Rubens Barrichello hätte keine Gewissensbisse, seinen Freund zu ersetzen

Formel 1 2012

— 05.04.2012

Barrichello und die Massa-Nachfolge: "Ich würde es tun"

Rubens Barrichello stellt klar, dass er sein IndyCar-Engagement sofort beenden würde, um seinen strauchelnden Freund Felipe Massa bei Ferrari zu ersetzen

Eben erst gab Rubens Barrichello seinem Landsmann und Freund Felipe Massa den Ratschlag, er müsse sich entspannen und wieder zu seiner Formel-1-Leidenschaft zurückfinden, um sich aus seiner Krise bei Ferrari zu retten - und schon wird der Brasilianer selbst als möglicher Ersatzmann gehandelt.

Der 39-Jährige war im Vorjahr gegen seinen Willen nach 19 Saisons aus der Formel 1 geschieden, weil ihm von Williams kein neuer Vertrag mehr angeboten wurde und ihm Landsmann Bruno Senna vorgezogen wurde. Inzwischen geht er in der US-amerikanischen IndyCar-Serie an den Start. Auf die Frage, ob es für ihn in Frage kommen würde, zu seinem ehemaligen Arbeitgeber als Massa-Ersatz zurückzukehren, antwortet er: "Ich bin komplett offen dafür. Ich würde darüber nachdenken."

Hilfe durch Ecclestone?

Obwohl er gegenüber 'SportTV' meinte, dass er in den USA "glücklich" sei, trauert er seinem Formel-1-Aus nach wie vor nach: "In meinem ersten 'Twitter'-Posting nach der Williams-Nachricht stellte ich klar, dass ich traurig bin und dass meine Zukunft offen ist. Ich denke, dass alles passieren kann. Ich sage damit nicht, dass es passieren wird, aber ich muss dafür bereit sein."

Zumal er darüber sogar mit Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gesprochen hat: "Er fragte mich, ob ich wirklich IndyCar fahren werde, und ich antwortete: 'Ja, weil du keinen Platz für mich in der Formel 1 gefunden hast'. Er sagte dann, dass er schauen wird, was er für mich tun kann. Wirklich - man muss einfach schauen, was passiert, und dafür offen sein."

Fans wünschen sich Barrichello

Offensichtlich wünschen sich auch die italienischen Fans den Routinier als neuen Teamkollegen von Fernando Alonso. Bei einer Umfrage des italienischen 'Autosprint'-Magazins, wer Massa bei Ferrari ersetzen soll, erhielt der Mann mit den meisten Grand-Prix-Einsätzen in der Geschichte der Formel 1 mehr Stimmen als der Italinier Jarno Trulli und Sepang-Sensationsmann Sergio Perez.

"Damit hatte ich nicht gerechnet", zeigt sich Barrichello überrascht. "Das beweist, dass ich dort etwas Positives hinterlassen habe." Und das, obwohl er sich oft bitter über die ungerechte Behandlung in der Ferrari-Zeit beklagte und dem Team vorwarf, dass er an der Seite von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher keine Chance erhielt. Als er das Team 2005 frustriert verließ, folgte ihm ausgerechnet Massa nach.

Als Alonso-Teamkollege könnte Barrichello aber ein ähnliches Schicksal blühen, doch damit könnte "Rubinho" offensichtlich leben. "Ich möchte, dass die Fans verstehen, dass ich keine negativen Gefühle hege", bemüht er sich, die einst vergiftete Stimmung abzubauen. "Wenn mich Ferrari heute anrufen würde, ob ich für sie fahren würde, dann würde ich es tun. Es handelt sich um das beste Team, für das ich je fuhr, was die Unterstützung und die Kreativität angeht." Dennoch gibt er zu, dass es auch ein paar "würzige Kapitel" gab.

Fotoquelle: xpb.cc

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