Mercedes hat mit dem F-Schacht-System im Qualifying ein Ass im Ärmel

Formel 1 2012

— 23.03.2012

Schumacher: "Startplatz fünf ist das Maximum"

Michael Schumacher und Nico Rosberg wollen von der Favoritenrolle im Qualifying weiterhin nichts wissen, erkennen aber leichte Fortschritte in Sachen Reifen

Mercedes ging mit großer Vorsicht an das Wochenende in Malaysia heran. In Melbourne war man in die Reifenfalle getappt und hatte Signale, die Hinterreifen könnten im Rennen für Probleme sorgen, unterschätzt. In Sepangfährt die Silberpfeil-Truppe daher alle Sensoren aus, um nicht noch einmal daneben zu greifen. Bei den Tests hatte man noch geglaubt, der F1 W03 wäre für Longruns besser geeignet als für eine schnelle Qualifying-Runde.

Eines ist jetzt schon klar: Mercedes kämpft auch auf dem Sepang International Circuit mit den Reifen. "Wir werden Probleme bekommen", bestätigt Nico Rosberg. Er ist aber sicher, dass er und Schumacher nicht die einzigen sind. "Jeder wird Probleme bekommen. Es ist nur wichtig, dass wir uns verbessern."

Reifen: Vorichtige Zufriedenheit bei Mercedes

Die enorme Hitze und der raue Asphalt stellen die Pirelli-Pneus in Malaysia auf eine harte Probe. "Es ist so heiß da draußen, und die Reifen überhitzen", sagt der Wiesbadener. "Das macht es sehr interessant." Das Team aus Brackley geht diesmal mit einer anderen Herangehensweise in das Wochenende, wie Rosberg erklärt: "Wir arbeiten für das Rennen. Allgemein scheint es hier bei den Longruns besser zu laufen, aber ich bin mir noch nicht ganz sicher. Ich muss die Daten noch mit anderen Leuten vergleichen."

Ob die Probleme gelöst sind, kann er nicht sagen: "Wir haben uns natürlich mit der Reifenproblematik intensiv auseinandergesetzt - im Bereich des Setups und überall natürlich. Ich weiß aber nicht, wie wir im Vergleich zu den anderen liegen." Teamkollege Schumacher schlägt in die gleiche Kerbe - auch er ist vorsichtig optimistisch: "So weit, so gut. Der Abbau der Reifen war heute unser Fokus. Bei den Longruns waren wir relativ konstant. Was das wert ist, werden wir aber erst am Sonntag herausfinden."

Pole-Position außer Reichweite?

Nach wie vor wird Mercedes als Geheimfavorit für das Qualifying gehandelt. Das F-Schacht-System und der starke Mercedes-Motor sollten Rosberg und Schumacher einen Vorteil im Kampf um die Startplätze verleihen, da DRS im Qualifying freigegeben ist und der Schacht durch die Verstellung des Heckflügels ausgelöst wird.

Im silbernen Lager will man aber auch nach dem ersten Trainingstag nichts von der Favoritenrolle wissen. "Da wäre ich nicht so optimistisch, um das zu bestätigen", sagt Schumacher. "Ich rechne eher damit, dass wir um den fünften Platz kämpfen - das sollte das Maximum sein. Ich glaube nicht, dass im Qualifying alle ihr maximales Potenzial gezeigt haben."

Als der Rekord-Weltmeister mit dem Vorwurf konfrontiert wird, stets tief zu stapeln, grinst er: "Nun ja - es ist jetzt die Frage, ob ihr mehr wisst als wir..." Sein jüngerer Teamkollege rechnet immerhin damit, dass Mercedes "vorne dabei sein" wird. Er misst dem Qualifying aber keine besondere Bedeutung bei: "Das macht uns keine Sorgen, sondern eher das Rennen."

Hitze für Rosberg kein Problem

Der Grand Prix von Malaysia könnte zu einer Hitzeschlacht werden, was nicht nur für Reifen und Motoren einen Härtetest bedeuten würde, sondern auch für die Piloten. Rosberg sieht dem aber gelassen entgegen: "Es ist zwar hart, aber solange ich genug trinke und ein Getränk im Auto habe, ist das in Ordnung. Außerdem ist das der Grund, warum ich im Winter so viel trainiere - um genau mit diesen Bedingungen zurecht zu kommen."

Ein Schutz gegen die Hitze sei ohnedies nicht möglich, meint der Wiesbadener: "Man kann nicht viel tun. Wir haben diese kleinen Kühlluft-Einlässe auf dem Auto, aber das spürst du gar nicht. Es ist jedes Mal extrem heiß."

Fotoquelle: xpbimages.com

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