Eddie Irvine war noch nie ein großer Fan von Michael Schumacher

Formel 1 2012

— 15.03.2012

Irvine: Schumacher ist wie Cola ohne Kohlensäure

Eddie Irvine rät Michael Schumacher wieder einmal zum Rücktritt und glaubt, dass Sebastian Vettel im WM-Kampf nur Lewis Hamilton als Gegner hat

Zwischen 1996 und 1999 war Eddie Irvine bei Ferrari Teamkollege von Michael Schumacher, Land sah er gegen den deutschen Superstar aber nie. Trotzdem wäre es ihm 1999 nach Schumachers Verletzungspause beinahe gelungen, nach 20 Jahren erster Ferrari-Weltmeister zu werden. Zu Schumacher, für den er oft "Wasserträger" spielen musste, hat er schon lange ein gespaltenes Verhältnis.

Daran hat sich nichts geändert: "Michael sollte meiner Meinung nach nicht mehr hier sein", schreibt Irvine in einem Gastbeitrag für 'Autosport'. "Was macht er noch hier? Ist doch peinlich. Als er nach dem ersten Jahr nicht auf Speed kam, war klar, dass er nicht mehr der Alte ist. Er ist einer der größten Fahrer aller Zeiten, aber er kann Rosberg nicht schlagen! Nicht falsch verstehen, Rosberg ist ein verdammt guter Fahrer, aber er ist nicht so gut wie Michael in seinen besten Jahren."

"Den besten Vergleich, den ich dazu aufstellen kann, ist eine Cola ohne Kohlensäure. Wer will die schon?", fragt sich der 46-jährige Brite. "Die Leute können sagen, dass es Stallorder war oder dass ihn Rosberg zerstört hat, weil ihm ein anderes Setup lieber ist oder weil Michael mit den Reifen nicht zurechtkommt, aber Tatsache ist: Der Kerl ist 43 und war nicht einmal mehr auf dem Höhepunkt, als er noch aktiv war. Schon damals tat er sich gegen Massa schwer."

Was die morgen mit zwei Freien Trainings beginnende Formel-1-Saison 2012 angeht, rechnet Irvine nicht mit großen Kräfteverschiebungen. Zwar traut er Mark Webber eine Steigerung zu und Jenson Button eine weitere starke Saison, aber Sebastian Vettel wird es seiner Meinung nach gelingen, als erst dritter Fahrer der Geschichte dreimal hintereinander Champion zu werden. Das haben bisher nur Juan Manuel Fangio und Schumacher geschafft.

"Adrian Newey ist der beste Designer da draußen und Vettel der beste Fahrer", begründet Irvine, der Lewis Hamilton nicht mehr ganz so hoch einschätzt: "Ich war ein großer Fan von Lewis, aber jetzt frage ich mich manchmal, was zur Hölle er mit manchen seiner Manöver will. Aber hoffen wir, dass er sich wieder fängt, denn Lewis in Topform ist meiner Meinung nach der einzige Fahrer, der Vettel den Titel wegnehmen kann."

Fotoquelle: xpb.cc

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