Kimi Räikkönen wundert sich, warum sein Comeback so viel Aufmerksamkeit erlangt

Formel 1 2012

— 04.04.2012

Warum sich Räikkönen leichter tut als Schumacher

Für manche liegt es am Alter, für andere am Testverbot, warum sich Schumacher bei seinem Comeback mehr abmühte als Räikkönen, doch der hat eine andere Theorie

Vor dem Grand Prix von Australien in Melbourne war die Spannung groß, ob Kimi Räikkönen bei seinem Comeback in der Formel 1 ähnlich viel Mühe haben würde wie Rekord-Weltmeister Michael Schumacher, der zwei Jahre davor zurückkehrte. Doch abgesehen von einem verpatzten Qualifying zog sich der Weltmeister 2007 bisher beachtlich aus der Affäre - in Sepang bewies er, dass er trotz zwei Jahren Pause nicht nur im Rennen, sondern auch auf eine schnelle Runde nichts von seinem Speed verloren hat.

"Es hat sich ja auch nichts verändert", versteht Räikkönen gegenüber 'Sport Bild' die Aufregung nicht. "Wir sind alle ein bisschen älter geworden, aber die Autos sind immer noch dieselben. Und auch die Reifen sind in diesem Jahr nicht so anders als 2009, als ich das letzte Mal fuhr." Im Gegensatz zu Schumacher musste sich Räikkönen bei seinem Comeback nicht an die profillosen Slicks gewöhnen, denn die wurden bereits 2009 eingeführt.

Zudem war Schumacher stets dafür bekannt, die Entwicklung der Reifen und des Autos bei ausufernden Testfahrten, wie sie heute verboten sind, in seine Richtung zu treiben - Räikkönen war hingegen nie ein großer Fan der Tests, eine seiner Stärken war stets sein hervorragender Instinkt. Zudem ist Räikkönen mit seinen 32 Jahren deutlich jünger als der 43-jährige Deutsche.

Der Finne hat aber noch eine andere Theorie, warum er sich leichter tut als sein Ferrari-Vorgänger. "Das hängt einfach nur damit zusammen, ob du ein gutes oder schlechtes Auto hast", meint der nunmehrige Lotus-Pilot. "Ein schnelles Auto, wie ich es habe, macht das Leben sehr viel leichter. Da hatte er nicht so viel Glück."

Tatsächlich gilt der Lotus E30 als gelungenes Auto, was man von den Mercedes-Boliden der vergangenen zwei Jahre nicht behaupten kann. Im dritten Comeback-Jahr scheint Schumacher aber den Durchbruch geschafft zu haben - bei den ersten zwei Saisonrennen hatte er seinen Teamkollegen Nico Rosberg im Griff - sein wahres Potenzial muss der F1 W03 allerdings noch beweisen. Räikkönen will sich aber nicht zu sehr mit Schumacher vergleichen: "Er macht seine Dinge, ich meine. Das war's."

Fotoquelle: Lotus F1 Team

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