Kobayashi wurde am Freitagnachmittag von der Hydraulik des Sauber C31 genarrt

Formel 1 2012

— 02.03.2012

Sauber von Hydraulikdefekt gebremst

Kamui Kobayashi fand am Freitag in Barcelona keinen Rhythmus: Zahlreiche Rote Flaggen und eine streikende Hydraulik machten Sauber zu schaffen

Sauber-Pilot Kamui Kobayashi setzte am Freitag das von Teamkollege Sergio Perez am Donnerstag begonnene Testprogramm fort. Der Japaner spulte am Steuer des neuen C31 aus Hinwil insgesamt 77 Runden ab und schloss den zweiten Tag der letzten Testwoche mit 1,2 Sekunden Rückstand auf Lotus-Pilot Romain Grosjean als Sechstschnellster ab. Seine persönliche Bestzeit erzielte Kobayashi genau wie Grosjean am Nachmittag auf den Soft-Reifen von Pirelli.

Unterbrochen wurde der Vorwärtsdrang bei Sauber am Freitagvormittag von nicht weniger als sieben Roten Flaggen. Am Nachmittag setzte ein Hydraulikdefekt den C31 vorübergehend schachmatt. Kobayashi konnte somit erst 20 Minuten vor Ablauf der Zeit wieder ins Testgeschehen eingreifen, zeigte dann aber mit konstanten Rundenzeiten das Potenzial des Wagens auf.

"Ich bin mit dem Handling des Autos unter Rennbedingungen recht zufrieden", gibt Kobayashi nach 358 Testkilometern am Freitag zu Protokoll. "Unser Ziel war es, uns im Vergleich zum vorangegangenen Test zu steigern. Das haben wir geschafft", so der Japaner, der es angesichts des Hydraulikdefekts am Nachmittag allerdings bedauert, nicht das komplette Programm abspulen zu können.

"Was unsere Rundenzeiten betrifft, sind wir mit dem heutigen Tag zufrieden", sagt Giampaolo Dall'Ara, bei Sauber leitender Ingenieur an der Strecke. "In Bezug auf die Laufleistung hatten wir etwas Pech. Die Roten Flaggen kamen für uns immer zum falschen Zeitpunkt heraus. So ist es nun einmal. Wir hatten auch schon Tage, da machten uns die Unterbrechungen nichts aus."

Angesichts der Vielzahl an Unterbrechungen fiel es dem Sauber-Team laut Dall'Ara schwer, einen guten Rhythmus zu finden. Der Hydraulikdefekt am Nachmittag half in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht. "Die Tatsache, dass wir das Getriebe wechseln mussten, hat uns viel Zeit gekostet", bedauert der Ingenieur.

Kobayashi mit gutem Gefühl für Melbourne

"Jetzt haben wir noch zwei Tage vor uns. Ich freue mich schon darauf, am Sonntag wieder im Auto zu sitzen", versichert Kobayashi. Am Samstag absolviert Teamkollege Perez seinen letzten Testtag im Vorfeld des Saisonauftakts in gut zwei Wochen in Melbourne. "Für eine Einschätzung im Vergleich zur Konkurrenz ist es noch zu früh", glaubt Kobayashi, "aber ich habe ein gutes Gefühl".

Die Gegner haben den C31 ebenfalls auf der Rechnung. Nach Aussage von Red-Bull-Pilot Mark Webber sei Design-Genie Adrian Newey vom Sauber ebenso beeindruckt wie vom Lotus. "Wenn Adrian ein Auto gefällt, heißt das etwas. Er hat einen Blick dafür", wird Webber von 'auto motor und sport' zitiert. Force-India-Pilot Nico Hülkenberg schätzt die Eidgenossen ebenfalls stark ein: "Nach allem, was wir wissen, fahren die auf unserem Niveau."

Fotoquelle: xpb.cc

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