Sebastian Vettel zieht nach dem ersten Trainingstag ein positives Fazit

Formel 1 2012

— 13.04.2012

Vettel nach Vergleichstest: "Fühlt sich etwas besser an"

Sebastian Vettel erklärt, dass er sich mit der alten Auspuffvariante etwas wohler fühlte als zuletzt, und spricht über die weitere Vorgehensweise



Sebastian Vettel erwies sich am ersten Trainingstag in Schanghai durchaus konkurrenzfähig: Dem Weltmeister fehlten mit Platz drei nur 0,187 Sekunden auf die Bestzeit von Michael Schumacher. Der Red-Bull-Pilot probierte heute eine an das Reglement angepasste Auspuffvariante aus, die man beim Teststart Anfang Februar einsetzte.

Teamkollege Mark Webber, der 0,273 Sekunden hinter Vettel auf Rang vier lag, setzte hingegen auf eine leicht modifizierte Heckpartie der ersten zwei Rennen. Nach dem Training spricht der 24-Jährige über die heutigen Auspuff-Vergleichstests, die weitere Vorgehensweise und den ersten Eindruck von den Pirelli-Reifen in China.

Frage: "Sebastian, wie war der erste Trainingstag aus deiner Sicht?"
Sebastian Vettel: "Ich denke, das war für uns ein ganz guter Tag - mit den Sachen, die wir probiert haben. Ich fühle mich soweit wohl im Auto. Es fühlt sich ein bisschen besser an, alles passt ein bisschen mehr zusammen. Jetzt schauen wir mal, wie das im Vergleich zu Mark und vielen anderen Dingen aussieht, die wir heute probiert haben, und was dann das Beste ist für morgen. Wenn am Ende jeder versucht, seine Runs mit viel Sprit zu absolvieren, dann wird es immer ein bisschen chaotisch, aber insgesamt können wir zufrieden sein."

Frage: "Ihr habt unterschiedliche Auspuff-Konfigurationen ausprobiert. Kannst du schon sagen, was besser ist?"
Vettel: "Die beiden Pakete waren sehr unterschiedlich. Ich bin viele Schritte zurückgegangen, Mark ist einen weiter nach vorne gegangen. Jetzt müssen wir die Ergebnisse erstmal genau anschauen und vergleichen. Ich habe mich wohlgefühlt, ich weiß nicht, wie er sich gefühlt hat."

Frage: "Bildest du mit dem Auto jetzt wieder eine Einheit?"
Vettel: "Ich denke, es war ein wichtiger Schritt - zunächst einmal, um ein Gefühl zu bekommen. Natürlich hatte ich heute nur dieses Auto zur Verfügung. Ideal wäre natürlich, wenn man einsteigen, probieren und wieder aussteigen und das dann auch mit dem anderen Auto machen könnte, aber das geht leider nicht, denn dafür ist der Umbau viel zu groß. Jetzt müssen wir schauen und die Ergebnisse untereinander vergleichen, denn der Mark ist doch sehr anders gefahren, und dann schauen wir weiter."

Frage: "Möchtest du mit dieser Heckpartie auch das restliche Wochenende bestreiten?"
Vettel: "Das weiß ich noch nicht. Wir werden sehen."

Frage: "Wäre eine erste Startreihe mit Michael und dir möglich?"
Vettel: "Weiß ich nicht. Möglich ist alles, aber ich glaube, das ist noch ein bisschen weit weg. Jetzt schauen wir erstmal, dass wir über Nacht einen Schritt machen. Man sieht, dass es sehr eng ist. Mercedes, McLaren, wir und ich glaube auch Lotus darf man nicht abschreiben - vielleicht waren sie heute ein bisschen schwerer unterwegs oder hatten irgendein Problem. Die können überraschen, das war zumindest bei den letzten beiden Rennen so. Schauen wir mal - im Qualifying wird es auf jeden Fall eng, ich denke aber, das McLaren nach wie vor der Favorit ist."

Frage: "Wie hast du die Situation heute Morgen mit Grosjean gesehen. Es heißt, da hätte es ein Handzeichen von dir gegeben..."
Vettel: "Nein, ich habe ihm nur mit der Hand gewunken, keinen Finger gezeigt - keine Angst. Ich weiß ja, dass ihr euch darüber aufregt. Er stand mir ein bisschen im Weg, und er hätte auch gleich Platz machen können - nicht drei Kurven später, als dann meine Runde auch kaputt war. Es war kein großer Zwischenfall, also nicht der Rede wert."

Frage: "Adrian Newey stand die ganze Zeit bei beiden Autos. Erkläre uns mal, wie so ein Vergleichstest abläuft."
Vettel: "Er steht immer an beiden Autos." (lacht)

Frage: "Redet ihr da miteinander?"
Vettel: "Natürlich. Man muss nicht immer ans Auto kommen, denn wir haben ja auch den Funk. Wir haben heute sehr viel probiert, und ich glaube, wenn man die beiden Autos ansieht, dann erkennt man einen sehr großen Unterschied. Es war ein großer Schritt für uns, das zu probieren, uns das zu trauen. Jetzt müssen wir schauen, was das Beste für den jeweiligen Fahrer ist."

Frage: "Wie sieht es mit dem Abbau der Reifen aus?"
Vettel: "Ich denke, dass es nicht so schlimm ist. Es ist wie immer in China - die Reifen halten, aber irgendwann gehen sie in die Knie. Wir haben heute einige Leute gesehen, die sich mit den Vorderreifen verbremst haben. Der Verschleiß bei den Vorderreifen scheint also etwas stärker zu sein als an anderen Orten. Die Kurvenarten, die wir hier haben - die Kurven 1, 2 und 3 und 11, 12 und 13 - beanspruchen die Reifen sehr stark. 7 und 8 sind auch ziemlich schnell - es wird also am Sonntag nicht leicht, auf die Reifen aufzupassen. Wir haben im Vorjahr gesehen, wie wichtig das sein kann. Im Moment sieht es so aus, als wären die Mischungen nicht so weit auseinander - sie machen einen recht ähnlichen Eindruck."

Fotoquelle: xpbimages.com

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