Danica Patrick macht sich nichts aus der Formel 1, sondern fährt lieber NASCAR

Formel 1 2012

— 19.03.2012

Danica Patrick: "Ich wollte den Test gar nicht"

Die US-amerikanische Rennfahrerin Danica Patrick erklärt, warum sie einen Formel-1-Test in den Wind schlug: "Mir war es nicht sehr ernst damit"

Kann eine Frau in der Formel 1 konkurrenzfähig sein? Darüber wird mit schöner Regelmäßigkeit spekuliert, denn bisher blieben weibliche Rennfahrer eben diesen Beweis schuldig. Überhaupt traten in der langen Geschichte der Formel 1 erst fünf Pilotinnen zu einem Grand Prix an, nur eine der Damen punktete. Und Danica Patrick lehnte einen Test im Formel-1-Auto sogar dankend ab.

Dabei wurden der US-amerikanischen Rennfahrerin in den vergangenen Jahren die besten Chancen eingeräumt, in der Formel 1 ähnlich durchzustarten wie in der IndyCar-Meisterschaft. Dort brachte es Patrick immerhin auf einen Laufsieg. Nun versucht sie sich in der NASCAR - und eben nicht in der Formel 1. Letztere habe sie nicht gereizt, betont Patrick rückblickend. Deshalb blieb es bei Gerüchten.

Patrick verzichtet auf den Formel-1-Test

"Diese wurden über die Jahre nicht durch Gespräche mit mir unterfüttert, sondern meistens lief es so, dass irgendjemand etwas in die Welt setzte", sagt Patrick. Ein konkretes Angebot lag der 29-Jährigen aber sehr wohl vor: Für Honda hätte Patrick vor einigen Jahren eine Probefahrt absolvieren können, doch zu einem solchen Test kam es nicht. Patrick lehnte ab und konzentrierte sich auf die IndyCars.

"Mir war es einfach nicht sehr ernst damit, tatsächlich auch für sie anzutreten", erklärt Patrick. "Ich wollte mich dann nicht in eine Position bringen, in der ich das Auto fahre und Zeit verschwende, ohne letztendlich damit ins Rennen zu gehen. Und was wäre, wenn ich keine gute Figur gemacht hätte?", fragt die US-Amerikanerin. Damit hätte sie ihrer Karriere wahrscheinlich mehr geschadet als geholfen.

Patrick sieht das ähnlich. "Es wäre wirklich schade gewesen, wenn ich es getan hätte", findet sie. "Wenn du nämlich eigentlich nicht dort fahren willst, hättest du viel verlieren und nur wenig gewinnen können. Deshalb wollte ich den Test gar nicht erst bestreiten." Andere Damen stellten sich einem Test jedoch sehr wohl: In den vergangenen zehn Jahren fuhren gleich drei Frauen in einem Formel-1-Auto.

Lella Lombardi ist die einzige Frau in den Punkten

Sarah Fisher machte 2002 den Anfang, als sie für McLaren einige Demorunden drehte. Katherine Legge absolvierte 2005 einen Test für das Minardi-Team, das heute als Toro Rosso in der Formel 1 firmiert. Die bisher letzte weibliche Cockpitbesetzung war Maria de Villota 2011 bei Renault - ebenfalls im Rahmen von Probefahrten. Die letzte Rennteilnahme einer Dame liegt schon weit zurück.

Lella Lombardi ist bis heute die letzte Frau, die bei einem Formel-1-Grand-Prix am Start war. Und das war 1976 beim Österreich-Rennen, das sie auf dem zwölften Platz beschloss. Die Italienerin ist jedoch auch die einzige Rennfahrerin, die jemals in der Formel 1 in die Punkteränge fuhr. Für ihren sechsten Platz im Abbruch-Rennen von Spanien 1975 erhielt Lombardi im March ihre einzigen 0,5 WM-Zähler.

Lombardi hält übrigens auch den "Rekord" für die meisten Formel-1-Rennteilnahmen einer Frau: Bei 17 Versuchen qualifizierte sie sich zwölfmal für einen Grand Prix. Ihre italienische Landsfrau Maria Teresa de Filippis hatte in den 1950er-Jahren insgesamt drei Rennen bestritten. Divina Galica, Desire Wilson und Giovanna Amati versuchten sich bis 1992 ebenfalls am Qualifying, scheiterten aber alle.

Fotoquelle: xpb.cc

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