In den langgezogenen Kurven in Schanghai sind die Reifen gefordert

Formel 1 2012

— 06.04.2012

Pirelli: China nicht mit Australien vergleichbar

Obwohl Pirelli in Schanghai dieselben Slick-Mischungen wie in Melbourne bereitstellt, erwartet Paul Hembery diesmal ein lebhafteres Rennen

Der Grand Prix von China steht vor der Tür und alle Beteiligten sind sich einig, dass der richtigen Reifenstrategie eine große Bedeutung zukommen wird. Im vergangenen Jahr setzten die drei Erstplatzierten auf unterschiedliche Strategien und waren nach 56 Runden dennoch gerade einmal um 7,5 Sekunden getrennt.

Sieger Lewis Hamilton legte vor zwölf Monaten auf dem Shanghai International Circuit drei Stopps ein. Der Zweitplatzierte Sebastian Vettel begnügte sich mit deren zwei. Mark Webber zeigte mit drei Stopps eine beeindruckende Aufholjagd vom Ende des Feldes, ließ im Unterschied zu Hamilton aber die härtere Mischung zu Beginn aufziehen.

"In China kann die Reifenstrategie den entscheidenden Unterschied machen", weiß Pirelli-Testfahrer Jaime Alguersuari. "Lewis Hamilton gewann im vergangenen Jahr mit einem Stopp mehr als Sebastian Vettel, während Mark Webber seine Reifen zu Beginn schonte und schließlich Dritter wurde", erinnert der Spanier.

Nachdem Pirelli im Vorjahr die Soft- und Hard-Mischung nach Schanghai brachte, sind es diesmal Soft und Medium und damit dieselben Slick-Mischungen wie beim Saisonauftakt in Melbourne. Im Vergleich zu den Pneus der 2011er-Spezifikation weisen die aktuellen einen geringeren Performance-Unterschied untereinander auf. Beim italienischen Reifenhersteller verspricht man sich dadurch noch mehr Vielfalt in puncto Strategie.

"China gehörte zu den faszinierendsten Rennen in unserem ersten Jahr", blickt Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery auf den Grand Prix vor zwölf Monaten zurück. "Uns steht keine einfache Aufgabe bevor, wenn wir das in diesem Jahr toppen wollen." Der Brite ist dennoch optimistisch, dass dies gelingen kann: "Dank der Anpassungen über den Winter können die Fahrer mit den Slicks nun noch länger attackieren, was der Spannung auf der Strecke zu Gute kommen sollte."

"Obwohl die Temperaturen in China in der Regel eher niedrig sind, ist der Verschleiß aufgrund des einzigartigen Layouts der Strecke verhältnismäßig hoch", wie Hembery herausstellt. Aus diesem Grund erwartet der Pirelli-Motorsportchef trotz der identischen Wahl der Slick-Mischungen wie beim Saisonauftakt am kommenden Wochenende ein lebhafteres Rennen als in Melbourne. "Die Herausforderungen, die auf unsere P Zeros warten, sind in Schanghai ganz andere", so der Brite.

Speziell die langgezogenen Kurven der 5,451 Kilometer langen Strecke verlangen den Vorderreifen alles ab. "Die richtige Abstimmung des Autos, speziell an der Vorderachse ist hier ganz entscheidend", sagt auch Sauber-Pilot Sergio Perez und pickt in diesem Zusammenhang vor allem die erste Kurve heraus: "Dort wird der linke Vorderreifen besonders stark beansprucht. Es kommt darauf an, ihn nicht zu schnell verschleißen zu lassen."

Fotoquelle: Pirelli

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