Timo Glock sieht endlich gute Fortschritte bei seinem Team Marussia

Formel 1 2012

— 22.03.2012

Glock: Das Warten auf die Europarennen

Marussia-Pilot Timo Glock ist mit der Basis des neuen MR01 zufrieden, aber der große Entwicklungsschritt kommt zum Rennen in Barcelona: Ab in den Windkanal

Das Aufaktwochenende der Formel-1-Saison 2012 in Melbourne brachte für Timo Glock viel Freude. Der gebürtige Odenwälder feierte am Renntag seinen 30. Geburtstag und nahm einen guten 14. Platz als Geschenk mit in Richtung Malaysia. Für den Deutschen war die Erkenntnis wichtig, dass man mit dem neuen Marussia-Cosworth MR01 eine offensichtlich deutlich bessere Basis hat als mit den Fahrzeugen der vergangenen Jahre.

Im Rennen war Glock mit seinem neuen Gefährt nur rund eine Sekunde langsamer als die Konkurrenz von Caterham. Der Abstand konnte im Vergleich zum Vorjahr also verkürzt werden. "Es wäre noch weniger gewesen, hätte ich nicht kurz vor der Safety-Car-Phase die Drehzahl runterschrauben müssen. Wir hatten Probleme mit der Öltemperatur", berichtet der Wahlschweizer im Gespräch mit 'auto-motor-und-sport.de'.

Beim kommenden Rennen in Sepang sollen weitere Fortschritte gelingen. Allerdings ist Glock kein Träumer, sondern Realist. "Wir können per Setup zwar noch das ein oder andere Zehntel finden, vor allem wenn wir mit der Bodenfreiheit mehr ans Limit gehen, aber keine zwei Sekunden", sagt er. Der große Sprung ist mit dem bisher kaum ausgetesten Auto zunächst nicht drin. Der soll aber erfolgen, wenn zum ersten Europarennen in Barcelona das große Updatepaket kommt.

Bislang wurde der MR01 - wie seine Vorgänger - ausschließlich am Computer entworfen, getestet und simuliert. Die ersten Probeläufe mit neuen Teilen im McLaren-Windkanal sollen nun folgen. Damit wird das neue Aeropaket endlich auf solide Füße gestellt. "Wir wissen noch nicht, wie groß es wird. Marussia ist immer noch ein kleines Team", schraubt Glock die Erwartungen etwas herunter.

Beim kommenden Grand Prix in Malaysia rechnet Glock kaum mit Verschiebungen in der Hackordnung - auch wenn die Strecke komplett anders ist als jene in Melbourne. Der Kurs in Sepang hat deutlich mehr schnelle Kurven, die dem MR01 durchaus liegen könnten. "Wir versuchen daraus zu lernen und das Thema gleich in den Windkanal mit zu übernehmen", sagt der Deutsche, bei dessen Team es endlich vorangeht.

Fotoquelle: xpbimages.com

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