Jenson Button sieht sich diese Saison als großen Herausforderer Vettels

Formel 1 2012

— 06.03.2012

Button: "Der Red-Bull-Vorsprung ist dieses Jahr weg"

Jenson Button erklärt, warum er jetzt ein besserer Rennfahrer ist als in seinen Anfangstagen und lässt diese Saison keine Ausreden gelten

Wird 2012 das Jahr des Jenson Button? Der Brite wurde zwar schon 2009 Weltmeister, doch damals führten dies viele auf den Anfangs deutlich überlegenen Brawn-Boliden mit dem Doppel-Diffusor zurück. Die Geduld des langjährigen Honda-Piloten, der dem Feld in mäßigen Autos zwei Jahre lang hinterherfuhr, war belohnt worden.

Doch die Tatsache, dass Button dieses Jahr als WM-Mitfavorit in die Saison geht, hat nur wenig mit Glück zu tun. Als er 2010 zu McLaren wechselte, wurde er für seine vermeintliche Kamikaze-Strategie kritisiert - an der Seite des im Team bestens integrierten Lewis Hamilton sah man den als Playboy verschrienen Briten auf verlorenem Posten. Doch der 32-Jährige belehrte alle eines besseren und war im Vorjahr der erste Teamkollege, der Weltmeister Hamilton über eine Saison hinweg schlug.

"Ich glaube nicht, dass ich das vergangene Jahr gebraucht habe", spielt er die Bedeutung herunter. "Aber es hat mir mehr Selbstvertrauen gegeben. Vielleicht ist mein Selbstvertrauen, mit dem Team zu arbeiten und zu zeigen, wie ich helfen kann, größer geworden."

Was Button bei McLaren lernte

Button meint, dass diese Faktoren schließlich den Unterschied machen, obwohl er Zeit benötigte, um dies zu erkennen: "Es geht nicht darum, einfach ins Auto zu springen und so schnell wie möglich zu fahren. Es geht um die Entwicklung, die Richtung und die Strategie. Es gibt so viele Dinge, die ein Fahrer beitragen kann, die wir in frühen Tagen unserer Karriere nicht begreifen."

Der McLaren-Star ist zuversichtlich, dass die Red-Bull-Dominanz dieses Jahr zu Ende ist, schließlich lief die Vorbereitung seines Rennstalls nach Plan und auch die Zuverlässigkeit bei den Tests passte im Gegensatz zu 2011. "Ich bin in allen Bereichen viel glücklicher als im Vorjahr", sagt er. "Im Vorjahr hatten wir Probleme mit dem Auspuff. Wir hatten auch das Problem, dass wir einfach nicht sehr schnell waren, sogar wenn der Auspuff funktionierte."

Button lässt keine Ausreden gelten

Button sieht sein Team 2012 als gefährlichen Herausforderer. "Niemand kennt unsere Updates", spielt er darauf an, dass die neue Heckpartie des RB8 an den letzten zwei Barcelona-Testtagen das umfangreiche McLaren-Update im Schatten stand.

Auch die McLaren-Nase, die als einzige ohne Höcker auskommt, sieht er nicht als potenzielle Achillesferse: "Ich bin mit der Richtung, die wir beim neuen Auto eingeschlagen haben, sehr glücklich. Ich mache mir wegen der Balance keine Sorgen. Das Auto reagiert hervorragend auf Änderungen, was wirklich wichtig ist. Es gibt also keine Entschuldigungen - wir haben alles."

McLaren überraschte Button

Er rechnet damit, dass das Feld 2012 enger zusammenrückt: "Red Bull wird diese Saison nicht den Vorsprung haben, den sie im Vorjahr auf Anhieb hatten. Vettel ist zwar der Favorit, weil er zweifacher Weltmeister ist, aber niemand weiß, was dieses Jahr passieren wird, und das ist großartig für den Sport."

Button sieht sich selbst in absoluter Topform, da er sich auf ein perfektes Umfeld verlassen kann: "Ich fühle mich bei McLaren zuhause. Ich hätte das nicht für möglich gehalten, bevor ich in der McLaren-Familie ankam. Ich wusste, dass sie mir ein siegfähiges Auto bieten können, aber ich rechnete nicht mit einer familiären Atmosphäre, die sich in den vergangenen zwei Jahren sogar noch besser entwickelte. Ich arbeite mit den Ingenieuren und Mechanikern wirklich gut zusammen - es handelt sich um Typen, mit denen ich gerne auf ein Bier oder zum Abendessen gehen würde."

Diese Einheit macht ihn stärker: "Wenn ich gewinne, dann feiern wir als Freunde miteinander. Und wenn ich verliere, dann verlieren wir gemeinsam." Man wird sehen, in welche Richtung das Pendel 2012 ausschlagen wird.

Fotoquelle: xpb.cc

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