So sieht Sebastian Vettels neuer Red Bull für die Saison 2012 aus

Formel 1 2012

— 06.02.2012

Vettels Neue: Angriff auf Titel Nummer drei

Sebastian Vettels neuer Red Bull hat noch keinen Namen, doch das Team will trotz hässlicher Höcker-Nase an die Erfolge der vergangenen Saison anknüpfen

Mit Julie, Kate und Kate's Dirty Sister gewann Sebastian Vettel 2008 und 2009 Rennen, Luscious Liz, Randy Mandy (2010) und Kinky Kylie (2011) machten ihn sogar zum zweifachen Weltmeister. Heute hat Red Bull virtuell über Internet Vettels Neue präsentiert, mit der in der Formel-1-Saison 2012 Titel Nummer drei folgen soll.

Das Team hat das neue Chassis RB8 getauft, Vettel muss seinem Wagen aber erst noch einen Namen geben. "Einen Namen haben wir noch nicht gefunden, wir sind aber auf der Suche", lächelt der 24-Jährige. "Jegliche Bewerbungen sind willkommen, sagen wir es mal so. Letztes Jahr war das sehr knapp - wir haben erst am Mittwoch vor dem ersten Rennen den Namen festgelegt. Ich glaube, dieses Jahr sollten wir etwas früher sein. Es gibt einige Kandidaten, aber lassen wir uns mal überraschen."

Erste Ausfahrt am Donnerstag

Erstmals Bekanntschaft mit seinem neuen Arbeitsgerät machen wird er am Donnerstag und Freitag bei den Testfahrten in Jerez de la Frontera. Die Jungfernfahrt darf morgen Mark Webber absolvieren, der hofft, nach der durchwachsenen Saison 2011 wieder Anschluss an Vettel zu finden. Die Startnummer 1 hat aber traditionsgemäß der Weltmeister aus Heppenheim auf der Nase.

Die übrigens auch beim Red Bull krumm ist, wenn auch nicht ganz so extrem wie bei den Modellen von Ferrari oder auch Sauber. "Unser Auto ist nicht so hässlich wie der Ferrari", findet Motorsport-Konsulent Helmut Marko. "Wir haben eine technische Lösung, die schaut um vieles besser aus." Ganz auf die vom Reglement aufgedrängten Höcker verzichtet hat aber auch Stardesigner Adrian Newey nicht, der in Milton Keynes weiterhin die technische Gesamtverantwortung trägt. Newey hat frontseitig sogar Lufteinlässe in die Höcker geschnitzt.

Ob die Red-Bull-Variante wirklich schöner ist als die von Ferrari, darüber lässt sich streiten. "Wir haben mehr oder weniger die gleiche Chassisform beibehalten", sagt er, "aber man musste die Nase tiefer legen, sodass wir - ganz ähnlich wie die meisten anderen Teams - eine etwas hässlich aussehende Nase haben. Wir haben versucht, das Aussehen so gut wie möglich zu stylen, aber man würde so ein Feature bei anderen Regeln natürlich nicht designen."

Vorteil durch Diffusor fällt weg

"Einige Dinge vom Reglement haben sich geändert", stellt auch Vettel fest. "Die ganze Diskussion um den Auspuff fällt für alle weg. Das macht es natürlich gerade für die ein bisschen einfacher, die vielleicht damit ein bisschen Schwierigkeiten hatten. Also ich glaube, das ganze Feld rückt ein bisschen näher zusammen und wir haben natürlich versucht, wenn es die eine oder andere Lücke noch gibt, die dann zu nutzen und noch mehr auf die Details zu schauen, um so vielleicht den kleinen aber feinen Unterschied zu machen."

Ein Selbstläufer sei das aber nicht, denn: "Ob das dann so sein wird, wird sich zeigen", meint Vettel. "Das letzte Jahr war etwas ganz Besonderes, und über den Winter hatte man auch Zeit zu verstehen, dass so etwas nicht alle Jahre passiert. Natürlich ist das unser Ziel, denn es wäre nicht natürlich, zu sagen, man möchte im nächsten Jahr schlechter werden. Im Gegenteil, man möchte sich natürlich verbessern."

Teamchef Christian Horner sieht das genauso: "Unsere Ziele sind ganz einfach", unterstreicht er. "Wir wollen beide Titel in der gleichen Art und Weise verteidigen, wie wir sie 2011 gewonnen haben. Wenn man das erreicht hat, was wir 2011 erreicht haben, liegt die Messlatte sehr hoch, aber wir wollen uns immer verbessern, in allen Bereichen. Wir treten gegen starke Gegner an, aber wir können uns bis Melbourne ohnehin nur auf uns selbst konzentrieren."

Personelle Besetzung bleibt stabil

Personell hat sich bei Red Bull praktisch nichts verändert, denn als Vettels Vertrag bis Ende 2014 verlängert wurde, handelte die Teamführung auch mit den 50 wichtigsten Mitarbeitern neue Vereinbarungen für den gleichen Zeitraum aus. Neu ist lediglich Testfahrer Sebastien Buemi, der beim B-Team Toro Rosso durch den Rost gefallen ist. Freitagseinsätze sind aber nicht geplant, weil Vettel und Webber dann wertvolle Trainingszeit verlieren würden.

Während Vettels Standing im Team nach zwei WM-Titeln hintereinander gar nicht besser sein könnte, steht der australische Routinier Webber (35) vor einer entscheidenden Saison, zumal sein Vertrag Ende 2012 ausläuft. Der Australier benötigt gute Ergebnisse, ansonsten könnte ihm für 2013 einer der neuen Toro-Rosso-Junioren, also Landsmann Daniel Ricciardo (22) oder der Franzose Jean-Eric Vergne (21), vorgezogen werden.

Das ist Webber durchaus bewusst: "Wenn du als Sportler nicht das Beste rausholst, willst du immer zurückschlagen und es besser machen", erklärt er. "Der Maßstab wurde in den vergangenen Jahren sehr, sehr hoch angesetzt, aber das ist eine Herausforderung, auf die ich mich freue. Ich hatte einen sehr guten Winter und bin hervorragend vorbereitet. Ich kann es gar nicht erwarten, endlich wieder Rennen zu fahren!"

Fotoquelle: Red Bull

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