Teamchef Stefano Domenicali und sein aktuelles Sorgenkind: Der Ferrari F2012

Formel 1 2012

— 10.03.2012

Domenicali über den F2012: Unzufrieden, aber...

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali ist eine Woche vor dem Saisonauftakt um Vermeidung von Panik bemüht: Gute Stimmung zwischen Alonso und Massa

Genau wie Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo ist auch Teamchef Stefano Domenicali mit dem neuem Boliden aus Maranello noch nicht glücklich. Der F2012 hinterließ bei den Wintertestfahrten in Jerez und Barcelona in den Händen von Fernando Alonso und Felipe Massa mehr Fragen als Antworten. Die Flinte voreilig ins Korn zu werfen, kommt für die Scuderia aber nicht in Frage, wie Domenicali zu verstehen gibt.

"Ich bin mit den Leistungen des Autos nicht zufrieden, und zwar aus dem Grund, weil wir die gesetzten Ziele nicht erreicht haben, nicht weil wir langsamer als die anderen Teams waren", so Domenicali gegenüber 'Gazzetta dello Sport'. "Um zu begreifen, wo wir wirklich stehen, werden wir mindestens vier Grands Prix abwarten müssen", schätzt der Ferrari-Teamchef.

Den Ingenieuren in Maranello sei über den Winter auferlegt worden, ein Auto zu entwickeln, "das sich stark vom Red Bull unterscheidet", wie Domenicali preisgibt. Im Hinblick auf die geplante Auspuffführung beim F2012, die der aktuellen des Red Bull RB8 ähneln soll, offenbart der Teamchef: "Wir haben eine Lösung gefunden, die großes Potenzial verspricht." Zur Einsatzreife entwickelt ist das System bei den "Roten" allerdings noch nicht.

"Wir versuchten etwas, das nicht richtig funktioniert hat und hätten damit mindestens bis zum vierten Rennen Probleme gehabt. Deshalb haben wir die Lösung wieder verworfen", bekannte in diesen Tagen auch Technikchef Pat Fry. Über einen zukünftigen Einsatz will man im Team erst entscheiden, nachdem sich die FIA abschließend zur Red-Bull-Lösung von Adrian Newey geäußert hat.

Neben dem aktuellen Stand der Dinge in Sachen Auspuff gab Technikchef Fry in Barcelona auch Auskunft über die Balance des neuen Ferrari. Demnach funktioniert dieser gegenwärtig nur "in einem kleinen Fenster". Domenicali versucht indes, Panikmache auf diesem Gebiet zu vermeiden: "Ich würde sagen, wir sind mit der Performance noch nicht hundertprozentig glücklich, aber das werden wir hinbekommen."

Besseres Verhältnis zwischen Alonso und Massa

Während der neue Bolide das gesamte Ferrari-Team inklusive der Piloten derzeit noch rätseln lässt, behauptet der Teamchef, dass die Stimmung zwischen Alonso und Massa nie besser gewesen sei als im Moment. "Nach dem Barcelona-Test haben sie erstmals miteinander telefoniert und ihre Eindrücke vom Auto ausgetauscht", so Domenicali, der Massa in diesem Zusammenhang als "reifer als in der Vergangenheit" bezeichnet.

Angesprochen auf das zu erwartende Kräfteverhältnis beim Saisonauftakt, entgegnet der Ferrari-Teamchef: "Red Bull ist weiterhin vor uns. Wir werden in Melbourne sehen, wo wir stehen." Domenicali geht davon aus, dass die "Abstände der Teams untereinander gering" sein werden und dass der "Unterschied zwischen Qualifying und Rennen nicht so groß" ausfallen wird wie im vergangenen Jahr.

Vor zwölf Monaten nahm Sebastian Vettel im Red Bull seinem schärfsten Verfolger Lewis Hamilton in der Zeitenjagd am Samstag knapp acht Zehntelsekunden ab. Im Rennen über 58 Runden distanzierte er den McLaren-Piloten um mehr als 22 Sekunden. Ferrari-Pilot Alonso lag am Samstag 1,4 und am Sonntag mehr als 30 Sekunden zurück.

Fotoquelle: xpb.cc

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