Der McLaren MP4-27 bei der Vorstellung: Plastikauspuff und kein echter Diffusor

Formel 1 2012

— 06.02.2012

Auspuff: Wann endet das Versteckspiel?

McLaren und Ferrari haben ihre 2012er-Autos bereits vorgestellt, aber dabei kaum etwas gezeigt: Wer trickst beim Auspuff am besten?

Am morgigen Dienstag fällt der große Vorhang zur Formel-1-Jahr 2012. Bei den Testfahrten in Jerez werden die meisten Teams bereits mit ihren neuen Autos ausrücken. Viele Fachleute und Fans werden ganz genau hinschauen, denn die interessanten Details blieben bisher verborgen. Vor allem McLaren und Ferrari haben bei der Vorstellung ihrer neuen Boliden längst nicht alles gezeigt. Bei den Briten installierte man sogar einen Auspuff aus Plastik.

"Sie werden diese Komponenten in dieser Form nicht wieder sehen", verspricht McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh gegenüber 'auto motor und sport'. Die Briten zünden ihre 2012er-Rakete in drei Stufen: eine Art Showcar bei der Präsentation, eine Entwicklungsversion bei den Testfahrten, den endgültigen Boliden am ersten Rennwochenende in Melbourne. Hintergrund sind wieder einmal die interessanten Lösungen beim Abgassystem.

Zwar hat die FIA die Nutzung der Abgase zur Generierung von Abtrieb weitestgehend eingeschränkt, aber dennoch werden die Teams den Luftzug aus dem Auspuff weiterhin nutzen. "Die Auspuffgase sind nun mal da, also werden sie auch genutzt", sagt McLaren-Technikchef Paddy Lowe. In welcher Form man dies umsetzt, hält man möglichst lange geheim. McLaren rückte bei einem Aerotest im spanischen Idiada erstmals mit den entsprechenden Bauteilen aus. In Jerez werden einige Details sichtbar sein.

"Die Auspuffrohre müssen gemäß den Regeln in beträchtlicher Höhe liegen und nach oben zielen. Trotzdem kann man den aerodynamischen Effekt des Auspuffs nicht verbieten", so Whitmarsh, der angibt, dass man 2011 allein durch den angeblasenen Diffusor auf manchen Strecken drei Sekunden zulegen konnte. Rund 80 Prozent dieses Effekts sind durch die neuen Regeln nun verloren gegangen. Man sucht nach anderen Bereichen, um mehr Abtrieb zu erzielen.

"Es ist jetzt die Frage, wie man aus weniger das Maximum herausholt. Man wird die Auspuffgase auf aerodynamische Flächen blasen lassen, ob das nun der untere Heckflügel oder irgendwelche Zwischenflügel sind, werden wir schon bald sehen", sagt der McLaren-Teamchef. Wie 'auto motor und sport' berichtet, zeigt man sich im Lager von McLaren zuversichtlich, tatsächlich den kompletten Abtriebsverlust, der durch neue Regeln entstanden ist, wieder aufgeholt zu haben.

Fotoquelle: xpb.cc

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