Kopfnuss oder Vertrauensbeweis? Stefano Domenicali und Luca di Montezemolo

Formel 1 2012

— 13.03.2012

Domenicali: "Genieße Montezemolos Vertrauen"

Bei Ferrari wird die Luft aufgrund der fehlenden Erfolge immer dünner, doch Teamchef Stefano Domenicali spielt auf Zeit und sieht seinen Kopf derzeit nicht in Gefahr

Im Vorjahr musste Langzeit-Technikchef Aldo Costa bei Ferrari seinen Hut nehmen. Als Teamchef Stefano Domenicali die Entscheidung argumentierte, wurde er gefragt, ob er Angst habe, dass er der nächste sein könnte. Domenicali meinte, dass ihm klar sei, dass man bei Ferrari zum Siegen verdammt sei.

Jetzt - fast ein Jahr später - droht bei der Scuderia wieder Ungemach. Der neue F2012 gibt der Truppe um Neo-Technikchef Pat Fry Rätsel auf - die Testfahrten wurden zur großen Enttäuschung. Und der Ferrari-Kessel steht erneut unter enormem Druck. Dennoch bemüht sich Domenicali derzeit darum, die Panik in Maranello zu minimieren, und behauptet gegenüber der 'Gazzetta dello Sport', dass er nach wie vor "das Vertrauen von Präsident Montezemolo" genießt.

Domenicali spielt auf Zeit

Der Mann aus Imola findet, dass die derzeitige Kritik an seinem Team verfrüht ist: "Ich bin nicht derjenige, der das Auto designt. Mein Job ist es, den Leuten in Sachen Organisation und Struktur alles zu geben, was sie brauchen. Ich habe meiner Mannschaft immer Zeit und Vertrauen gegeben. Wir haben noch nicht einmal angefangen und jetzt werden die Leute bereits in Zweifel gestellt? Beenden wir bitte diese Diskussion!"

Tatsächlich hat Ferrari beim neuen Auto keinen Stein auf dem anderen gelassen. Fry ging beim F2012 vor allem für die Truppe aus Maranello, die in den vergangenen Jahren sehr konservativ agierte, völlig neue Wege. Zudem gab es intern in der vergangenen Saison auch abgesehen von der Beförderung von Fry zum Technikchef einige Umstrukturierungen. In Anbetracht dieser Umstände klingt es einleuchtend, dass Ferrari noch etwas Zeit braucht, um sich zu reformieren.

Sind die Lösungen bereits auf dem Weg?

Wenn aber bis zum Auftakt der Europa-Saison keine Fortschritte erzielt werden, sind personelle Konsequenzen nicht mehr auszuschließen. Domenicali bittet jedenfalls um Geduld und warnt davor, die Testergebnisse zu überbewerten: "Es gibt zu wenige Tests - und die sind leider in der Öffentlichkeit", grinst er. "Ich würde aber noch warten, bevor ich Schlüsse über den Titelkampf ziehe."

Zumal Lösungen bereits in Sicht sind: "Laut der Fahrer hat der F2012 einige negative Elemente, aber auch ein paar positive. Die Probleme wurden identifiziert, und ich hoffe, dass sie bald gelöst werden können."

Fotoquelle: Ferrari

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