 7,5 auf 55 Zentimeter reduziert. Der Bereich zwischen Radaufhängung und Cockpit darf aber weiterhin 62,5 Zentimeter hoch sein. "Sie hätten beide Bereiche in den Regeln gleich hoch festschreiben können", wundert sich Anderson, weiß aber: "Einige Teams haben sich dagegen ausgesprochen."

Ziel der Designer ist es nun, die Unterseite der Frontpartie so hoch wie möglich zu ziehen, damit der Luftstrom vom Frontflügel den Unterboden mit so hoher Geschwindigkeit wie möglich erreicht. Das generiert aerodynamischen Anpressdruck. 2012 ist diese Anströmung des Unterbodens besonders wichtig geworden, weil die Auspuffgase nicht mehr genutzt werden dürfen, um den Diffusor anzuströmen.

Neue Flügel werden noch geheim gehalten

Was Front- und Heckflügel angeht, zeigen die Fotos in 'F1 Racing' noch nicht die finale Version, mit der der CT01 beim Saisonauftakt am 18. März in Australien ausgestattet sein wird. Auffällig sind aber auch die schmalen Seitenkästen, die anscheinend zusätzliche Lufteinlässe im Bereich des Cockpits erfordern, um ausreichende Kühlung gewährleisten zu können, und das "Loch" im Heck, das Adrian Newey bei Red Bull salonfähig gemacht hat.

Apropos Red Bull: Das Weltmeister-Team liefert 2012 Getriebe und Hydraulik an Caterham, während Motor und erstmals auch KERS von Renault bezogen werden. Entwickelt wurde der CT01 unter der Regie von Cheftechniker Mike Gascoyne und Mark Smith - noch in Hingham, denn der Umzug in die ehemalige Arrows- und Super-Aguri-Fabrik nach Leafield wurde erst Ende 2011 unter Dach und Fach gebracht.

Fotoquelle: Caterham

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