Bruno Senna sicherte Williams in Sepang die ersten Saisonpunkte

Formel 1 2012

— 10.04.2012

China: Hat Williams sein Reifenproblem wirklich gelöst?

2011 hatte Williams große Probleme mit den Hinterreifen - Der aggressive Asphalt in Schanghai wird endgültig zeigen, ob das Team seine Hausaufgaben gemacht hat



In Grove ist die Aufbruchsstimmung spürbar: Das Williams-Team erwies sich nach der Pleitesaison 2011 bei den ersten zwei Rennen 2012 wiedererstarkt. Während der FW33 aus der Feder von Sam Michael insgesamt für nur fünf WM-Punkte gut war, fuhr der FW34 von Nachfolger Mike Coughlan bereits jetzt acht Zähler ein.

Dazu kommt, dass Pastor Maldonado in Melbourne einen sicheren sechsten Platz in der letzten Runde mit einem Fahrfehler in die Mauer warf. Und wer weiß, was in Sepang möglich gewesen wäre, hätte sich Bruno Senna nicht zwei Mal gedreht - mit einer tollen Aufholjagd wurde der Brasilianer aber immerhin noch starker Sechster.

Maldonado ein Schanghai-Fan

All das ist Beweis dafür, dass Williams eigentlich das Potenzial zu einer deutlich besseren Position als zum derzeitigen siebten Platz hätte. Das möchte man schon in Schanghai zeigen - da ist es kein schlechtes Omen, dass Maldonado ein Fan des Shanghai International Circuit ist: "Schanghai ist eine meiner Lieblingsstrecken im Kalender, also freue ich mich wirklich auf dieses Rennen."

Doch warum mag der Venezolaner die Strecke? "Der Kurs bietet eine schöne Kombination aus langsamen und mittelschnellen Kurven - und aus guten Passagen, die Spaß machen. Außerdem ist es recht herausfordernd, denn es ist schwierig, zum vor einem liegenden Auto aufzuschließen, um aus der langen DRS-Zone Profit zu schlagen." Maldonado ist zuversichtlich, dass sein FW34 auch in China funktionieren wird: "Wir haben bei den ersten beiden Rennen ein gutes Tempo gezeigt, und hoffentlich können wir uns auch hier verbessern und ein paar Punkte mitnehmen."

Senna will auf Sepang aufbauen

Dem schließt sich auch Teamkollege Bruno Senna an: "Das Auto läuft gut und es zeigt ein starkes Tempo, daher bin ich zuversichtlich, was unsere Chancen in China angeht. Ich bin dort seit zwei Jahren nicht mehr gefahren, daher muss ich hart arbeiten, damit ich die Strecke wieder lerne."

Wenn er an den Kurs in Schanghai denkt, hat er aber ein gutes Gefühl: "Ich habe gute Erinnerungen an den Kurs, denn es handelt sich um eine gute Mischung aus schnellen und langsamen Kurven und guten Überholmöglichkeiten. Ich hatte in Malaysia ein gutes Rennen, und hoffentlich kann ich in dieser Form in Schanghai weitermachen."

FW34 in China auf dem Prüfstand

Chefingenieur Mark Gillan zeigt sich ebenfalls ermutigt, da der FW34 den Erwartungen des Teams entspricht: "Wir haben mit einem deutlich verbesserten und konkurrenzfähigen Auto in Malaysia unsere ersten Saisonpunkte geholt, und das gesamte Team möchte in Schanghai so schnell wie möglich weitermachen."

Der Bolide wird in China auf eine weitere Probe gestellt: "Es ist die fundamentale Charakteristik des Kurses, dass er aggressiv mit den Reifen umgeht, und die Strecke wird den FW34 auf eine harte Probe stellen und ist damit ein Indikator, wie sehr wir unser Reifenmanagement im Vergleich zum Vorjahr verbessert haben. Pirelli bringt die Mischungen Medium und Soft."

"Obwohl auf diesem Kurs eine der größten Höchstgeschwindigkeiten erreicht wird, ist die Bremsbelastung niedrig bis medium - und auch die meisten anderen Parameter sind mittleren Grades. In der Boxengasse verliert man viel Zeit, und die Wahrscheinlichkeit einer Safety-Car-Phase ist auch hoch - normalerweise eine pro Rennen. Das Wetter kann in Schanghai mit großen Temperaturunterschieden und einer hohen Regenwahrscheinlichkeit ziemlich wechselhaft sein. Aber hoffentlich ist es nicht so schlimm wie beim vergangenen Rennen in Kuala Lumpur."

Fotoquelle: xpbimages.com

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