Nach dem zweiten Platz von Sergio Perez herrscht bei Sauber Aufbruchstimmung

Formel 1 2012

— 28.03.2012

Sauber: Zweiter Platz gut für Geschäft und Moral

Der zweite Platz von Sergio Perez hilft Sauber nicht nur bei der Suche nach neuen Sponsoren, sondern ist auch Motivation für alle Teammitglieder

Spätestens seit dem vergangenen Sonntag ist klar, dass die Rundenzeiten der Sauber bei den Wintertests der Formel 1 keine reinen "Showzeiten" für zukünftige Sponsoren waren. Mit seiner furiosen Fahrt von Sepang hat Perez das Potenzial des C31 eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der größte Erfolg in der Geschichte von Sauaber als Privatteam in der Formel 1 sollte der schweizer Mannschaft auch bei der Suche nach neuen Sponsoren helfen.

Dass die Truppe aus Hinwil finanziell nicht in der Oberliga der Formel 1 mitspielen kann, ist ein offenes Geheimnis. "Viele Teams sind in finanziellen Schwierigkeiten, das ist in diesem Geschäft normal", erklärt Teamchef Peter Sauber gegenüber 'Autosport'. Der Schweizer hofft nun, dass der Erfolg aus Sepang dabei hilft, die vielen freien Sponsorenflächen auf dem Auto und somit die Teamkasse zu füllen. "Natürlich helfen gute Resultate bei der Suche nach neuen Partnern."

Auch Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn stößt ins gleiche Horn: "Natürlich hilft das. Die beste Antwort, die du auf die Frage nach deinen Möglichkeiten geben kannst, ist die Leistung auf der Strecke. Denn die spricht für sich selbst. Wir hoffen, dass die Leute das erkennen und wir dadurch einen gewissen Auftrieb erhalten. Aber wir müssen von Rennen zu Rennen denken."

Die guten Ergebnisse bei den ersten beiden Rennen könnten sich am Ende des Jahres durch ein besseres Resultat in der Konstrukteurswertung auch unmittelbar positiv auf die Teamfinanzen auswirken. Mit 30 Punkten belegt Sauber derzeit Rang vier der Konstrukteurswertung. 2011 erreichte das Team diese Marke erst nach neun Rennen, am Ende der Saison standen 44 Punkte und Platz sechs zu Buche. Von dem Vorsprung vor Konkurrenten wie Force India und Toro Rosso könnte Sauber lange zehren.

Kaltenborn freut sich vor allem darüber, dass die guten Eindrücke der Testfahrten nun auch bei den Rennen bestätigt wurden: "Das war sehr wichtig, denn wir waren von uns selbst überzeugt. Wir wissen, was wir haben und kennen unsere Möglichkeiten. Wenn du dann trotzdem nicht die entsprechenden Resultate erreichst und keine Punkte einfährst, ist das ein Zeichen dafür, dass die Effizienz nicht stimmt. Das kann für Unruhe im Team sorgen."

Statt Unruhe gibt es nun im Team große Zuversicht, was aus Sicht der Geschäftsführerin die Basis für weitere Erfolge ist: "Du brauchst Vertrauen und Stabilität. Solche Resultate geben dir selbst und dem ganzen Team das Vertrauen, das du auf dem richtigen Weg bist. Es zeigt der ganzen Welt, dass wir wissen, was wir tun, und dass wir an diesen Weg glauben."

Fotoquelle: Sauber

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