Sebastian Vettel ist sich bewusst, dass er das maximal Mögliche geholt hat

Formel 1 2012

— 18.03.2012

Red Bull wie ausgewechselt: Vettel im Rennen Zweiter

Nach der enttäuschenden Qualifikation am Samstag war Red Bull im Rennen deutlich stärker unterwegs und sicherte sich die Positionen zwei und vier

Nach der enttäuschenden Qualifikation am Samstag, in der Red Bull um rund sieben Zehntelsekunden langsamer war als McLaren, präsentierte sich das Weltmeisterteam im Rennen zum Großen Preis von Australien im Albert Park von Melbourne deutlich konkurrenzfähiger.

Beide Piloten starteten eine Aufholjagd, die jedoch weder für Sebastian Vettel noch für Mark Webber reibungslos verlief - dafür profitierte man später von einer Safety-Car-Phase. Am Ende gelang es dem amtierenden Weltmeister, Lewis Hamilton zu knacken und 2,139 Sekunden hinter Button als Zweiter ins Ziel zu kommen. Teamkollege Webber reihte sich wiederum um 0,472 Sekunden hinter Hamilton ein und belegte den vierten Rang.

McLaren und Red Bull in eigener Liga

Ein Blick auf die schnellsten Rennrunden zeigt, dass McLaren und Red Bull zumindest beim Saisonauftakt in Melbourne in einer eigenen Liga spielten. Die McLaren-Piloten nahmen die Konkurrenz in der Tabelle der schnellsten Rennrunde in die Zange. Vettel fehlten 0,230 Sekunden auf Button, Webber 0,251 und Hamilton 0,351 Sekunden. Williams-Pilot Pastor Maldonado folgte mit 1,067 Sekunden Rückstand bereits abgeschlagen auf Position fünf.

"Ich bin heute für mich selbst sehr glücklich", so Vettel. "Das war meiner Meinung nach das Maximum, das wir erreichen konnten. Ich habe mich im Auto wohl gefühlt. Selbst ohne das Safety-Car denke ich, dass ich eine gute Chance gehabt hätte, Lewis Hamilton gegen Ende anzugreifen, da wir uns nahe kamen. Als er an die Box ging, entschied ich mich dazu, auf der Strecke zu bleiben, und wir hätten es selbst ohne dass Safety-Car sicherlich probieren können."

Tolle Zweikämpfe mit Mercedes-Piloten

"Meiner Meinung nach war dies ein großartiges Rennen, es hat viel Spaß gemacht. Ich hatte zunächst einen guten Start und wurde durch Nico überrascht, welcher einen sehr guten Start hatte und vorbeikam. Ich überholte ihn erneut, was ein großartiges Manöver war. Das war am Limit."

"Hinter Michael leistete ich mir einen Fehler und flog in der ersten Kurve von der Strecke. Als ich ihm nahe war, machte er dann exakt dasselbe, was gut war. Gratulation an McLaren und Jenson. Ich denke, dass er ein fantastisches Rennen fuhr und heute unschlagbar war."

Platz zwei war das Maximum

"Ich bin sehr glücklich, dass ich den zweiten Platz geholt habe. Das sind eine Menge Punkte. Nach dem gestrigen Tag glaube ich, dass die Leute das nicht erwartet haben. Wir hatten im Rennen ein besseres Auto und es scheint viel Potenzial zu haben. Nun liegt es an uns, dieses zu nutzen. Danke an alle, welche so viel Druck und dieses Rennergebnis heute möglich gemacht haben."

"Aus dem heutigen Tag kann man ein paar positive Dinge mitnehmen", so Webber. "Das Qualifying war für uns schwierig, aber die Geschwindigkeit im Rennen war heute besser. Es war einfach so, dass wir nicht die richtige Position auf der Strecke hatten. Wir hatten im Rennen ein sehr gutes Tempo. Zuweilen waren wir das schnellste Auto auf der Strecke."

