Lewis Hamilton untermauerte seine Stellung als Mitfavorit mit Bestzeit

Formel 1 2012

— 17.03.2012

Hamilton Schnellster, deutsche Stars im Kies

Lewis Hamilton sichert sich die Bestzeit im dritten Training in Melbourne vor Romain Grosjean - Sebastian Vettel und Michael Schumacher mit Fahrfehlern

Traumhafte Bedingungen am zweiten Trainingstag zum Grand Prix von Australien in Melbourne - und zum ersten Mal erschließt sich zumindest ein wenig, wie das wahre Kräfteverhältnis zu Beginn der Formel-1-Saison 2012 Formel-1-Tippspiel: Jetzt gratis registrieren und mitspielen! aussehen könnte. Schnellster waren aber nicht etwa die deutschen Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull) oder Michael Schumacher (Mercedes), sondern Lewis Hamilton (McLaren).

Vettel (nach 45 von 60 Minuten) und Schumacher (neun Minuten später) leisteten sich stattdessen Fahrfehler und gruben sich jeweils ohne Einschlag so tief ins Kiesbett ein, dass sie nicht mehr weiterfahren konnten. "Ich stecke im Kies fest. Kurve sechs", meldete Vettel am Boxenfunk. Letztendlich belegte er nach zwölf Runden Platz sieben, mit gut einer halben Sekunde Rückstand. Allerdings hatte er keine Gelegenheit mehr, die weichen Reifen auszuprobieren.

Mercedes weiterhin gut unterwegs

Schumacher schon. "Wir werden am Anfang etwas leichter fahren und dann eine Rennvorbereitung vornehmen", hatte Mercedes-Sportchef Norbert Haug vor der Session angekündigt. "Die Strecke wird am Ende der Stunde sicherlich schneller sein - da kann man um circa eine Sekunde schneller fahren." Seine Schützlinge landeten auf den Plätzen fünf und sechs, mit 0,248 (Rosberg) beziehungsweise 0,397 (Schumacher) Sekunden Rückstand.

Nach der Freitagsbestzeit hatte Haug noch gemutmaßt, dass man daraus "sicher nicht die Pole-Position ableiten" könne. Stand heute scheint Mercedes zur Spitzengruppe zu gehören, aber die ist deutlich umkämpfter als in der vergangenen Saison. Denn während mit Hamilton einer der großen Favoriten in 1:25.681 Minuten Bestzeit markierte, landete mit Romain Grosjean (+0,077) ein heißer Außenseiter auf Platz zwei.

Grosjeans Lotus-Teamkollege Kimi Räikkönen lieferte eine unauffällige Performance ab und landete mit einer Sekunde Rückstand auf Rang zwölf. Der Finne experimentierte während der Session noch mit verschiedenen Einstellungen herum: "Wir haben seine Lenkung auf das ursprüngliche Setup zurückgebaut", berichtet die Lotus-Crew. "Im ersten Training haben wir etwas anderes ausprobiert, aber Kimi mochte das nicht besonders."

Ferrari unter ferner liefen

Eine herbe Enttäuschung zeichnet sich indes für Ferrari ab: Während Felipe Massa (18./+2,342) wieder einmal einen Dreher fabrizierte, fightete Fernando Alonso sichtlich mit dem Fahrverhalten des bockigen F2012. "Typisch Alonso: Er will nicht einsehen, dass das Auto nicht geht", sagt Experte Marc Surer. Unterm Strich steht für den Weltmeister der Jahre 2005 und 2006 der 16. Platz zu Buche. Rückstand: 1,642 Sekunden!

Im Q2-Mittelfeld zeichnet sich der erwartet enge Kampf zwischen Teams wie Williams, Sauber, Toro Rosso und Force India (in der Reihenfolge des bestplatzierten Piloten) ab. Relativ klar scheint indes schon jetzt zu sein, dass die 2010 in die Formel 1 eingestiegenen Rennställe Caterham, Marussia und HRT wieder das Schlusslicht bilden. HRT hätte im dritten Freien Training übrigens nicht einmal die 107-Prozent-Hürde genommen.

Timo Glock (Marussia) landete mit fünf Sekunden Rückstand auf dem 21. Platz, eine halbe Sekunde vor Teamkollege Charles Pic, aber zwei Sekunden hinter Witali Petrow im Caterham. Da half es auch nichts, dass sein Team mit FloViz-Farbe auf Frontflügel und Radaufhängung experimentierte - ein Indiz dafür, dass man noch viel Testarbeit nachholen muss. Vor dem ersten Qualifying steht aber nur eines wirklich in Stein gemeißelt: "Es wird spannend", ist sich Experte Surer sicher.

Fotoquelle: McLaren

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