Button freute sich über den Sieg - Hamilton musste sich geschlagen geben

Formel 1 2012

— 18.03.2012

McLaren: Beeindruckender Saisonstart von Jenson Button

Button kontrollierte den Saisonauftakt in Melbourne vom Start bis ins Ziel und holte sich den ersten Saisonsieg - Hamilton als Dritter ebenfalls auf dem Podium

Das McLaren-Team erlebte beim Saisonauftakt im australischen Melbourne ein fast perfektes Rennen. Jenson Button setzte sich gleich am Start in Führung und kontrollierte das Rennen vom Start bis ins Ziel.

Teamkollege Lewis Hamilton musste schnell anerkennen, dass er mit der Geschwindigkeit seines Teamkollegen im Gegensatz zum Qualifying nicht mithalten kann. Am Ende kam ihm noch die Safety-Car-Phase in die Quere. Da er zuvor an die Box gekommen war, verlor er viel Zeit auf Vettel, der zum Reifenwechsel kommen konnte, als das Safety-Car auf der Strecke war.

Auch die schnellste Rennrunde von 1:29.187 Minuten gehörte am Ende Jenson Button. Er war damit um 0,230 Sekunden schneller als Vettel und um 0,351 Sekunden schneller als Teamkollege Hamilton.

"Jeder Sieg bedeutet eine Menge", so Button. "Der heutige Tag zeigt einfach, wie wichtig es war, einen starken Winter zu haben. Die Starts der beiden vergangenen Saisons waren für uns beide sehr schwierig, das war heute aus diesem Grund wirklich ermutigend. Die Jungs an der Strecke und alle Männer und Frauen zuhause in Woking haben unglaubliche Arbeit geleistet, um uns hier hinzubekommen."

"Der heutige Tag bedeutet mir viel. Ich bin mir sicher, dass er auch ihnen viel bedeuten wird. Er macht all die Überstunden, die am Vormittag geleistet wurden, noch wertvoller, denn wir wissen, dass wir mit diesem Auto großartige Dinge erreichen können."

"Am Start wollte ich wirklich in den ersten beiden Runden schnell davon ziehen, um die Bedrohung von DRS zu verhindern. Das war nicht einfach, denn ich hatte Lewis direkt hinter mir. Aber danach verlief das Rennen reibungslos. Meine größte Sorge war das späte Safety-Car. Ich hatte einen Vorsprung von zehn Sekunden, der ziemlich gesund war, aber das Safety-Car reduzierte diesen auf gar nichts."

"Und da es sechs Uhr abends war und die Sonne unterging, war es ziemlich schwierig, die Reifen auf Temperatur zu halten als wir hinter dem Safety-Car fuhren. Das bereitete mir große Sorgen, aber schlussendlich ist es gut gegangen. Ich konnte mich von Sebastian und der DRS-Zone ziemlich schnell absetzen, war in der Lage, einen Vorsprung herauszufahren und diesen bis zum Ende zu halten."

"Es gibt viele positive Dinge, die wir aus diesem Wochenende mitnehmen können. Wir verfügen über ein großartiges Auto und können um die Weltmeisterschaften kämpfen. Dies ist ein perfekter Start in meine Saison und ich freue mich wirklich schon auf Malaysia."

"Gratulation an Jenson und das gesamte Team zu einem großartigen Ergebnis heute", so Hamilton. "Während es etwas enttäuschend ist, nicht in der Lage gewesen zu sein, die Pole-Position in den Sieg zu verwandeln, bin ich nicht niedergeschlagen. Es liegen noch jede Menge Rennen vor uns und mehrere Möglichkeiten, um Punkte zu holen."

"Ich hatte dort draußen etwas zu kämpfen - es war nicht mein Tag. Am wichtigsten ist jedoch, dass wir heute gezeigt haben, dass wir über einen sehr schnellen Rennwagen verfügen. Das ist für das Team wirklich positiv."

"Ich bin mir nicht sicher, was am Start passiert ist, aber ich verlor an Boden und litt gegen Ende des ersten Rennabschnitts an sich abnutzenden Reifen. Am Ende des Rennens war ich nicht in der Lage, den Rückstand auf Sebastian zu reduzieren. Er war auf dem Geraden sehr schnell, was bedeutete, dass es sowieso schwierig gewesen wäre, ihn zu überholen. Also fiel ich in etwas sauberere Luft zurück. Anschließend setzte mich Mark unter Druck."

"Ich werde mich nun einfach neu fokussieren, mich konzentrieren und auf das kommende Rennen blicken. In den Weltmeisterschaften geht es vor allem um Konstanz, das werde ich zum Ziel haben."

"Jenson war heute absolut makellos", so Teamchef Martin Whitmarsh. "Er legte einen brillanten Start hin, zog an Lewis vorbei, der etwas an Schwung verlor, und danach kontrollierte er das Rennen mit vollendeter Verlässlichkeit."

"Auch Lewis fuhr extrem gut, aber er verlor unglücklicherweise den zweiten Platz, als das Safety-Car spät im Rennen auf die Strecke gerufen wurde. Lewis wollte natürlich nicht von Jenson und Sebastian geschlagen werden. So ist er nun einmal, so muss er auch sein. Lewis Hamilton wäre niemals so gut, wenn er sich mit Niederlagen anfreunden könnte. Ich schätze, dass sich Lewis jetzt schon ausmalt, wie er am kommenden Wochenende zurückschlägt."

"Das Safety-Car hat Sebastian ein Geschenk von einigen Sekunden gemacht. Ohne dies hätten wir den Doppelsieg wohl sicher gehabt. So ist das eben mit Safety-Cars. Heute hatten wir etwas Pech, aber in der kommenden Woche läuft es dann vielleicht schon wieder zu unseren Gunsten. Ein McLaren-Doppelsieg war zum Greifen nahe, aber ich würde sagen, dass es ein sehr gutes Zeichen ist, wenn man über die Positionen eins und drei ein wenig enttäuscht ist, damit können wir leben."

"Jenson hatte als Führender die freie Wahl, er konnte frei entscheiden, wann er stoppen will. Sobald ein Polster von sechs Sekunden zwischen den Autos ist, kann auch das andere Fahrzeug in der gleichen Runde hereinkommen. So etwas haben wir geübt. Das geht eigentlich immer auf."

"Wir unterschätzen unsere Gegner nie, und ohne Zweifel liegt zwischen dem heutigen Tag und dem Ende der Saison eine lange und harte Strecke vor uns. Aber wir sind gut gestartet und in ein paar Tagen werden wir nach Sepang, Malaysia gehen, und werden hungrig darauf sein, diesen Sieg zu wiederholen."

"Ich möchte mich bei allen nicht nur bei McLaren-Mercedes bedanken, sondern auch bei Mercedes AMG HighPerformancePowertrains für eine fantastische Anstrengung während den vergangenen paar Wochen und Monaten. Wir haben alle unglaublich hart gearbeitet, und heute hat sich all diese harte Arbeit in der Abendsonne im Albert Park von Melbourne bezahlt gemacht."

Fotoquelle: xpbimages.com

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