Im Renntrimm war der VJM05 in Melbourne zu unkonstant

Formel 1 2012

— 20.03.2012

Force India nimmt die Punkteränge ins Visier

Nach dem suboptimalen Rennen zum Saisonauftakt will Force India in Malaysia mit beiden Fahrern die Punkteränge in Angriff nehmen

Mit einem WM-Punkt, den sich Paul di Resta kurz vor der Ziellinie sichern konnte, reiste Force India aus Melbourne nach Malaysia. Dabei wäre für das britisch-indische Team mehr drin gewesen, nachdem Nico Hülkenberg bei seiner Rückkehr in die Formel 1 vom achten Startplatz ins Rennen gegangen war. Doch das Melbourne-Pech blieb dem Deutschen treu. Wie schon 2010, war auch in diesem Jahr sein Rennen nach einem Unfall schon nach einer halben Runde beendet.

"Der australische Grand Prix war ein ereignisreiches Rennen und für die Fans ein Vergnügen", fasst Teamchef Vijay Mallya den Saisonauftakt treffend zusammen. "Es war sehr schade, dass Nico gleich in Probleme geraten ist und das Rennen in der ersten Runde beenden musste. Sowas passiert im Motorsport. Es war ein brutales Ende eines für ihn exzellenten Wochenendes."

Hülkenberg selbst ist froh, dass er den Frust von Melbourne schon nach wenigen Tagen wieder aktiv verarbeiten darf. "Zum Glück folgt nach einer Woche schon das nächste Rennen, denn ich wollte einfach nur zurück ins Auto", sagt der 24-Jährige, der sich im Nachhinein doppelt über seinen Ausfall ärgerte. "Nachdem ich sah, wie sich das Rennen entwickelt hat, war es umso frustrierender, dass ich nicht um Punkte kämpfen konnte. Es hat nicht sollen sein."

Hülkenberg hat noch Fragen

Hülkenberg will jedoch der vergebenen Chance nicht hinterhertrauern, sondern blickt optimistisch voraus: "Hätte, Wenn und Aber zählt nicht, jetzt gilt meine Konzentration nur dem Rennen in Malaysia." Neben der verpassten Chance warf den Deutschen der frühe Ausfall auch beim Lernprozess der Saison 2012 zurück: "Nach dem Wochenende in Melbourne gibt es immer noch ein paar Fragen, auf die ich keine Antwort habe."

"Wegen des Regens am Freitag bin ich nicht mit vollem Tank gefahren, und die Leistung der Reifen während der Longruns kann ich auch noch nicht beurteilen", erklärt Hülkenberg. Daher muss er in diesem Bereich die Hilfe seines Teamkollegen in Anspruch nehmen: "Ich muss mich also auf die Aussagen von Paul und seine Daten verlassen und versuche, daraus so viel wie möglich zu lernen."

Di Resta ist sich der Tatsache bewusst, dass bei seinem überraschenden Punktgewinn in Melbourne der Zufall eine große Rolle gespielt hat: "Wir haben in Melbourne in letzter Sekunde noch einen WM-Punkt gewonnen, allerdings hatten wir da in der Schlussrunde auch ein wenig Glück." Nach dem schwierigen Qualifying, in dem der Schotte nur auf Startplatz 15 gefahren war, verlief auch das Rennen nicht nach Wunsch.

Defizite im Rennen

"Wir hatten ein paar Probleme, konstante Rundenzeiten zu fahren. Ich bin gespannt, ob wir das an diesem Wochenende verbessern können, nachdem die Strecke eine völlig andere Charakteristik hat", sagt di Resta. Diese Hoffnung hat auch sein Teamchef: "Sepang sollte uns zeigen, wo wir stehen. Ich bin optimistisch, dass die Charakteristik der Strecke dem VJM05 mehr entgegenkommt als Melbourne, und dass wir wieder um Punkte kämpfen können", sagt Mallya.

Hülkenberg erklärt, worauf es bei der Abstimmung in Sepang ankommt: "Die Strecke ist eine gute Mischung aus langsamen und schnellen Kurven sowie zwei langen Geraden. Du musst die richtige Balance zwischen hohem Topspeed und hohem Abtrieb finden. Die hohen Temperaturen und die Oberfläche der Strecke sorgen für einen hohen Reifenverschleiß, daher musst du ein Setup finden, welches die Reifen nicht zu sehr beansprucht."

"Nach dem ersten Rennen ist es schwer, ein Urteil zu fällen, aber wir haben in Melbourne eine Menge gelernt und werden in Malaysia versuchen unsere Rundenzeiten im Rennen zu stabilisieren", hofft Teamchef Mallya, der weiß, dass eine fehlerfreie Leistung die Grundvoraussetzung für den Erfolg ist. "Die Teams um uns herum liegen alle sehr dicht beieinander, der kleinste Fehler im Qualifying oder Rennen kann dich eine Menge Plätze kosten. Es geht im Mittelfeld sehr eng zu."

Für die Fahrer ist das Rennen in Sepang physisch eines der anstrengendsten des Jahres. "Neben Singapur ist es das härteste Rennen, einfach wegen der Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit. Während der Fahrt ist es gar nicht so schlimm, da kühlt der Fahrtwind, aber in der Box wird es durch die Wärme des Motors und der Reifen richtig ungemütlich", erklärt di Resta, der zur Akklimatisierung noch am Sonntagabend nach Malaysia geflogen ist. "Sepang wird ein Härtetest für die Fitness, da siehst du erst, ob sich das Training im Winter ausgezahlt hat. Ich fühle mich aber gut in Form."

Fotoquelle: xpbimages.com

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