Aktueller V8-Motor: Marc Gene hätte gerne vier Zylinder mehr

Formel 1 2012

— 04.03.2012

Gene: Zwölfzylinder sind die besten Motoren

Nach einer Fahrt im Formel-1-Ferrari von 1989 schwärmt Testfahrer Marc Gene vom V12-Motor - Am Trend zu kleineren Motoren geht aber kein Weg vorbei

Im Laufe ihrer Geschichte gab es in der Formel 1 unterschiedlichste Motorenkonzepte. Alleine ein Blick 20 Jahre zurück offenbart schon eine wesentlich größere Vielfalt als heutzutage. Anfang der 1990er Jahre durften Formel-1-Motoren nach einen Hubraum von 3.500 ccm haben. Die Anzahl der Zylinder war auf zwölf begrenzt, doch nach dem Rückzug von Honda Ende 1992 reizte nur noch Ferrari dieses Limit aus. Der V12-Motor gehörte über Jahrzehnte genau so zu den Rennern aus Maranello wie das springende Pferd auf der Fahrzeugnase.

In den folgenden Jahren wurde zunächst der Hubraum auf 3.000ccm begrenzt, später waren nur noch Zehnzylinder-Motoren erlaubt. Seit 2006 werden die Formel-1-Autos ausnahmslos von V8-Motoren mit einem Hubraum von 2,4 Litern angetrieben. Ferrari-Testfahrer Marc Gene hatte die Gelegenheit, drei Generationen von Formel-1-Motoren miteinander zu vergleichen. "Wir bei Ferrari haben das Glück, das wir mit F1 Clienti eine Abteilung haben, wo man Formel-1-Autos kaufen kann. Dort gibt es viele ältere Formel-1-Autos, die nach wie vor verwendet werden", erzählt der Spanier im Rahmen des FOTA-Fan-Forums in Barcelona.

"Ich fuhr das Auto aus dem Jahr 1989 mit dem V12-Motor, das 2004er-Auto mit dem V10-Motor und das 2008er-Auto mit dem V8-Motor." Beim direkten Vergleich gab es für Gene einen klaren Sieger: "Meine Meinung: Nichts kommt an einen V12-Zylinder-Motor heran - weder beim Sound noch bei der Ablieferung der Leistung. Das ist einfach der beste Motor, aber er ist sehr ineffizient, was den Benzinverbrauch angeht - und das ist heutzutage sehr wichtig."

Gene erklärte, dass man sich in Maranello nur ungern vom Zwölfzylinder verabschiedet habe: "Wir bei Ferrari sind gegen den Trend der kleinen Motoren. V12-Motoren sind einfach großartig, V10-Motoren sind in Bezug auf Leistung und Vibrationen besser." Letztlich habe man sich dem Trend jedoch nicht verweigern können: "Wir haben uns aber der Umwelt zuliebe für diesen Weg (mit kleineren Motoren) entschieden und wir müssen das natürlich respektieren und daran teilnehmen."

Landsmann Pedro de la Rosa kann der aktuellen Einheitsformel hingegen etwas Positives abgewinnen: "Das Gute an der aktuellen Situation ist, dass die Unterschiede zwischen den Teams mit der besten Leistung und den Teams mit der geringsten Leistung immer kleiner werden. Wir alle in der Formel 1 haben heute die Möglichkeit, auf einen leistungsfähigen Motor zurückzugreifen. Das hilft Teams wie uns. Wir müssen diesen Weg weitergehen und die Hersteller darum bitten, so weiterzumachen."

Fotoquelle: xpb.cc

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