Bringt Lewis Hamilton seine Karriere diese Saison wieder in Schuss

Formel 1 2012

— 13.03.2012

Hill: "Hamilton wuchs als Produkt auf"

Damon Hill versteht, dass Lewis Hamilton aus seiner künstlichen Umgebung ausbrechen will und sieht die Verpflichtung von Didier Coton als richtigen Schritt

Ex-Formel-1-Weltmeister Damon Hill ist davon überzeugt, dass Lewis Hamilton dieses Jahr stärker in Erscheinung treten wird als 2011. Im Vorjahr machte der Weltmeister 2008 eine Reihe von Fahrfehlern und war in Kollisionen verwickelt - er gab im Zuge des Grand Prix von Abu Dhabi überraschend offen zu, dass ihm das perfekte Umfeld fehlt, auf das sich sein Teamkollege Jenson Button verlassen kann.

"Ich hoffe wirklich, dass Lewis gefunden hat, wonach er suchte", sagt Hill gegenüber dem 'Daily Star'. "Es macht auf jeden Fall den Anschein, als hätte er sich stabilisiert." In der Winterpause hat der McLaren-Pilot sein Umfeld neu geordnet: Mit dem Belgier Didier Coton greift er nun auf einen ständigen Betreuer zurück, der schon Mika Häkkinen den Rücken freihielt, und Olivier Panis und Alex Wurz managte.

Warum Coton der Richtige ist

Im Vorjahr war Hamilton von ständig wechselnden Vertretern von Beckham-Manager Simon Fullers Firma XIX Entertainment unterstützt worden, was für Unruhe sorgte. "Im Vorjahr war alles etwas durcheinander", findet Hill und glaubt, dass Coton der richtige Mann für Hamilton ist. "Das ist ein brillanter Schritt. Er gibt ihm Sicherheit und kann helfen."

Auch Hill, der jahrelang Michael Schumachers größter Herausforderer war, kennt die Belastungen der Formel 1. "Da brauchst du jemanden, der den Sport und seine Komplexität versteht, der einem Fahrer Tipps geben kann, wie man gewisse Situationen, die plötzlich auftreten, am besten bewältigt." Obwohl Hamilton laut dem Briten "ein unglaublich talentierter Fahrer" ist, kann er es sich nicht leisten "abgelenkt zu sein. Auch er muss den Haushalt bewältigen."

Umgebung der Gehirnwäsche

Im Gegensatz zu Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ist Hill aber nicht der Meinung, dass es der richtige Schritt wäre, wenn Hamilton seinem Vater Anthony Hamilton, der lange Zeit als Manager agierte, wieder mehr Verantwortung übertragen würde. "Wenn jemand seit jungen Jahren als Produkt aufwächst, dann ist ein Bruch unausweichlich, denn es handelt sich um eine künstliche Entwicklung", sagt Hill.

"Es handelt sich um eine gluckenhaften Umgebung. Es handelt sich beinahe um so etwas wie Gehirnwäsche - und das ist für niemanden gesund. Wer würde da nicht sagen: 'Lasst mich in Ruhe!'? Ich sehe das als großes Problem für Lewis. Er muss sein Leben in die Hand nehmen - und das tut er ja jetzt auch."

Der ehemalige Williams-Pilot sieht Parallelen zum ebenfalls dunkelhäutigen Golf-Star Tiger Woods, der zuletzt in private Turbulenzen geriet. "Er war auch ein Wunderkind - und das ist das Problem."

Fotoquelle: xpb.cc

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