Peter Sauber hat eine Verbesserung des siebten WM-Rangs ausgegeben

Formel 1 2012

— 11.03.2012

Sauber: "Red Bull verfolgt ähnliches Konzept wie wir"

Peter Sauber will von Show-Bestzeiten bei den Testfahrten nichts wissen und sieht die Entwicklungen der Ingenieure in Hinwil durch jene von Red Bull bestätigt

Das Schweizer Sauber-Team ließ bei den Testfahrten in Barcelona gleich mehrfach mit Bestzeiten aufhorchen. Am dritten Tag der letzten Testwoche hatte Sergio Perez die Tagesbestzeit markiert. Kamui Kobayashi fuhr beim zweiten Test gar die Wochenbestzeit. Auch wenn man vor dem eigentlichen Saisonstart naturgemäß noch nicht allzu viel in die gefahrenen Zeiten hineininterpretieren kann, so zeigt sich Teamchef Peter Sauber im Rückblick auf die drei Wochen in Jerez und Barcelona erfreut.

"Grundsätzlich bin ich zufrieden, wie die Tests für uns verlaufen sind", so Sauber in seiner Kolumne für 'Blick'. Speziell zu Beginn des Wintertestprogramms kämpfte die Schweizer Truppe noch mit Zuverlässigkeitsproblemen am neuen C31. Das Ärgerliche daran seien aber weniger die Defekte an sich als vielmehr die dadurch verlorene Testzeit gewesen. "Ab Mitte des ersten Barcelona-Tests lief es dann deutlich besser", so der Teamchef. "Unsere Piloten konnten mehr Runden drehen, und die Ingenieure verstanden auch das Auto immer besser."

Die Folge waren sukzessive Fortschritte beim Setup. Im Zuge der Testfahrten konzentrierte sich das Sauber-Team mehr als andere auf Qualifying-Simulationen mit der weichen beziehungsweise superweichen Reifenmischung von Pirelli und wenig Sprit an Bord. Von Show-Bestzeiten für potenzielle Sponsoren will der Teamchef allerdings nichts wissen und bezeichnet dahingehende Vermutungen als "Unsinn".

Vielmehr legte das Team damit den Fokus auf die Wunde des vergangenen Jahres. Sowohl Kobayashi als auch Perez hatten im Verlauf der Saison 2011 an den Samstagen wiederholt Probleme, die Pirelli-Reifen auf Temperatur zu bringen. "Das hat uns regelmäßig wertvolle Zehntel und damit bessere Startplätze gekostet. Unsere Performance im Qualifying war stets schwächer als im Rennen", erinnert Sauber und begründet, warum am Vorwurf der Showzeiten bei den Testfahrten nichts dran sei: "Wir haben sehr offen kommuniziert, wie diese Rundenzeiten zustande kamen."

Während auf eine schnelle Runde im Vergleich zum Vorjahr Fortschritte erzielt wurden, wie Sauber positiv herausstellt, wurde im Zuge des Testprogramms auch die Verbesserung der Performance auf Longruns nicht vernachlässigt. "Auch hier waren die Resultate ermutigend", gibt sich der 68-Jährige erfreut. Es zeichne sich ab, dass die 2012er-Reifen "schneller abbauen, was wohl zu mehr Action an den Boxen führt und von Pirelli so gewollt ist", wie Sauber herausstellt.

Sauber durch Red Bull bestätigt

Doch nicht nur die eigene Leistung bei den Testfahrten stimmt den Chef des einzigen Schweizer Teams im Starterfeld zuversichtlich. Als das Weltmeisterteam Red Bull am vorletzten Testtag des Winters das Update-Paket für den neuen RB8 von Sebastian Vettel und Mark Webber präsentierte, konnte sich Sauber ein Lächeln nicht verkneifen.

"Red Bull hatte angekündigt, erstmals mit einem stark modifizierten Auto zu fahren, so wie es auch in Melbourne zum Einsatz gelangen soll", sagt er mit Blick auf die veränderte Auspuffführung, welche die Endrohre ähnlich weit vorn aus der Verkleidung treten ist wie beim neuen Sauber.

"Der Red Bull und unser C31 verfügen über ein sehr ähnliches Konzept, was die Führung des Luftstroms im Heckbereich betrifft", zeigt sich der Teamchef der Eidgenossen erfreut und fügt hinzu: "Für unsere Ingenieure war das eine zusätzliche Bestätigung, dass sie sich für die richtige Entwicklungsrichtung entschieden haben, nachdem sie zuvor auch andere Lösungen evaluiert hatten."

Im Team ist man nun überzeugt, dass dank des offenbar richtigen Konzepts "Potenzial für weitere Entwicklungen" vorhanden ist. Das letzte Wort vom Weltverband FIA in Bezug auf die jüngsten Entwicklungen im Auspuff- und Diffusorbereich steht allerdings noch aus. So oder so steht für Sauber eines fest: "Am Ende geht es um Rundenzeit und Zuverlässigkeit. Unsere Ziele sind klar: Abschied vom siebten WM-Platz und regelmäßig in die Punkte fahren."

Fotoquelle: xpb.cc

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