Die Verantwortlichen in Barcelona planen auch künftig fest mit der Formel 1

Formel 1 2012

— 26.01.2012

Barcelona denkt über Vertragsverlängerung nach

Salvador Servia, der Streckenchef des Circuit de Catalunya, will von einer fraglichen Zukunft des Barcelona-Rennens nichts wissen, im Gegenteil

Während der vergangenen Tage und Wochen machten wiederholt Gerüchte die Runde, wonach die Zukunft des Grand Prix von Spanien auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona ernsthaft in Gefahr wäre. Von einer vorzeitigen Auflösung des gegenwärtig bis zum Jahr 2016 gültigen Vertrags mit der Formel-1-Betreibergesellschaft FOM war ebenso die Rede wie von einer Möglichkeit, welche die Königsklasse künftig nur noch alle zwei Jahre in Barcelona fahren sehen würde.

Bei letzterer Variante würden sich Barcelona und Valencia (wo seit 2008 der Grand Prix von Europa ausgetragen wird) abwechseln, um der schwierigen wirtschaftlichen Lage auf der Iberischen Halbinsel Tribut zu zollen und so wenigstens ein Rennen mit adäquat besetzten Tribünen vorweisen zu können.

Von diesen Gerüchten will Salvador Servia, seines Zeichens Streckenchef am Circuit de Catalunya allerdings nichts wissen. "Nur ein Desaster wie etwa ein Erdbeben würde uns vor ein Problem stellen", verweist der ehemalige Rallye-Pilot gegenüber dem spanischen Radiosender 'Vuelta Rapida' jegliche Zukunftssorgen aufgrund von finanziellen Problemen ins Reich der Fabeln.

Mehr noch: Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone hatte wiederholt deutlich gemacht, dass er sich angesichts möglicher neuer Austragungsorte in Südafrika, Mexiko und Argentinien künftig nur noch fünf Rennen in Europa vorstellen könne. "Wenn es irgendwann wirklich nur noch fünf Rennen geben sollte, wollen wir eines davon veranstalten. Dafür kämpfen wir", stellt Servia klar.

Anders als die Verantwortlichen in Valencia, mit denen sich Ecclestone in diesen Tagen zu Gesprächen traf, habe es zwischen dem FOM-Chef und den Verantwortlichen in Barcelona noch keinerlei Berührungspunkte zu diesem Thema gegeben, wie Servia offenbart: "Es gab seitens Herrn Ecclestone oder seiner Firma keinerlei Kommunikation im Hinblick auf die Gerüchte und die Schlagzeilen - weder mündlich noch schriftlich."

In Barcelona denkt man laut Servia sogar darüber nach, den gegenwärtigen Kontrakt zu verlängern: "Wir sind bestrebt, unseren Vertrag bis einschließlich des Jahres 2016 zu erfüllen und denken zudem bereits über 2020 nach."

Fotoquelle: xpb.cc

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