Sergio Perez lag am Mittag in Barcelona vorne

Formel 1 2012

— 03.03.2012

Perez sprintet zur Mittagsbestzeit in Barcelona

Sergio Perez fährt bei einer Qualifikations-Simulation die beste Zeit des Jahres 2012 - Red Bull mit großem Update, Räikkönen mit Problemen an der Lenkung

Im Gegensatz zum Freitag erlebten die Formel-1-Teams heute einen problemlosen Vormittag bei den Tests in Barcelona. Um 9:00 Uhr schien bei 15 Grad die Sonne über dem Circuit de Catalunya, sodass der Testbetrieb pünktlich starten konnte. Nachdem am Vortag zahlreiche rote Flaggen immer wieder für eine Unterbrechung sorgten, verlief der heutige Vormittag ohne Zwischenfälle auf der Strecke. Zur Mittagspause führt Sergio Perez die Zeitenliste an.

Im Rahmen einer Qualifikations-Simulation fuhr der Sauber-Fahrer gegen 12:20 Uhr eine Rundenzeit von 1:22.094 Minuten. Diese Zeit, die der Mexikaner auf der weichen (nicht wie ursprünglich gemeldet auf superweich, Anm. d. Red.) Reifenmischung fuhr, markiert gleichzeitig den Bestwert des Jahres 2012 auf der Strecke von Barcelona. Perez, der am Vormittag insgesamt 49 Runden fuhr, war damit 61 Tausendstel-Sekunden schneller als Daniel Ricciardo im Toro Rosso. Auch der Australier trainierte für die Qualifikation und fuhr seine Zeit auf superweichen Reifen.

Gespannt richteten sich heute Morgen alle Augen auf die Red-Bull-Box. Das Team hatte angekündigt, den RB8 heute mit einigen neuen Teilen auszustatten. Und in der Tat unterschied sich das Fahrzeug, mit dem Mark Webber heute auf die Strecke ging, wesentlich von dem, welches Sebastian Vettel am Freitag bewegt hatte. So rückte der Australier unter anderem mit einem neuen Front- und Heckflügel aus.

Red Bull mit neuem Auspuff

Die entscheidendste Änderung zeigt sich jedoch im Bereich des Auspuffs. Die Endrohre wurden im Seitenkasten weiter nach vorne und nach außen verlagert. Die Abgase strömen nun direkt oberhalb des Unterbodens in Richtung Bremsbelüftung und von dort aus weiter zum Diffusor. Oberhalb der Bremsbelüftungen sind flügelartige Elemente angebracht, die offenbar zusätzlichen Abtrieb erzeugen sollen. Ein genauerer Blick auf das Heck des Red Bull war kaum möglich. Sobald das Auto in die Box kam, wurde die Heckpartie von den Mechanikern abgedeckt.

Beim Blick auf die Zeitmessung machte sich das Update des RB8 auf den ersten Blick nicht bemerkbar. Webber belegt am Mittag mit einer Zeit von 1:22,662 Minuten den siebten Platz. Auf welcher Reifenmischung der Australier diese Zeit fuhr, ist nicht bekannt, da Pirelli heute mehreren Teams Reifen ohne farbige Markierung geliefert hat. Webber fuhr bei diesem Stint jedoch nur eine fliegende Runde.

Hinter Perez und Ricciardo fuhr Felipe Massa die drittschnellste Zeit des Vormittags. Der Brasilianer fuhr um Punkt 11:00 Uhr eine Zeit von 1:22.413 Minuten. Der Rückstand von über drei Zehntelsekunden auf Perez dürfte dabei für Ferrari alles andere als ermutigend sein. Denn Massa erreichte die Zeit auch im Rahmen einer Qualifikations-Simulation mit der superweichen Mischung. Fans der Scuderia können also nur hoffen, dass der 30-Jährige noch einige Liter Benzin an Bord hatte.

Boxenstopp-Training bei Force India

Auf dem vierten Rang reihte sich Paul di Resta ein, der damit erneut die gute Form der Force India demonstrierte. Ebenfalls auf der superweichen Reifenmischung fuhr der Schotte eine Zeit von 1:22.446 und lag damit nur knapp hinter Massa. Am Morgen hatte Force India zunächst eine Reihe von Boxenstopps geübt, für den Nachmittag plant das britisch-indische Team eine Rennsimulation.

Fünfter war Bruno Senna mit einer Zeit von 1:22.480 Minuten. Der Williams-Pilot trainierte ebenfalls für die Qualifikation und fuhr die Zeit auf superweichen Reifen. Nach 36 Runden beendete der Brasilianer den Vormittag schon um 12 Uhr, über technische Probleme wurde jedoch nichts bekannt. Hinter Senna wurde Heikki Kovalainen in 1:22.630 Minuten sechstschnellster Fahrer des Vormittags. Der Caterham-Pilot verfolgte ein ähnliches Programm wie di Resta. Zunächst Boxenstopp-Training, anschließend Qualifying-Runs.

Hinter dem siebtplatzierten Webber tauchten am Ende der Zeitentabelle weitere prominente Namen auf. Nico Rosbergs Zeit von 1:22.932 Minuten reichte für Rang acht. Diese Zeit fuhr Rosberg jedoch auf der weichen Reifenmischung. Der Deutsche fuhr mehrere Stints von etwa zehn Runden, wobei die Zeiten von Runde zu Runde langsamer wurden. Offenbar ist der F1 W03, ähnlich wie sein Vorgänger, nicht gerade ein Reifenflüsterer. Zuvor fiel Rosberg dadurch auf, dass er mehrmal kurz vor der Ziellinie vom Gas ging.

Button und Räikkönen mit wenigen Runden

Neuntschnellster Pilot des Vormittags war mit einer Zeit von 1:23.409 Minuten Jenson Button. Der McLaren-Pilot fuhr nur 17 Runden und stand ab 11 Uhr in der Box. Über technische Probleme wurde nichts bekannt. Ganz im Gegensatz zu Kimi Räikkönen, der an diesem Vormittag mit 1:25.620 Minuten das Schlusslicht des Feldes war.

Allerdings kam der Finne aufgrund technischer Probleme ebenfalls nur auf 17 Runden. Schon nach den ersten Umläufen hatte der Lotus-Pilot über Schwierigkeiten mit der Lenkung geklagt. Nachdem diese sich zunächst nicht beheben ließen, wechselte das Team schließlich die Lenksäule. Kurz vor der Mittagspause ging der "Iceman" dann nur noch für einen Funktionstest auf die Strecke.

Fotoquelle: xpb.cc

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