Witali Petrow startet bei Caterham in einen neuen Abschnitt seiner Karriere

Formel 1 2012

— 05.03.2012

Petrow in der Caterham-Familie glücklich

Witali Petrow hat sich auch für Caterham entschieden, weil es eine kleine Familie ist, die unter Führung von Tony Fernandes den nächsten Fortschritt machen will

Witali Petrow hat im letzten Moment mit Hilfe einiger Sponsormillionen doch noch ein Formel-1-Cockpitergattert und Routinier Jarno Trulli in Rente geschickt. Bei Caterham wird der Russe am unteren Ende der Startaufstellung stehen, während sein Ex-Team Renault, das seit diesem Jahr als Lotus firmiert, bei den Testfahrten für positive Überraschungen gesorgt hat und als Geheimtipp gilt. Im Gegensatz zur ehemaligen Weltmeistermannschaft aus Enstone ist Caterham ein kleines und noch sehr junges Team, das erst in seine dritte Saison geht. Wirtschaftlich, technisch und sportlich sind die Voraussetzungen deutlich anders.

Als die Verhandlungen mit Teamchef Tony Fenandes aufgenommen wurden, wollte Petrow wissen, "wie die Atmosphäre im Team ist, wie seine Pläne für das Team sind und wie er die Zukunft sieht. Seine Antworten waren genau das, was ich hören wollte", meint der Russe. "Er sagte, dass es eine Familie ist und dass das Team in kurzer Zeit viel geschafft hat. Er möchte nun eine neue Phase starten und gute Resultate holen."

"Genau das möchte ich auch. Ich bin hier und glücklich, ein Teil dieses Teams zu sein. Hoffentlich kann ich wie ein Sohn in dieser Familie sein." Caterham befindet sich im Wachstumsprozess und hat seit dem Debüt 2010 deutliche Fortschritte gemacht und sich dem Mittelfeld angenähert. In dieser Saison wird auch erstmals KERS eingesetzt. Im Gegensatz zu HRT und Marussia ist bei der Mannschaft um Fernandes ein Aufwärtstrend zu beobachten.

"Zunächst einmal finde ich, dass jeder im Team glücklich damit sein muss, was er tut. Manchmal ist es nicht so wichtig, einen Punkt zu sammeln, sondern es ist wichtiger, dass an einem Rennwochenende alles perfekt funktioniert und alle ihr Bestes gegeben haben", findet Petrow. "Vielleicht ist das Auto jetzt nicht so schnell, aber man kann verstehen, warum das so ist. Dann braucht es Zeit, bis man soweit ist."

In der Teststatistik der abschließenden Barcelona-Tests landete Petrow auf dem 15. Platz mit einem Rückstand von 0,756 Sekunden auf die absolute Bestzeit von Kimi Räikkönen im neuen Lotus E20. Das Ziel von Caterham in der dritten Saison lautet, den endgültigen Anschluss an das Mittelfeld zu schaffen. "Viele Leute fragen mich, wann wir den ersten Punkt holen werden, oder welches Team wir in diesem Jahr überholen können."

"Aus meiner Sicht ist das nicht unser Ziel", findet der 27-Jährige. "Ich finde, unser Ziel muss sein, wie das Team für die Arbeit bereit ist. Es startet bei den Mechanikern, den Ingenieuren, den Fahrern, der Kommunikation - der gesamten Gruppe. Wenn sie bereit sind der Welt zu zeigen, wie sie kämpfen können und wie sie das Team in den nächsten Jahren an die Spitze bringen können - vielleicht zehn oder 15 Jahre - dann tut man es und arbeitet, so wie sie es in den bisherigen zwei Jahren gemacht haben."

In diesem Puzzleteil aus rund 240 Angestellten kämpft Petrow als Fahrer an vorderster Front. Er begann seine Karriere nicht im Kart, sondern im russischen Lada-Cup. Auf der großen internationalen Bühne trat er erst mit seinem GP2-Einstieg 2006 in Erscheinung. Die Liebe zum Rennsport verdankt Petrow seinem Vater. Auch wenn er oft als "Paydriver" verschrien ist, ist es sein Traumberuf.

"Man möchte Teil dieser Gruppe sein, die gegeneinander fährt. Ich glaube nicht, dass es mit Adrenalin zu tun hat. Wir haben das nicht. Ich spüre Adrenalin nur, wenn ich irgendwo sitze, wo es komisch ist und ich Angst habe, weil ich eine Situation nicht kontrollieren kann", gibt Petrow Einblicke. "Ich will immer Kontrolle haben. Das habe ich in einem Rennauto."

"Zu fühlen, wie sich das Auto bewegt, wie es auf den Reifen rutscht, die technische Seite und was wir mit dem Auto anstellen können, um es zu verbessern, damit es auf das Podium fährt - das ist das Tolle als Rennfahrer. Es ist aber schwierig darüber zu reden wie es ist, ein Rennfahrer zu sein. Das würde sehr lange dauern, weil es einfach alles ist."

Fotoquelle: Caterham

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