Der FW34 spulte bei den Vorsaisontests mehr als 5.000 Kilometer ab

Formel 1 2012

— 12.03.2012

Williams: Besserer Saisonstart als 2011?

Die Briten möchten 2012 mit Renault-Power wieder Akzente setzen und das Pleitenjahr 2011 vergessen machen - Wo steht Williams in Australien?

Das einstige Weltmeister-Team Williams möchte die Saison 2011 schnell vergessen machen. Mit der Fahrerpaarung Pastor Maldonado und Bruno Senna streben die Briten nach regelmäßigen WM-Punkten und wollen damit wieder den Anschluss ans vordere Mittelfeld herstellen. Dabei helfen soll der Motorpartner Renault, der bereits in den 1990ern für Vortrieb sorgte.

Bei den Vorsaison-Tests überraschte Williams mit Bestzeiten. Deren Aussagekraft ist aber gering. Die vielen Runden, die Williams absolvieren konnte, sprechen aber zumindest für eine gute Zuverlässigkeit. "Wir hatten eine produktive Vorsaison mit dem FW34 und konnten 5.330 Kilometer abspulen", erklärt Mark Gillan stolz. Der Chefingenieur bilanziert: "Das ist die größte Laufleistung aller neuen 2012er-Autos."

Problemloser Saisonstart

"Während der drei Tests fuhren Pastor, Bruno und Valtteri (Bottas, Testfahrer; Anm. d. Red.) außerordentlich gut. Die zwei neuen Fahrer haben sich vor der Saison sehr gut ins Team eingefügt und waren wöchentlich im Werk und dem Simulator. Das gesamte Team hat über den Winter hart gearbeitet, um die Schwachstellen von 2011 auszumerzen und den Renault-Motor zu integrieren", so Gillan.

Die Rückkehr zu Renault gestaltete sich laut Gillan unkompliziert. Zufrieden berichtet er: "Die Performance des Renault-Motors war wie erwartet: stark, anpassungsfähig und mit einem vernachlässigbaren Leistungsverlust in seinem Lebenszyklus."

Für den Saisonstart in Melbourne ist Williams vorbereitet. Überraschungen werden lediglich beim Wetter erwartet: "Das Wetter in Melbourne kann variieren. Laut der Langzeitvorschau stellt dieses Jahr keine Ausnahme dar. Da es ein Straßenkurs ist, tendiert die Strecke zu großen Verbesserungen während des Wochenendes. Wir müssen das Verhalten der mittleren und weichen Mischung also genau beobachten. Das Layout hält durchschnittlich schnelle Kurven bereit. Die Benzinmenge beim Start ist höher als auf den meisten Strecken", analysiert Gillan und schlussfolgert: "Dadurch wird das Bremssystem stark belastet."

Optimistisches Fahrerduo

Williams-Pilot Maldonado geht durch die Erfahrung seiner Debütsaison gelassener an die Sache und freut sich, wieder in Melbourne zu beginnen: "Der Albert Park ist eine schöne Strecke. Ich mag solche Straßenkurse sehr. Deswegen hoffe ich, ein gutes Wochenende zu haben. Ich kenne dieses Jahr die Strecke und bin mit dem Team und Auto vertrauter. Das wird also auch helfen. Das gesamte Team hat über den Winter hart an Verbesserungen gearbeitet. Zudem habe ich mich vorangetrieben. Es ist aufregend, wieder Rennen zu fahren und zu sehen, wie schnell die anderen sind."

Teamkollege Senna wird auch zum zweiten Mal in Melbourne fahren. Ungeduldig schildert der Brasilianer: "Ich freue mich sehr, nach Australien zu kommen. Etwa einen Monat nach dem letzten Rennen der Saison juckt es bereits, wieder Rennen zu fahren. Vier Monate später kann ich es kaum abwarten, wieder loszulegen. Am Freitag im Auto zu sitzen, wird sehr aufregend sein. Ich hoffe, dass wir von Beginn an wettbewerbsfähig sein können."

"Ich kenne den Kurs im Albert Park, weil ich 2010 für HRT gefahren bin. Zudem war ich erfolgreich, indem ich drei der vier Formel-3-Rennen gewinnen konnte, die 2006 zum Rahmenprogramm des Grand Prix gehörten", erinnert sich Senna. "Ich habe also gute Erinnerungen an den Ort. Die Vorsaisontests waren vielversprechend. Man weiß aber nie genau, was die anderen machen. Offensichtlich ist es sehr eng. Es scheint also dieses Jahr sehr eng zu werden."

Renault-Rückkehr bereitet keine Probleme

Senna hat bereits Erfahrungen mit dem Renault-Motor, den er bei seinen Einsätzen 2011 fuhr. Für die Franzosen war der Deal mit dem britischen Traditionsteam eine tolle Erinnerung an erfolgreiche Zeiten: "Einen Williams-Renault erstmals seit 1997 auf der Strecke zu sehen, war für Renault ein schönes Gefühl", berichtet Remi Taffin. Der Renault-Motorenchef freut sich, über die Entwicklung von Williams: "Noch viel zufriedenstellender war, zu sehen, dass der FW34 in die richtige Richtung geht."

"Da wir bereits sehr zeitig mit der Zusammenarbeit begonnen haben, die Installation des Motors direkt vonstatten ging und das Team und die Fahrer in der Lage waren, die Fahrbarkeit und das Anpassungsvermögen des RS27 zu nutzen, um wichtige Performance-Tests durchzuführen, kommen wir mit einer guten Basis nach Australien", schildert er.

"Wie gewohnt kommt es bei einer neuen Motoren-Chassis-Kombination zu kleineren Problemen. Insgesamt konnten wir aber viele Kilometer abspulen, um den Motor und seine Integration ins Chassis zu überprüfen. Melbourne ist ein schwieriger Kurs, weil es eine tückische Kombination von kurzen Geraden, Schikanen und schnellen Sektionen gibt, die den Benzinverbrauch erhöhen", analysiert Taffin. "Auf der anderen Seite ist es ein guter Kurs für den Saisonstart, weil die Motoren einem ausgiebigen Workout unterzogen werden. Die Zusammenarbeit hat gut begonnen. Wir freuen uns auf die Entwicklung während der anstehenden Rennen."

Fotoquelle: Pacepix.com

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