Michelin plant derzeit keine Rückkehr in die Formel-1-Weltmeisterschaft

Formel 1 2012

— 02.04.2012

Michelin und die Formel 1: Ja, aber...

Die Formel 1 würde Reifenhersteller Michelin grundsätzlich reizen, dennoch ist ein Comeback unwahrscheinlich - Pirelli möchte Monopolist bleiben

Mit 217 Grand-Prix-Teilnahmen ist Michelin unter den Reifenherstellern die Nummer vier der Formel-1-Geschichte, hinter Goodyear (494), Bridgestone (244) und Pirelli (226). Nach Siegen liegt die französische Marke sogar vor Pirelli auf dem dritten Platz - 102 Mal fuhr ein Grand-Prix-Pilot mit Michelin-Reifen auf Rang eins eines Formel-1-Rennens.

Ausgestiegen ist Michelin Ende 2006, weil in der Formel 1 der Weg beschritten wurde, keinen "Reifenkrieg" mehr zuzulassen und stattdessen nur noch einen Monopolisten zu nominieren. Das war zunächst Bridgestone, bis im vergangenen Jahr Pirelli mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet wurde. Ende 2013 wäre für Michelin also theoretisch die Bahn frei, sich erneut zu bewerben. Aber: "Michelin kann sich eine Teilnahme an der Formel 1 dann - und nur dann - vorstellen, wenn Regeländerungen eingeführt werden, die den Sport näher an die Werte des Unternehmens heranrücken", lässt das Unternehmen auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' ausrichten.

"Insbesondere bedeutet das freien Wettbewerb zwischen mehreren Reifenherstellern, damit Michelin seine technologischen Qualitäten unter Beweis stellen und zu einem Spektakel für das Publikum beitragen kann. Es bedeutet auch, diese Disziplin als technologisches Labor zur Entwicklung von Innovationen für den Technologietransfer von der Rennstrecke auf die Straße zu verstehen, und es bedeutet vor allem Respekt für die Umwelt als Schlüsselthema", so die Michelin-Stellungnahme weiter.

Pirelli hat aber ohnehin nicht vor, das Formel-1-Feld zu räumen: "Wenn der Sport wünscht, dass wir bleiben, wollen auch wir bleiben", erklärt Paul Hembery, Sportchef des derzeitigen Alleinausstatters aller zwölf Teams, gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Gegen Ende dieses Jahres" werde man diesbezüglich in konkrete Vertragsverhandlungen mit Bernie Ecclestone, der FIA und den Teams eintreten.

Fotoquelle: xpb.cc

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