Sorgt Bernie Ecclestone ab 2013 für ein Comeback der Kundenautos?

Formel 1 2012

— 07.03.2012

Ecclestone: Kunden-Jahreswagen für Hinterbänkler?

Bernie Ecclestone schlägt vor, dass kleine Teams drei Jahre lang mit einem Topauto aus dem Vorjahr antreten können, ehe sie selbst als Konstrukteur auftreten müssen

Seit 2010 sind Kundenautos in der Formel 1 verboten. Doch Bernie Ecclestone plant nun, dieses Verbot wieder aufzuheben. Der Zeitpunkt ist günstig, denn derzeit wird für die Zeit nach 2012 ein neues Concorde-Agreement verhandelt, in dem etwaige Details geregelt werden. Der Formel-1-Boss will mit einem Comeback der Kundenautos neuen Teams eine Leidenszeit ersparen, wie sie derzeit Caterham, HRT oder Marussia durchleben.

Einigen Teams waren Kundenautos bisher ein Dorn im Auge, da Rennställe wie Red Bull bis 2010 ohne größeren Aufwand mit dem B-Team Toro Rosso zwei weitere Boliden einsetzen durften und so anderen Konstrukteuren die WM-Punkte wegschnappten. Daher schlägt Ecclestone nun vor, dass in Anlehnung an das DTM-Modell nur Jahreswägen als Kundenautos eingesetzt werden dürfen.

Ecclestones Vorschlag

"Ich schlage vor, dass vielleicht einige Teams am Ende des Feldes Autos aus dem Vorjahr einsetzen dürfen", sagt Ecclestone gegenüber 'Sky Sports'. "So könnten HRT oder Marussia den letztjährigen McLaren oder Red Bull einsetzen. Und das drei Jahre lang, bis sie sich formiert haben und dann wieder als Konstrukteur zurückkehren müssen."

Das vordergründige Ziel dieser Idee sei es nicht, die Kosten für Hinterbänkler-Rennställe zu senken, sondern vor allem, die Eintrittsschranken in die Formel 1 zu verringern. "Der Punkt ist, dass man die Kosten nicht verringern muss, damit es den Leuten passt, die es sich eigentlich nicht leisten können, so viel wie die größeren Teams auszugeben", erklärt Ecclestone seine Beweggründe. "Man muss sicherstellen, dass das Reglement ihnen nicht schadet."

HRT-Teamchef Luis Perez-Sala wird die Worte des Formel-1-Bosses mit Wohlwollen aufnehmen. Der Spanier klagte kürzlich, dass sein Team durch "die existierenden Beschränkungen nicht in den Genuss gewisser Einsparungs-Möglichkeiten", kommt. Wenn es möglich wäre, "einen Ferrari oder einen Mercedes", zu einem "vernünftigen" Preis zu kaufen, dann würde er es tun.

Haug gegen Kundenautos

Ein Gegner der Kundenautos ist hingegen Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Der Schwabe findet nicht, "dass ein Lotus ein McLaren sein sollte, oder ein HRT ein McLaren." Er fürchtet um Mannschaften wie Williams und Sauber, die aufgrund ihrer begrenzten finanziellen Möglichkeiten nicht mit den Topteams mithalten können, sich aber dennoch ganz klar als Konstrukteur verstehen.

"Die unabhängigen Teams sind für die Formel 1 sehr wichtig. Sie haben glaube ich ein großes Interesse, ein eigenes Auto zu bauen. Das ist meiner Meinung nach ein wichtiges Element in der Formel 1", bricht er eine Lanze für die kleinen, aber traditionsreichen Konstrukteure in der Formel 1.

Fotoquelle: xpb.cc

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