Christian Horner blickt der kommenden Saison optimistisch entgegen

Formel 1 2012

— 05.03.2012

Zuverlässigkeit: Horner relativiert Red Bulls Probleme

Niki Lauda erwartet einen bärenstarken Sebastian Vettel, während Teamchef Christian Horner Red Bulls Probleme mit der Zuverlässigkeit relativiert

Sebastian Vettel erlebte gestern zum Abschluss in Barcelona einen schwarzen letzten Tag der Testfahrten, kam wegen eines Ausritts und des insgesamt dritten Getriebeschadens in diesem Winter nur auf 23 Runden und belegte den letzten Platz. Anschließend gab er dem Red-Bull-Renault RB8 für die Saisonvorbereitungen eine Note irgendwo zwischen fünf und zehn.

Teamchef Christian Horner ist deutlich optimistischer und spricht gegenüber 'Autosport' von einem "respektablen" Testwinter: "Wir konnten die meisten Punkte, die wir uns vorgenommen hatten, abhaken, und dafür sind Tests ja da." Manchmal könne man gewisse Probleme nicht verbergen, aber: "Wenn ich es mit der Situation vor zwölf Monaten vergleiche, als wir einen Haufen KERS-Probleme und so weiter hatten, finde ich, dass es ein positiver Winter war."

Diesmal keine KERS-Probleme mehr

"Ich sehe keinen großen Unterschied zu den vergangenen paar Jahren", fährt der Brite fort. "Im vergangenen Jahr war es sicher schwieriger, denn da war KERS ein größeres Thema - wir konnten beim ersten Rennen ja nicht einmal damit fahren. Aber zwölf Monate später ist KERS kein Thema mehr." Mit der Hybridtechnologie gab es seit der Jungfernfahrt des RB8 Anfang Februar keine ernsthaften Probleme.

Seit 1. Februar hat der RB8 gut 4.300 Kilometer zurückgelegt. Weniger gefahren ist von den Neuwagen nur der Lotus-Renault E20, der allerdings drei Tage lang außer Gefecht war. Zudem gab es nur eine einzige Tagesbestzeit, aber: In der Wertung des durchschnittlichen Rückstands auf den jeweils Tagesschnellsten liegt Red Bull dank selten auffälliger, aber gleichmäßiger Ergebnisse auf Rang zwei, nur ganz knapp hinter Sauber.

Einen Durchmarsch wie 2011 erwartet Horner nicht: "Während wir auf dem Papier ein total dominantes Vorjahr hatten, war es manchmal ziemlich knapp, sogar beim ersten Rennen mit McLaren", erinnert er sich. "Schwer zu sagen, solange wir nicht das erste Rennen gesehen haben. Wir hoffen, dass wir konkurrenzfähig sind, und ich glaube, beide Fahrer sind gut in Form. Aber Teams wie Ferrari, McLaren und Mercedes darf man nicht unterschätzen."

Lauda erwartet Vettel noch stärker

"In zwei Wochen werden wir sehen, wie das Kräfteverhältnis am Saisonbeginn ist, aber das wird sicher fluktuieren, denn es wird das ganze Jahr hindurch ein Entwicklungsrennen geben", schätzt der Red-Bull-Teamchef. Verlassen kann er sich aber auf Weltmeister Vettel, der nach zwei WM-Titeln en suite so stark wie noch nie zu sein scheint - auch mental: "Mit zwei Weltmeisterschaften weiß man schon, was man kann", analysiert Niki Lauda.

"Er arbeitet intensivst mit dem Auto und dem Team. Bei Red Bull sind sie wirklich zusammengeschweißt", so der österreichische Ex-Weltmeister in der TV-Sendung 'Sport am Sonntag' des 'ORF'. "Für mich wird Sebastian dieses Jahr wieder besser werden, denn er hat nur ein Ziel: Nie gleich bleiben, immer besser werden! Und mit dem Auto, das er auf seine Entwicklung mitziehen kann, hat er natürlich auch die Basis."

Fotoquelle: Red Bull

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