Whitmarsh: "Haben zwei hungrige, schnelle und großartige Fahrer"

Formel 1 2012

— 12.03.2012

Whitmarsh sieht kein dominantes Team

Martin Whitmarsh schätzt vor Saisonbeginn McLaren stark und kein anderes Team deutlich besser ein: "Sollten auch in diesem Jahr Rennen gewinnen"

Die Vorstellung der McLaren bei den Wintertests der Formel 1 könnte man mit "unauffällig" beschreiben. Während einige andere Teams offenbar mit wenig Benzin an Bord für potenzielle Sponsoren schnelle Runden fuhren, konzentrierte sich McLaren voll und ganz auf Entwicklungs- und Abstimmungsarbeit mit dem neuen MP4-27. "Wir und Red Bull und haben keine ernsthafte Qualifikations-Simulation durchgeführt. Andere sind mit weniger Benzin als wir gefahren", bestätigt Martin Whitmarsh.

Sechs Tage vor dem Start des ersten Grand Prix ist auch für den McLaren-Teamchef ein Versuch der Einschätzung des Kräfteverhältnisses nicht viel mehr als Kaffeesatzleserei: "Wir sagen zu diesem Zeitpunkt des Jahres immer das Gleiche: Durch unterschiedliche Benzinmengen, Reifenmischungen und Testprogramme sind wir nicht in der Lage, die Leistung zu beurteilen."

Der Brite verrät lediglich so viel: "Die schlechte Nachricht ist: Wir scheinen nicht zu dominieren. Die gute Nachricht ist: Bei allen anderen sieht es genau so aus." Daher lautet sein Fazit: "Wir glauben, dass wir konkurrenzfähig sind. Das Auto ist recht zu zuverlässig, und den Fahrern gefällt es auch. Die Rennsimulationen und Longruns geben größeren Aufschluss über das Leistungsniveau als die schnellsten Rundenzeiten. Auf Grundlage dessen glauben wir, konkurrenzfähig zu sein."

McLaren fährt unauffällig, aber schnell

Der Blick auf die nackten Zahlen bestätigt den unauffälligen, aber positiven Eindruck des McLaren. Bei der Betrachtung des durchschnittlichen Rückstands auf die Tagesbestzeit des letzten Tests in Barcelona liegt McLaren auf Rang zwei. Nur Sauber war in dieser Wertung besser, die Schweizer absolvierten jedoch an mehreren Tagen Qualifikations-Simulationen. Der McLaren hingegen scheint auch mit ein wenig Benzin an Bord sehr schnell zu sein.

"Der Winter war besser als der vorherige", bewertet Whitmarsh die Tests. Der Teamchef geht mit hohen Erwartungen in die neue Saison: "Wir haben zwei hungrige, schnelle und großartige Fahrer, daher sollten wir auch in diesem Jahr Rennen gewinnen. Und wenn wir oft genug siegen, können wir auch die Meisterschaft gewinnen."

Vor allem von seinem Sorgenkind des Vorjahres erwartet der Brite eine Steigerung. Lewis Hamilton sei 2011 auch hinter seinen eigenen Erwartungen zurückgeblieben. "Es stellt an sich selbst sehr hohe Anforderungen. Er hat im vergangenen Jahr drei Rennen gewonnen, aber das ist nicht das, was er von sich selbst erwartet."

"Wenn du in einer Saison hinter deinen Erwartungen zurückbleibst, solltest du als Profisportler jeden Aspekt deines Lebens untersuchen, um herauszufinden, wo du besser werden kannst", sagt Whitmarsh. Das hat Hamilton seiner Meinung nach getan. Nachdem er sein Privatleben wieder geordnet hat, stehe nun die Formel 1 wieder eindeutig im Mittelpunkt: "Ich glaube man konnte bei den Tests sehen, dass er voll auf seine Hauptaufgabe konzentriert ist: Seinen Teamkollegen und alle anderen zu schlagen."

Fotoquelle: xpb.cc

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