In Sepang setzt Pirelli seine härtesten Reifenmischungen ein

Formel 1 2012

— 21.03.2012

Pirelli: Harte Reifen für die malaysische Hitze

Mit der harten und mittleren Reifenmischung will Pirelli den hohen Temperaturen und dem rauen Asphalt in Sepang trotzen - Einsatz der Regenreifen nicht unwahrscheinlich

Der Kurs von Sepang ist ein erster Härtetest für die Pirelli-Reifen des Jahrgangs 2012. Das extreme Wetter mit plötzlichen Temperatur-Sprüngen stellt die Pneus vor eine große Herausforderung. Der besonders raue Asphalt der Strecke belastet die Reifen zusätzlich, darüber hinaus müssen sie auf den zwei langen Geraden sowie in mehreren Haarnadelkurven maximale Traktion liefern. Daher kommt in Malaysia erstmals die harte Reifenmischung als Prime-Variante zum Einsatz. Die mittlere Reifenmischung wird im Gegensatz zu Melbourne diesmal der weichere der beiden Reifen sein.

"Aufgrund der Streckencharakteristik und der natürlichen Bedingungen erwartet uns in Malaysia eine der größten Herausforderungen des Jahres. Die Strecken-Temperatur kann bis zu 50 Grad Celsius erreichen. Bei den nominierten Reifen gehen wir von einem ähnlichen Leistungsunterschied aus wie bei den beiden Mischungen, die in Australien eingesetzt wurden", sagt Pirelli-Motorsportdirektor Paul Hembery.

Im vergangenen Jahr nominierte Pirelli die harte und die weiche Mischung. Deren Zeitdifferenz lag bei 1,2 Sekunden pro Runde. Allerdings sind die 2012er-Mischungen von Pirelli weicher als 2011, die Eigenschaften des harten Reifens 2012 entsprechen dem des Medium-Reifen von 2011. Daher sollte der Unterschied in diesem Jahr deutlich kleiner sein. "Unser Ziel bleibt es, dass der Zeitunterschied zwischen den beiden nominierten Mischungen unter einer Sekunde liegt", sagt Hembery.

Linker Hinterreifen am meisten gefordert

Die linken Reifen müssen in Malaysia am meisten arbeiten. Der linke Hinterreifen wird am stärksten belastet, weil er für die Traktion zuständig ist. Seine Temperatur kann in der Spitze 130 Grad Celsius erreichen. Der hohe Reifenabrieb in Sepang könnte zu einer erhöhten Zahl von Boxenstopps führen. Im vergangenen Jahr führten drei Stopps zum Sieg. "Auch in diesem Jahr wird die Reifenstrategie erneut sehr wichtig sein", erklärt Hembery. "Besonders zu Beginn des Stints müssen die Fahrer auf ihre Pneus achten. Im vergangenen Jahr entschied sich der Kampf um die Podiums-Plätze erst in der letzten Runde."

"Malaysia bietet den Fahrern viele Überholmöglichkeiten. Das sollte gut zu unseren Reifen passen. Denn wir haben sie speziell so entwickelt, dass sie durch ihren gezielten Verschleiß Überholmanöver fördern", sagt Hembery. "Diese Saison sollen unsere Reifen die Konkurrenz noch enger machen - so wie bei dem spannenden Rennen am vergangenen Wochenende in Australien."

Regen jederzeit möglich

Natürlich werden auch wieder der Intermediate und der Regenreifen geliefert. Deren Einsatz erscheint nicht unwahrscheinlich, denn in der Vergangenheit kam es beim Grand Prix von Malaysia häufiger zu sintflutartigen Regenfällen. Selbst wenn es nicht regnet, liegt die Luftfeuchtigkeit nahe am Äquator bei rund 80 Prozent - eine ziemliche Belastung für Fahrer, Teams und Material.

Dennoch freut sich Lotus-Pilot Romain Grosjean auf des Rennen im malaysischen Glutofen. "Sepang ist eine echte Herausforderung. Und es ist wohl auch meine Lieblingsstrecke. 2008 fuhr ich hier bei der GP2-Asia und habe den Kurs wirklich geliebt. Er ist breit, hat fließende Kurven und einige Wellen, die beim Fahren enorm Spaß machen. Ich genieße in Sepang jeden Moment der Fahrt, mal abgesehen von der Hitze und der Luftfeuchtigkeit."

Der Franzose sammelte bereits vor zwei Jahren erste Erfahrungen mit den Pirelli-Reifen: "Ich erinnere mich gern an die Zusammenarbeit mit Pirelli, denn 2010 war ich Testfahrer für die neuen Rennreifen. Für mich war es damals eine großartige Gelegenheit, wieder ein Formel-1-Auto zu fahren und die Reifen kennenzulernen. Und die waren definitiv anders als alle anderen Reifen, die ich zuvor an meinen Autos hatte."

Fotoquelle: Pirelli

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