Noch vor der ersten Kurve schob sich Nico Rosberg an Romain Grosjean vorbei

Formel 1 2012

— 19.03.2012

Rosberg: Super Start dank "Hammer-Einstellungen"

Bis kurz nach dem Start verlief Nico Rosbergs Rennwochenende fast nach Plan, doch dann "fraß" sein Mercedes die Reifen - Uneinigkeit über Schuldfrage bei Perez-Unfall

Nach den ermutigenden Ergebnissen der Wintertests waren alle Fans des Mercedes-Teams darauf gespannt, in welcher Form sich die Silberpfeile beim Saisonauftakt im Melbourne präsentieren würden. Und während der freien Trainingssitzungen und in der Qualifikation wurde der positive Eindruck bestätigt, was bei Nico Rosberg für fast schon euphorische Stimmung sorgte.

"Das Wochenende fing richtig gut an", sagt der Deutsche in seinem Video-Blog. "Im Qualifying in Q2 habe ich noch gedacht 'Oh, jetzt geht richtig was', als ich Erster war." Im dritten Abschnitt der Qualifikation konnte der 26-Jährige dann jedoch nicht die gewünschte Platzierung erzielen. "In Q3 habe ich leider einen kleinen Fehler gemacht. Dadurch war ich dann nur Siebter anstatt Dritter, was drin gewesen wäre."

Ärgern dürfte Rosberg auch, dass sich Teamkollege Michael Schumacher auf Startplatz vier qualifizierte. Nachdem Rosberg Schumacher im Vorjahr in 16 von 19 Qualifikation geschlagen hatte, setzte es nun gleich zum Beginn der Saison die erste Trainingsniederlage. Doch der Frust war bei Rosberg unmittelbar nach dem Rennstart wieder verflogen.

Drei Plätze am Start gewonnen

"Von Sieben hatte ich einen super Start, mein Ingenieur hat mir da wirklich Hammer-Einstellungen gemacht", bedankt sich der Deutsche bei seinem Techniker. Durch den guten Start konnte er sich gleich einige Plätze nach vorne schieben. "Ich bin in der ersten Kurve an Grosjean und außen an Sebastian vorbei bis auf Platz vier, das hat super geklappt."

Damit waren jedoch die Glückmomente in Melbourne schon erschöpft. "Ab dann war es sehr schwierig mit dem Auto. Wir haben ein gutes Auto, die Basis stimmt, aber wir haben die Reifen überarbeitet", erklärt Rosberg den Rückfall im Rennen. Damit bestätigte sich eine Tendenz, die sich schon während der Longruns bei den Tests angedeutet hatte. Für alle Mercedes-Fans muss diese Aussage darüber hinaus wie ein Déjà-vu klingen. Schon im Vorjahr war der hohe Reifenverschleiß im Rennen eines der Hauptprobleme der Mercedes.

Daher ist für Rosberg klar: "Da müssen wir uns verbessern." Allerdings tappt das Team bei der Lösung des Problems noch im Dunkeln, wie der Wiesbadener eingestehen muss. "Wir verstehen es leider noch nicht so ganz, das macht es etwas schwierig." Dennoch ist er zuversichtlich: "Wir werden schon hinkommen, denn die Basis passt."

Plattfuß beendet Rosbergs Rennen

Trotz des schwierigen Rennens lag Rosberg kurz vor Ende auf sicherem Punktekurs, doch dann brachte ihn eine Kollision mit Sauber-Pilot Sergio Perez um den Lohn seiner Arbeit. "Ich war eigentlich schon vorbei, das wäre ein sechster Platz gewesen, was okay gewesen wäre", ärgert sich Rosberg. "Er hat sich aber schon auf der Geraden sehr stark hin und her bewegt, das war nicht in Ordnung", beschreibt der 26-Jährige die Entstehung des Unfalls.

"Als ich dann vorbei war, hat er mit seinem Frontflügel meinen Hinterreifen geschnitten. Daraufhin hatte ich dann einen Platten, und das war es dann." Über die Schuldfrage konnten sich beide Beteiligten nach Rennende nicht einigen: "Er sagt, ich bin schuld, ich sage, er ist schuld", sagt Rosberg, der daher zu dem Schluss kommt: "Letztendlich ist es einfach ein Renngeschehen und einfach unglücklich."

Fotoquelle: xpbimages.com

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