Kimi Räikkönen saß erstmals seit dem 8.2. wieder im E20 - es war ein kurzer Tag

Formel 1 2012

— 03.03.2012

Lotus: Räikkönen übernimmt und erleidet Rückschlag

Kimi Räikkönen verliert durch einen Umbau der Servolenkung viel Zeit - Regen am Nachmittag bremst das Testen neuer Teile am E20

Das Lotus-Team, das an den beiden bisherigen Tagen der finalen Barcelona-Testwoche mit Romain Grosjean jeweils die Bestzeit markiert hatte, erlitt am Samstag einen Rückschlag. Ex-Weltmeister und Formel-1-Rückkehrer Kimi Räikkönen übernahm den E20 wie geplant von seinem französischen Teamkollegen, musste aber schon nach wenigen Runden feststellen, dass ihm die Servolenkung große Sorgen bereitete.

Das Team baute die Lenkung daraufhin auf den Stand der Jerez-Testwoche (7. bis 10. Februar) zurück, wodurch wertvolle Zeit verloren ging. Durch den langen Aufenthalt in der Box und den zu allem Überfluss am Nachmittag einsetzenden Regen brachte es Räikkönen am Samstag nur auf 43 Umläufe und damit so wenige Kilometer wie kein anderer Fahrer.

Auf seiner persönlich schnellsten Runde in 1:25.379 Minuten blieb der Finne als Zehnter und Letzter der Tageswertung mehr als zwei Sekunden hinter dem Neuntplatzierten Nico Rosberg (Mercedes) zurück. Immerhin twitterte das Team, dass Räikkönen auf seinem ersten Run nach dem Wechsel der Lenkung, "ein deutlich besseres Gefühl" hatte.

Seinen letzten Run am Nachmittag beendete der "Iceman" um 15:30 Uhr kurz vor dem einsetzenden Regen. Die am E20 montierten neuen Teile (Frontflügel, Heckflügel und seitliche Windabweiser) konnten so nur bedingt getestet werden. "Nachdem ich die vergangene Woche verpasst habe, war es gut, wieder im E20 zu sitzen", versucht Räikkönen, der erstmals seit dem 8. Februar wieder im Cockpit saß, nach Abschluss des frustrierenden Tages das Positive zu sehen.

"Am Morgen hatten wir ein Problem mit der Servolenkung. Obwohl es dieselbe Konfiguration wie gestern war, funktionierte sie heute meiner Ansicht nach nicht. Im Nassen gingen wir gar nicht auf die Strecke. Es war also ein recht kurzer Tag für mich. Immerhin präsentierte sich das Auto auf der Piste zuverlässig und wir konnten einige nützliche Daten sammeln", so der Finne.

Nachdem der Wechsel der kompletten Lenkung mehr Zeit als geplant in Anspruch genommen hatte, vermeldete Räikkönen nach getaner Arbeit: "Am Nachmittag war das Gefühl für die Lenkung noch immer nicht perfekt, aber es war okay."

Optimismus im Team weiter ungebrochen

Für Alan Permane, den Leiter des Einsatzteams, steht indes fest: "Abgesehen von der verlorenen Zeit am Vormittag war es klar, dass wir ein anderes Programm vorgesehen hatten als die anderen Teams. Sobald wir auf der Strecke waren, konnten wir die Balance stetig verbessern." Da man sich im Team gemeinsam darauf verständigte, im Regen nicht zu fahren, sei die geringe Anzahl Runden nur verständlich, wie Permane herausstellt.

Am Sonntag wird Räikkönen erneut im E20 Platz nehmen. Der Finne hofft dann auf "besseres Wetter und die Möglichkeit, mehr Runden als heute abspulen zu können", wie er sagt. Im Hintertreffen sieht er Lotus durch die erneut verlorenen gegangene Testzeit nicht: "Natürlich wünscht man sich immer mehr Tage, aber wir müssen nun mit der Situation leben. Immerhin konnten wir in der ersten Woche reichlich Kilometer zurücklegen und hatten zudem keine größeren Zuverlässigkeitsprobleme. Ein paar zusätzliche Tage wären nicht schlecht, aber ich bin zuversichtlich, dass wir es hinbekommen werden."

Fotoquelle: xpb.cc

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