Jean Todt denkt derzeit gar nicht dran, den Bahrain-Grand-Prix abzusagen

Formel 1 2012

— 13.04.2012

FIA stellt klar: Bahrain-Grand-Prix findet statt

Niemand will den Schwarzen Peter für die Absage, auch nicht die FIA: "Grand Prix von Bahrain wird wie geplant stattfinden", teilt der Verband mit



Nachdem die FIA gestern erstmals leise dafür kritisiert worden war, in den vergangenen Wochen keinen aktiven Dialog mit den Teams gepflegt zu haben, was die Situation in Bahrain angeht, reagiert der Weltverband nun. Vor den geplanten Meetings zwischen Teams und Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone in Bahrain macht die FIA nun endlich ihren Standpunkt klar.

Und der ist unmissverständlich: "Basierend auf den aktuellen Informationen, die der FIA derzeit vorliegen, geht sie davon aus, dass alle angemessenen Sicherheitsmaßnahmen vorhanden sind, um einen Formel-1-WM-Lauf in Bahrain abzuhalten", so eine schriftliche Stellungnahme. "Demzufolge bestätigt die FIA, dass der Grand Prix von Bahrain 2012 wie geplant stattfinden wird." Und zwar zum geplanten Termin schon von 20. bis 22. April.

Die FIA müsse auf Basis der Informationen, die "von den Behörden in Bahrain und dem Inhaber der kommerziellen Rechte" zur Verfügung gestellt werden, "rationale Entscheidungen" treffen. Zudem habe man sich selbst ein Bild von der Lage im Land gemacht, als Präsident Jean Todt im November vor Ort war. Der FIA-Delegation gehörte damals auch Damon Hill an, der erst ein Grand-Prix-Gegner war, seine Meinung dann änderte und nun doch wieder für eine Absage ist.

Todt habe damals unter anderem "gewählte schiitische Parlamentarier" getroffen, "den Präsidenten der unabhängigen Untersuchungskommission für Bahrain, Botschafter von EU-Ländern, den Kronprinzen, den Innenminister und zahlreiche Wirtschaftstreibende". Und: "Alle haben den Wunsch geäußert, dass der Grand Prix 2012 stattfindet. Seither stand die FIA mit all diesen Parteien in Kontakt", unterstreicht der Weltverband.

"Jenseits der öffentlichen Wahrnehmung", heißt es weiter, habe die FIA "von den hochrangigsten Stellen im Königreich sowie von anderen unabhängigen Experten regelmäßige Sicherheitsberichte" erhalten. Diese hätten bisher keinen Anlass geboten, den im September beschlossenen Rennkalender über Bord zu werfen. Und: Seitens der Formel-1-Kommission oder des Inhabers der kommerziellen Rechte sei auch nicht der Wunsch geäußert worden, den Grand Prix zu verschieben oder abzusagen.

Konkret bedeutet das, dass zwar viele weiterhin ein flaues Gefühl im Magen haben, wenn sie an den Bahrain-Grand-Prix denken, aber niemand scheint den Mut zu haben, die Verantwortung für eine Absage zu tragen. Die Regierung von Bahrain will die Formel 1 nutzen, um Einheit zu demonstrieren, die Teams fühlen sich Ecclestone und der FIA weisungsgebunden - aber die denken derzeit nicht daran, das vierte Saisonrennen abzusagen...

Fotoquelle: xpb.cc

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