"Red Bull darf mit diesem Rennen sicher zufrieden sein. Wir wurden heute von McLaren geschlagen. Sie haben gute Arbeit geleistet. Wir hatten wahrscheinlich erwartet, eine etwas schwierigere Aufgabe vor uns zu haben. Andere hatten mehr Probleme als wir. Jetzt freue ich mich einfach auf den nächsten Kampf in einer Woche."

Starts bleiben Webbers Problem

"Mein Start war schwach, ich muss aus diesem Grund schauen, was dort passiert ist. Anschließend wurde ich in der ersten Kurve eingequetscht. Ich wollte nicht, dass das Rennen vorbei ist. Ich war in der Lage, weiterzufahren, und habe das Rennen von dort aus in Angriff genommen."

"Auf den weicheren Reifen fühlte sich das Auto auf dem ersten Abschnitt ziemlich knifflig an, und ich fragte mich, ob ich aus der ersten Kurve eine Beschädigung mitgenommen habe. Auf den harten Reifen habe ich dann jedoch wieder ins Rennen zurückgefunden. Mit dem Safety-Car hatten wir etwas Glück und ich war am Ende schneller als Lewis."

Bei Hamilton war für Webber Schluss

"Aber dies ist eine Strecke, auf der das Überholen schwierig ist. In Malaysia wäre es eine andere Angelegenheit gewesen. Wir haben heute eine starke Vorstellung geboten. Für Red Bull war es ein guter Tag angesichts der Tatsache, was wir gestern Nacht ins Bett mitgenommen haben. Wir lagen etwas zurück, aber das war heute ein gutes Comeback. Es war ein starker Staat."

"Nach einem schwierigen Start gestern haben wir heute von Sebastian und Mark starke Rennen gesehen", freut sich Teamchef Christian Horner. "Nachdem er die erste Kurve überstand, zeigte Sebastian an Rosberg ein sehr gutes Manöver und begann dann die Jagd auf Michael, der vor ihm abflog. Dann begann er auf die McLaren aufzuholen, vor dem Safety-Car hat er die Lücke auf Lewis zugefahren."

Webber bleibt Fan der härteren Reifen

"Während des zweiten Rennabschnitts ist er auf die weicheren Reifen gewechselt, nicht auf die harten, und das Safety-Car kam auf die Strecke. Wir schafften es, Sebastian an die Box zu holen und kam genau vor Hamilton wieder auf die Strecke. Jenson war einfach dieses gewisse Etwas zu schnell, besonders beim Restart. Trotzdem war es von Sebastian eine großartige Aufholjagd, als Zweiter und auf dem Podium ins Ziel zu kommen."

"Was Mark betrifft, so war er zu einem Zeitpunkt das schnellste Auto auf der Strecke, nachdem er erst einmal an Rosberg und Alonso vorbei gefahren war und freie Bahn vor sich hatte. Er wechselte auf den härteren Reifen, also das Gegenteil von Sebastian, da er von gestern noch einen zusätzlichen neuen Satz übrig hatte."

Safety-Car brachte beide Fahrer nach vorn

"Einmal mehr war das während des Safety-Cars die richtige Entscheidung, die ihn genau hinter Hamilton brachte. Man konnte sehen, wie entschlossen er in den letzten zehn Runden war. Er versuchte alles, um Lewis zu überholen, sodass er hier in Australien auf dem Podium stehen kann. Unglücklicherweise hat er es nicht ganz geschafft. Es war jedoch eine großartige Aufholjagd, dank der wir mit zwei Autos auf den Positionen zwei und vier ins Ziel gekommen sind."

"Sebastian hatte einen sehr guten Start", so Cyril Dumont von Renault. "Der Start von Mark war nicht so gut, aber er zeigte während des Rennens eine gute Aufholjagd. Von beiden Fahrern war es ein solides Rennen. Die Geschwindigkeit war mit viel Benzin an Bord vorhanden, es ist aus diesem Grund schade, dass wir uns gestern nicht besser qualifizierten. Ich hätte heute gerne auch Mark auf dem Podium gesehen, aber der vierte Rang ist ein gutes Ergebnis, und Sebastian ist Zweiter. Wir werden beim kommenden Rennen stärker auftreten."

Fotoquelle: xpbimages.com

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