Lewis Hamilton sitzt bei McLaren weiter fest im Sattel

Formel 1 2012

— 28.01.2012

Whitmarsh: "McLaren steht zu 100 Prozent hinter Lewis"

Martin Whitmarsh steht auch nach der schwierigen Saison 2011 weiter voll hinter Lewis Hamilton - Mario Andretti ortet beim McLaren-Piloten einen Schneeball-Effekt

In seinen fnf Jahren fr McLaren kmpfte Lewis Hamilton dreimal beim Saisonfinale noch um den WM-Titel. Im Jahr 2008 holte sich der Brite im dramatischen Finale in Interlagos die Krone tatschlich ab. Die vergangene Saison 2011 hingegen sah neben dreier Saisonsiege auch einen zuweilen von der Rolle wirkenden Lewis Hamilton.

Im McLaren-internen Duell musste sich der Brite vom Vorjahr erstmals einem Teamkollegen geschlagen geben. Jenson Button lief Hamilton im Verlauf der Saison mehr und mehr den Rang ab und untermauerte seine neue Stellung im Team mit dem Vize-Titel, whrend fr Hamilton nur Platz fnf in der Endabrechnung der Weltmeisterschaft blieb.

Teamchef Martin Whitmarsh steht trotz der schwierigen Saison weiterhin voll hinter dem langjhrigen McLaren-Schtzling Hamilton. "Es gibt nicht viele Fahrer, denen es gelingt, drei Rennen in einer Saison zu gewinnen", sagt Whitmarsh gegenber 'Formula1.com' und fgt hinzu, dass "einige der wirklich berwltigenden Szenen des Jahres Lewis' Verdienst waren".

Volle Rckendeckung durch das Team

Speziell in Schanghai, auf dem Nrburgring und in Abu Dhabi beeindruckte Hamilton mit seinem schieren fahrerischen Talent, wie der McLaren-Teamchef festhlt. Genau aus diesen drei Rennen ging der McLaren-Pilot als Sieger hervor. Dennoch ist auch Whitmarsh nicht verborgen geblieben, dass der Weltmeister des Jahres 2008 im Vorjahr nicht immer auf der Hhe seiner persnlichen Leistungsfhigkeit operierte.

"Wenn die Dinge nicht gut fr ihn laufen, lsst er das zuweilen zu sehr an sich heran. Er ist selbst sein grter Kritiker", urteilt Whitmarsh ber Hamilton und versichert, dass es genau jene Eigenschaft ist, die das Team an ihm so schtzt: "Das ist ein Teil seines Konkurrenzdenkens. Wir knnen uns nichts anderes wnschen, als dass er so bleibt, wie er ist."

"Er ist ein wirklich brillanter Rennfahrer - einer der schnellsten, die wir je gesehen haben", lobt Whitmarsh und verweist darauf, dass der Brite fr den Groteil seines Lebens "ein elementarer Bestandteil der McLaren-Geschichte und der McLaren-Familie war". "Wir stehen zu 100 Prozent hinter ihm", versichert der Teamchef.

Andretti ortet Schneeball-Effekt

Die schwierige Saison Hamiltons ging auch an Ex-Formel-1-Weltmeister Mario Andretti nicht spurlos vorbei. "In einem solch anspruchsvollen Job berkommen dich hin und wieder die Emotionen", wei der mit der Erfahrung aus ber vier Jahrzehnten Profi-Rennsport gesegnete US-Amerikaner

"Beziehungen knnen manchmal verheerend sein und wirken sich dann zwangslufig auf deine Leistungen auf der Strecke aus", so Andretti gegenber 'GPUpdate.net' mit Blick auf die private Situation Hamiltons. Der McLaren-Pilot wirkte im Vorjahr nicht zuletzt aufgrund der Trennung von Lebensgefhrtin Nicole Scherzinger von der Rolle.

"Wenn du dich aufgrund solcher Umstnde nur zu 85 oder 90 Prozent auf den Job konzentrieren kannst, fehlt dir natrlich etwas", unterstreicht Andretti. Die US-Rennlegende ortet bei Hamilton einen Schneeball-Effekt: "Wenn die Ergebnisse nicht stimmen, setzt Frustration ein. Die Folge daraus sind zwangslufig Fehler, die passieren, weil Dinge erzwungen werden wollen."

Fotoquelle: McLaren

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