Räikkönen testete den R30 in Valencia, um sich auf die Formel 1 einzuschießen

Formel 1 2012

— 07.03.2012

Pirelli sichert sich Renault R30 als neues Testauto

Pirelli ersetzt den Toyota TF109 aus dem Jahr 2009 durch den ein Jahr jüngeren Renault R30 - Einen Piloten für die Reifentests sucht man aber immer noch

Lange war man auf der Suche nach einem neuen Testauto - jetzt ist Pirelli fündig geworden. Der italienische Reifenhersteller wird seine Tests in Zukunft nicht mehr mit dem bereits in die Jahre gekommenen Toyota TF109 aus der Saison 2009 absolvieren, sondern mit dem Renault R30 aus dem Jahr 2010. Dabei handelt es sich um das Auto, mit dem Kimi Räikkönen erst kürzlich seine ersten Formel-1-Kilometer nach der zweijährigen Pause hinter sich brachte.

Nach wie vor ist aber unklar, welcher Pilot bei den Tests zur Reifenentwicklung in Zukunft am Steuer des R30 sitzen soll. Nick Heidfeld, Pedro de la Rosa, Romain Grosjean und Lucas di Grassi waren die letzten Pirelli-Tester - eine Entscheidung soll aber noch in diesem Monat fallen. Pirelli ist auf ein eigenes Testauto angewiesen, denn während der Saison gibt es mit Mugello im Mai nur einen erlaubten Test.

Im Mai soll auch der erste von an die fünf Pirelli-Tests mit dem R30 über die Bühne gehen - wie im Vorjahr plant man die Rennstrecken in Barcelona, Jerez, Spa und Monza ein, um auf unterschiedlichen Layouts und bei unterschiedlichen Wetterbedingungen fahren zu können. Der Bolide wird bis dahin angepasst, um dem aktuellen technischen und aerodynamischen Reglement annähernd zu entsprechen.

Warum der Toyota ausgedient hat

Pirelli legt viel Wert darauf, dass die Mannschaft, die zum Einsatz kommen wird, ausschließlich aus Mitarbeitern bestehen wird, die keine Verbindung zu einem aktuellen Formel-1-Rennstall haben, um die Fairness zu gewährleisten. Die Teams dürfen aber einen Beobachter zu den Tests schicken, der aber keine Daten über das Testprogramm erhält.

"Es war schon sehr früh klar, dass wir bei unserem Testauto eine modernere Lösung benötigen", erklärt Motorsportchef Paul Hembery die Entscheidung für den R30. "Der Toyota TF109 hat uns sehr gut gedient, ist aber inzwischen drei Jahre alt. Die Technologie und das Reglement haben sich seitdem entscheidend weiterentwickelt, und der Toyota ist nicht mehr in der Lage, die nötigen Kräfte zu erzeugen, um in unseren Simulationen den aktuellen Anforderungen in der Formel 1 zu entsprechen."

Fairness im Vordergrund

Der Brite ist um Gleichbehandlung bemüht: "Das ist unser oberstes Ziel - daher wird das Testteam unabhängig geführt und alle Rennställe können Beobachter zu den Tests schicken. Unser neues Testauto wird an das aktuelle Reglement ohne Tankstopps angepasst, wodurch wir eine volle Renndistanz fahrten und die Veränderung der Balance bei Auto und Reifen simulieren können."

Nun benötigt man noch einen Piloten: "Das ist das letzte Puzzleteil, das uns fehlt. Wir hoffen, dass wir innerhalb dieses Monats eine Bekanntgabe machen können. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um mich bei Toyota für die außergewöhnliche Unterstützung bei der Entwicklung unserer Reifen für die Saisons 2011 und 2012 zu bedanken. Sie haben bei unseren bisherigen Errungenschaften in der Formel 1 eine entscheidende Rolle gespielt und jetzt freuen wir uns darauf, mit einer neuen Auswahl an Reifen auf dieser Zukunft aufzubauen."

Fotoquelle: Lotus F1 Team

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