Paul di Resta (stehend) freut sich auf das teaminterne Duell mit Nico Hülkenberg

Formel 1 2012

— 11.03.2012

Di Resta: "Wir werden es uns gegenseitig richtig geben"

Force-India-Pilot Paul di Resta freut sich auf das teaminterne Duell mit Nico Hülkenberg und will sich im zweiten Jahr als Stammfahrer weiter steigern

Paul di Resta, seines Zeichens Force-India-Stammfahrer im zweiten Jahr, weiß in dieser Saison einen neuen Stallgefährten an seiner Seite. Nico Hülkenberg stieg im Winter vom Ersatzfahrer zum Stammpiloten des indischen Teams auf und wird versuchen, dem Schotten in diesem Jahr die Stirn zu bieten.

Hülkenberg will das schaffen, was Adrian Sutil im Vorjahr nicht immer gelang. Zwar schloss der langjährige Force-India-Pilot Sutil die Saison 2011 mit 42 WM-Punkten und Platz neun in der Weltmeisterschaft vier Positionen vor di Resta (27 Punkte) ab. Im Verlauf der Saison konnte sich der Rookie allerdings stetig steigern und beabsichtigt, diesen Trend in der neuen Saison fortzusetzen.

Im Qualifying präsentierte sich di Resta von Beginn an stark. Bei den ersten drei Saisonstationen in Melbourne, Sepang und Schanghai ließ er seinen erfahrenen Teamkollegen Sutil hinter sich, was ihm im Verlauf der folgenden fünf Qualifyings drei weitere Male gelingen sollte. Ab Saisonmitte zeigte sich di Resta auch in den Rennen stark verbessert und fuhr beim Grand Prix von Singapur Ende September mit Platz sechs sein bestes Ergebnis ein.

Nicht zuletzt diese Leistung sowie der starke Auftritt in Montreal - als di Resta im strömenden Regen Platz fünf hielt, bevor er mit dem Renault von Nick Heidfeld aneinander geriet - bekräftigten Teamchef Vijay Mallya, am Schotten festzuhalten. Sutil hingegen kam vor allem der viel zitierte Vorfall am Abend des Grand Prix von China in die Quere. Angesichts des drohenden Gerichtsverfahrens, das im Januar dieses Jahres tatsächlich über die Bühne ging, sah sich Force India früh nach Alternativen um.

Von Sutils Abschied aus dem Team unbeeindruckt

Von den Problemen seines inzwischen ehemaligen Teamkollegen zeigt sich di Resta unbeeindruckt. "Die Umstände, unter denen Adrian das Team verließ, beunruhigten mich überhaupt nicht. Es war eine Entscheidung des Teams", wird der Schotte von 'The Scotsman' zitiert. Ihm persönlich ginge es im Herbst 2011 in erster Linie darum, "mein Cockpit zu behalten und ich war sehr glücklich, als dies bestätigt wurde", so der vormalige Ersatzfahrer des Teams.

"Adrian ist ein sehr guter Freund von mir und daran wird sich auch nichts ändern", versichert di Resta. "Das Team hatte aber das Gefühl, dass die Kombination von Nico und mir im Cockpit die beste Lösung wäre." Der ehemalige Force-India-Testfahrer lässt keinen Zweifel daran, dass er sich mit Hülkenberg, der es ihm ein Jahr später mit dem Aufstieg vom Test- zum Stammfahrer gleichtat, einen harten Kampf um die Vorherrschaft im Team liefern wird: "Wir werden es uns gegenseitig richtig geben, sobald die Saison beginnt."

Weitere Steigerung im Fahrplan

Während di Restas Manager Anthony Hamilton bereits von möglichen Podestplätzen seines Schützlings in diesem Jahr spricht, versucht der 25-Jährige selbst, die Erwartungen zu dämpfen. "Mit meiner ersten Saison bin ich rückblickend zufrieden, aber natürlich will man immer mehr. Ich glaube behaupten zu können, dass ich im vergangenen Jahr nicht viel anders hätte machen können und bin nun bereit, weitere Erfolge einzufahren. Ich kenne jetzt die Strecken und auch das Team und bin voller Hoffnung", so di Resta, ohne konkrete Platzierungen in den Mund zu nehmen.

Mit Hülkenberg an der Seite des Schotten sind die Ansprüche im gesamten Force-India-Team gestiegen. Platz fünf in der Konstrukteurswertung - und damit die Verbesserung um eine Position gegenüber dem Vorjahr - ist das erklärte Ziel der Truppe rund um Teamchef Mallya.

Was die weitere Zukunft betrifft, darüber macht sich di Resta, der gerüchteweise bereits mit dem Mercedes-Team in Verbindung gebracht wurde, derzeit noch keine Gedanken. "Ich denke nicht an Mercedes. Das einzige, woran ich denke ist, früher oder später meinen ersten Grand Prix zu gewinnen", so der Schotte.

Fotoquelle: xpb.cc

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