Die Force-India-Piloten wollten in China ihr Punktekonto erhöhen

Formel 1 2012

— 10.04.2012

Force India will in China weitere Punkte sammeln

WM-Punkte als großes Ziel: Force India möchte sich nach dem ermutigenden Saisonstart auch in China gegen die harte Mittelfeld-Konkurrenz durchsetzen



Im Vergleich zum Vorjahr ist Force India 2012 mehr als doppelt so gut in die Formel-1-Saison gestartet. Hatte das britisch-indische Team 2011 nach den Rennen in Australien und Malaysia nur vier WM-Punkte auf seinem Konto, so sind es in diesem Jahr bereits neun. Im Regenrennen von Sepang fuhren Paul di Resta und Nico Hülkenberg auf die Plätze sieben und neun, was ihnen ein Lob ihres Teamchefs einbrachte.

"Ich beglückwünsche Paul und Nico zu ihren exzellenten Rennen in Malaysia", sagt Vijay Mallya. "Sie fahren beide erst ihre zweite Saison, aber haben unter schwierigen Bedingungen ihre Reife gezeigt." Vor allem di Resta sorgte beim Inder für Begeisterung. "Paul war zeitweise eines der schnellsten Autos auf der Strecke, er war unter diesen Bedingungen überragend. Daher erwarten wir eine weitere starke Saison von ihm. Ich bin mich auch erleichtert darüber, dass Nico nach einer starken Vorstellung seine ersten Punkte geholt hat."

"Im vergangenen Jahr war der Kampf im Mittelfeld schon sehr eng, aber in diesem Jahr ist es noch viel enger. Die Mehrheit des Starterfeldes scheint in der Lage zu sein, um Punkte zu kämpfen. Das ist eine gute Situation für die Formel 1, aber es bedeutet auch, dass ein Punktgewinn schwieriger wird", beurteilt Mallya die Lage. Umso wichtiger war für den Teamchef der erfolgreiche Start ins neue Rennjahr.

"Die Tatsache, dass wir in beiden Rennen in die Punkte gefahren sind, macht mir Mut. Das wird auch in China wieder unser Ziel sein." Dafür wurde in den vergangenen beiden Wochen hart gearbeitet. "Wir arbeiten in der Fabrik in Silverstone mit vollem Einsatz daran, unsere Performance zu verbessern. Die ersten beiden Rennen haben uns viele Informationen geliefert, mit denen wir jetzt arbeiten können. Diese werden uns in den kommenden Rennen sehr nützlich sein", so Mallya.

Hülkenberg froh über Zielankunft

Nach seinem frühen Ausfall beim ersten Rennen in Melbourne war Hülkenberg froh darüber, in Sepang wieder die Zielflagge zu sehen. "Ich bin zufrieden mit unserem Rennen im Malaysia, vor allem, weil es für mich das erste richtige Rennen seit Ende 2010 war. Es war nicht einfach, ich hatte nie freie Fahrt, aber ich konnte meine ersten Punkte für das Team gewinnen", so der Deutsche, der während des Rennens auch mit seinem Auto zu kämpfen hatte: "Die schwierigste Phase war nach dem Restart, auf den Regenreifen und Intermediates kämpfte ich mit der Balance. Aber nach dem Wechsel auf Slicks war meine Performance richtig gut."

Auch Hülkenberg betont, wie eng die Abstände in diesem Jahr in der Formel 1 sind: "Da das Mittelfeld so kompakt ist, kann es sich niemand eine Pause gönnen. Wir müssen hart pushen, um schneller zu werden, aber bei noch 18 Rennen bleibt uns genügend Zeit dafür." Zum Rennen in China sagt der 24-Jährige: "Es ist nicht unbedingt mein Lieblingsrennen, aber die Anlage ist wirklich beeindruckend und die Strecke macht Spaß. Eine Vorhersage, wo wir stehen werden, fällt mir schwer, da das Feld momentan so dicht zusammen ist. Aber für die Zuschauer wird es sicherlich eine gute Show."

Di Resta freut sich auf China

Sein Teamkollege freut sich hingegen auf die Reise ins Reich der Mitte: "China ist ein tolles Land, und Shanghai ist eine Stadt, die ich gerne besuche", sagt di Resta. "Sie ist so groß, dort gibt es viel zu entdecken, und ich genieße es von Mal zu Mal mehr." Auch die Strecke in Shanghai sagt dem Schotten zu: "Sie hat einige ungewöhnliche Passagen. Die erste Kurve ist sehr lang und fühlt sich an, als würde sie nie enden. Dort muss man am Kurveneingang möglichst viel Geschwindigkeit mitnehmen. Gleichzeitig befindet sich am Eingang der Kurve eine der größten Bodenwellen des gesamten Jahres, was es noch schwieriger macht."

Einige Überholstellen hat der 26-Jährige auch schon ausgemacht: "Die besten Gelegenheiten bieten sich in Kurve eins oder in der Harnadelkurve 14, die am Eingang breiter wird und so die Abwehr eines Angriffs erschwert." Allerdings sei das Überholen in Shanghai seit dem Vorjahr etwas einfacher geworden. "Im vergangenen Jahr war DRS dort sehr effektiv und hat für ein spannendes Rennen gesorgt. So sollte es in diesem Jahr auch sein."

Di Resta betont, wie wichtig der erfolgreiche Saisonstart für seine Mannschaft war: "Das gesamte Team ist zufrieden darüber, dass wir nach zwei Rennen neun Punkte gewonnen haben. Es war wichtig, dass wir an diesem unberechenbaren Tag in Malaysia Punkte mitgenommen haben. Wir haben gesehen, wie eng es zwischen den Teams zugeht. Punkte zu gewinnen, wird nicht einfach sein, umso besser ist es, so wie wir in die Saison zu starten. Daran wollen wir anknüpfen."

Auch Teamchef Mallya ist mit dem Start in die Saison sehr zufrieden - nicht nur persönlich: "Nach zwei Rennen der Saison 2012 scheinen alle Zutaten für ein spektakuläres Rennjahr vorhanden zu sein. Die Fans sind schon in den Genuss zweier spannender Rennen gekommen, und der intensive Wettbewerb erregt große Aufmerksamkeit.

Fotoquelle: xpbimages.com

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