Am 24. April soll der nächste Grand Prix von Bahrain in Manama stattfinden

Formel 1 2012

— 29.03.2012

London: Die große Werbetrommel für Bahrain

Bahrain-Streckenchef, Formel-1-Boss und Teamchefs halten ein Plädoyer für den Grand Prix in Manama - Bernie Ecclestone: "Das Rennen wird stattfinden"

Bei einer Veranstaltung in London haben sich führende Köpfe der Formel 1 für die Austragung des Grand Prix von Bahrain am 24. April stark gemacht. Die Verantwortlichen des Bahrain International Circuit (BIC) hatten in den Royal Automobile Club eingeladen. Der Hintergrund: Die Gerüchte um eine mögliche erneute Absage des Rennens sollen endlich aufhören. Bei dem Treffen waren auch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone sowie die Teamverantwortlichen Martin Whitmarsh (McLaren), Frank Williams (Williams), Christian Horner (Red Bull) und Nick Fry (Mercedes) anwesend.

"Bahrain ist wieder sicher. Die Formel 1 könnte Bahrain auf dem Weg zurück zur Normalität sehr viel bringen. Für die Sicherheit von Teams und Fans wird man alles tun", so lautete der Appell, den Kronprinz Scheich Salman bin Isa Al-Khalifa von Bahrain nach London und in die ganze Welt sandte. Die Diskussionen um die anhaltenden Unruhen in Bahrain sollten aufhören und der Grand Prix als Chance genutzt werden, so der Plan.

"Das wird Business as usual. Ich brauche dort auch keinen Personenschutz oder so etwas. Man wird dort tun, was auch immer notwendig erscheint", beruhigt auch Ecclestone alle Zweifler. "Vergesst die finanzielle Seite. Damit hat es überhaupt nichts zu tun. Wir hatten dort noch nie Sicherheitsbedenken. Ich wüsste nicht, warum wir jetzt welche haben sollten." Der Formel-1-Boss stellt klar: "Natürlich wird das Rennen stattfinden, kein Grund zur Sorge."

"Ich weiß nicht, woher all diese negativen Aussagen kommen. Irgendjemand schnappt etwas auf und erzählt es dann weiter. Sie sagen Dinge, von denen sie keine Ahnung haben", meint der Brite. "Es kommen Leute zu mir und behaupten, das Rennen werde nicht stattfinden. Ich frage dann: 'Woher weißt du das?'. Die Antwort ist immer, dass irgendjemand irgendetwas gesehen oder gelesen hat. Das ist doch alles Unsinn. Solange sie uns in Bahrain haben wollen, werden wir auch dorthin gehen."

"Die gesamte Bevölkerung in Bahrain hat unter den Unruhen gelitten. Das Schlimmste liegt nun hinter uns. Jetzt ist es an der Zeit, wieder an die guten Tage anzuknüpfen", meint BIC-Streckenchef Zayed R. Alzayani. "Es gibt in manchen Bezirken mal kleine Auseinandersetzungen mit der Polizei. Oft sind nicht mehr als zehn oder 15 Leute daran beteiligt. Aber natürlich nimmt man diese Vorfälle zum Anlass, völlig überzogene Darstellungen in die Welt zu posaunen."

Die "kleinen Straßenschlachten" in den Vororten von Manama könnten überall auf der Welt ebenso stattfinden. Außerdem sei das Thema Sicherheit weltweit ein Problem. "Ich bin in New York schon zweimal überfallen worden und fahre dennoch immer wieder dorthin. So etwas kann überall passieren. Das wird uns nicht von der Austragung eines Grand Prix abhalten", so Alzayani. Man habe keine Angst vor gezielten Aktionen am Grand-Prix-Wochenende. "Warum sollte man etwas sabotieren, was gut für das Land ist?"

Schon vor Tagen hatten sich Formel-1-Fahrer und Teamchefs recht klar positioniert. Der Tenor: Wenn die FIA grünes Licht gibt, dann gehen wir dorthin. "Mir müssen auf das Urteil der FIA vertrauen. Die FIA nimmt das Thema Sicherheit sehr ernst. Sie haben Studien anfertigen lassen und sich die Situation vor Ort angeschaut. Sie arbeiten eng mit den örtlichen Promotern zusammen", sagt Red-Bull-Teamchef Horner. "Wir sind in Bahrain immer herzlich aufgenommen worden. Nun gehen wir wieder dorthin und werden eine tolle Show abliefern."

Fotoquelle: xpb.cc

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