Wohin geht die Reise? Fernando Alonso gibt Probleme zu

Formel 1 2012

— 06.03.2012

Alonso: "Auto in einigen Bereichen schwer zu verstehen"

Fernando Alonso gibt zu, dass der F2012 für Kopfzerbrechen sorgt, findet die heftige Kritik nach den Tests aber ungerecht

Bei Ferrari gibt man inzwischen längst selbst zu, dass die Tests nicht nach Wunsch verliefen. Der F2012 wirft bei den Ingenieuren nach wie vor Fragen auf, das Fahrverhalten ist unberechenbar. Und der Druck in Maranello steigt ständig an, denn Stefano Domenicali wusste schon im Vorhinein, dass es sich 2012 um eine entscheidende Saison handelt, schließlich läuft das Team unter seiner Führung nach wie vor einem Fahrer-WM-Titel nach - im Vorjahr musste aus diesem Grund sogar Technikchef Aldo Costa seinen Hut nehmen.

"Es ist offensichtlich, dass wir in Anbetracht unserer Ziele mit dem Test nicht zufrieden sein können", sagt der Italiener, der seinen Fahrern an den letzten Testtagen sogar ein Interviewverbot erteilte. "Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass die Weltmeisterschaft noch nicht begonnen hat", mahnt er Ferrari an, jetzt nicht die Nerven wegzuwerfen und bittet um Geduld.

"Das ist erst der Anfang und eine sehr lange Saison steht bevor", sagt er. "Wir wissen, dass wir in gewissen Bereichen noch viel arbeiten müssen, was die Zuverlässigkeit und die Performance angeht, aber ich rechne mit einer großartigen Reaktion und dem Wunsch, dass wir zeigen, wer wir sind." Durchhalteparolen, die an die ersten Rennen 2011 erinnern, als die Roten mäßig in die Saison gestartet waren.

Wird Ferrari zu kritisch beäugt?

Auch Alonso wendet sich an die Ferrari-Mannschaft und bittet darum, kühlen Kopf zu bewahren. "Ich möchte euch allen für die verrichtete Arbeit danken", sagt der Spanier. "Das waren einige sehr intensive Monate und Wochen und ich weiß, dass ihr alles gebt, dass ihr rund um die Uhr an der Strecke und in der Fabrik arbeitet, um mich und Felipe mit einem starken Auto auszurüsten."

Dennoch ist Alonso mit der aktuellen Lage nicht zufrieden: "Das neue Auto ist in einigen Bereichen schwer zu verstehen und vielleicht sind wir noch nicht dort, wo wir sein wollen. Wir haben aber alle schon viele Formel-1-Saisons hinter uns und wir wissen alle sehr genau, dass wir vor unserer Ankunft in Australien nicht wirklich wissen, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Es wird viel geredet und es gibt viele Theorien, aber niemand kennt die Wahrheit."

Der Ferrari-Star verweist auf das Weltmeister-Team und ist der Meinung, dass sich die Medien auf Ferrari eingeschossen haben: "Red Bull wird von vielen als Spitzenreiter eingeschätzt, aber sie fuhren am letzten Testtag nur wenige Runden und waren Letzter in der Zeitenliste. Wenn uns etwas Ähnliches passiert wäre, wäre die Hölle losgewesen, aber in diesem Fall ist es niemandem wirklich aufgefallen."

Testsresultate für Alonso bedeutungslos

Dennoch fordert er von allen Ferrari-Mitarbeitern bedingungslosen Einsatz: "Mehr den je müssen wir alles geben, um uns zu verbessern - von demjenigen, der für den Rückspiegel zuständig ist bis zu jener Person, die sich um die Kolben kümmert. Wir halten zusammen und wir geben alles, denn wir alle wollen das Gleiche."

Der zweifache Weltmeister erzählt eine Geschichte aus der Vergangenheit, um sein Team zu ermutigen: "Vor zwei Jahren waren wir in Barcelona hinter Red Bull, McLaren, Sauber und Force India Fünfter und zwei Wochen später sicherten wir uns in Bahrain einen Doppelsieg. Es zählt nicht, beim ersten Rennen vorne zu sein, sondern im November, am Ende der Weltmeisterschaft."

Fotoquelle: Ferrari

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