Lewis Hamilton sieht sich kurz vor der neuen Saison wieder in Bestform

Formel 1 2012

— 11.03.2012

Hamilton: "Vergangenes Jahr interessiert mich nicht mehr"

Mit einer neuen Einstellung und aussortierten Problemen des Vorjahres will Lewis Hamilton in der neuen Saison durchstarten und sagt Button und Vettel den Kampf an

Lewis Hamilton betrachtet das Jahr 2012 sowohl sportlich als auch privat als einen Neubeginn. In der vergangenen Saison fiel der McLaren-Pilot neben drei berzeugenden Siegen in Schanghai, auf dem Nrburgring und in Abu Dhabi vor allem durch diverse Feindberhrungen auf der Strecke auf. Ferrari-Pilot Felipe Massa kann davon ebenso ein Lied singen wie Williams-Fahrer Pastor Maldonado oder Sauber-Pilot Kamui Kobayashi.

Im Bemhen, seine Gegner in die Schranken zu weisen, schlug Hamilton vor allem einen: sich selbst. Teamkollege Jenson Button gewann bei McLaren die Oberhand und schaffte, was zuvor noch keinem Fahrer gelungen war - eine Formel-1-Saison als Stallgefhrte von Hamilton in der Gesamtwertung vor diesem zu beenden.

Im neuen Jahr soll fr den Weltmeister von 2008 alles besser werden. Grund dafr sind nach Aussage des 27-Jhrigen ein inzwischen geordnetes, privates Umfeld und eine absolute Fokussierung auf die bevorstehenden Aufgaben. "Ich blicke nur nach vorn. Was im vergangenen Jahr war, interessiert mich nicht", wird Hamilton von 'The Guardian' zitiert. "Meine Verbindung zum Team, zu meinen Mechanikern und zu der Gruppe von Leuten, die ich um mich herum habe, war nie besser." Der McLaren-Pilot zog inzwischen von Zrich nach Monaco um und hat sich Nicole Scherzinger wieder zusammengerauft.

"Es geht darum, Opfer zu bringen"

Zudem gehe er eigener Aussage zufolge fitter und gesnder denn je in eine neue Saison. "Darum geht es letztlich. Du musst dich wohlfhlen, bei dem, was du tust", so Hamilton, der vorgibt, in diesem Jahr keine Energie abseits der Piste zu verschwenden. "In den Jahren 2006 und 2007 war ich extrem diszipliniert", erinnert er an den Gewinn des GP2-Titels und seine Rookie-Saison in der Knigsklasse, in der er ihm der WM-Titel beim Saisonfinale in Brasilien noch aus den Hnden glitt. "Es ist nicht so, dass ich diese Disziplin in den vergangenen Jahren verloren htte, aber jetzt bin ich wieder dort, wo ich vorher war."

Unterm Strich ginge es laut Hamilton darum, Opfer zu bringen. "Es geht um die notwendigen Aufopferungen, um die Entscheidungen, die du triffst und um die Dinge, die du in deinem Leben letztlich erreichen willst", sagt er. "Wenn mich ein Freund fragte, ob wir am Abend einen drauf machen wollen, sagte ich im vergangenen Jahr auch vor einem Rennwochenende 'Klar, lass uns das tun'. In diesem Jahr werde ich zu Hause bleiben und stattdessen am nchsten Tag trainieren."

Dies seien nach Ansicht des 27-Jhrigen die Opfer, die in der Formel 1 gebracht werden mssten. "Im vergangenen Jahr war ich oft der Meinung, dass mir solche Dinge nichts anhaben knnten", gesteht er. "Das stimmt aber nicht. Du verlierst zwei Tage, an denen du trainieren knntest und bist mit deinen Gedanken komplett woanders", blickt Hamilton auf seine von privaten Ablenkungen geprgte Saison 2011 zurck.

Kampfansage an Jenson Button und Sebastian Vettel

Den Saisonauftakt in Melbourne am kommenden Wochenende kann der McLaren-Pilot kaum erwarten. "Wie ich schon sagte, im Kopf bin ich nun frei. Mit dem ntigen Glck kann ich in diesem Jahr einige gute Ergebnisse einfahren", ist der Brite berzeugt und hat nicht vor, sich noch einmal von Teamkollege Button schlagen zu lassen. "Das macht mir nichts aus", behauptet der Weltmeister von 2008 mit Blick auf seine teaminterne Niederlage im Vorjahr. "Es wre schwierig zu akzeptieren, wenn es so gewesen wre, dass wir das ganze Jahr ber gegeneinander gekmpft htten und er mich geschlagen htte. In Wahrheit war es aber ein Jahr, in dem ich Punkte wegschmiss und dumme Fehler machte", rumt Hamilton ein.

Den Vizetitel von Teamkollege Button drfe man nicht berbewerten. "Man muss die Kirche im Dorf lassen. Unterm Strich hat er die Weltmeisterschaft nicht gewonnen. Wenn es so gewesen wre, wre es sicherlich schlimmer gewesen", gesteht Hamilton und fgt hinzu: "Ich habe noch viele Jahre vor mir und nicht vor, dass es in diesem Jahr genauso kommt wie im vergangenen. Ich fhle mich gut und auch Vettel ist nicht unbesiegbar."

Ob Hamilton mit dem neuen McLaren-Mercedes MP4-27 auch das Auto hat, um den Red-Bull-Piloten herauszufordern, darauf wird der Saisonauftakt am kommenden Wochenende in Melbourne eine erste Antwort geben. Sollte es tatschlich so sein, wre Hamilton jedenfalls alles andere als berrascht. Seinen Optimismus nach den Testfahrten konnte er whrend der vergangenen Tage kaum verbergen.

Fotoquelle: xpb.cc

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