Fernando Alonso gibt sich geduldig: Hart arbeiten und Chancen nutzen ist angesagt

Formel 1 2012

— 14.04.2012

Ferrari gibt sich keinen Illusionen hin

Nach der Qualifikation zum Großen Preis von China ist allen Beteiligten klar, dass man dort steht, wo die Leistung des Teams einzuordnen ist



Nach dem überraschenden Sieg von Fernando Alonso beim vergangenen Rennen in Sepang reihte sich Ferrari in der Qualifikation wieder dort ein, wo man das Team im Moment einzuordnen hat. Fernando Alonso belegte mit 1,501 Sekunden Rückstand im Abschlusstraining zum Großen Preis von China in Schanghai Position neun. Teamkollege Felipe Massa verpasste als Zwölfter den Sprung in den dritten Qualifying-Durchgang.

"Wir wussten, dass es ein schwieriges Qualifying wird", so Alonso. "Und das war es dann auch. Wir schafften es, in den dritten Qualifying-Durchgang zu kommen, blieben um ein paar Tausendstelsekunden vor Vettel. Zwischen dem zweiten und dritten Qualifying-Durchgang veränderte sich die Windrichtung und das setzte uns zu."

"Das Auto ist so, wie es im Moment ist, und die Verbesserungen, die wir hierher mitgebracht haben, reichen nicht aus, um einen Leistungssprung zu erzeugen. Diese Position korrespondiert aus diesem Grund mehr oder weniger mit unserem aktuellen Potenzial."

"Mit Sicherheit können wir nicht glücklich sein, eine Sekunde von der Pole-Position entfernt zu sein, aber wir können nicht mehr tun, als zu versuchen, diesen Rückstand zu reduzieren. Wenn wir ausreichend gute Arbeit leisten, dann können wir an den Sieg denken, ansonsten nicht. Aber ich bleibe optimistisch. Selbst 2010, als wir signifikant hinter den Besten zurücklagen sind wir bis ins letzte Rennen in der Weltmeisterschaft führend gegangen."

"Die Startaufstellung ist sehr aufregend und kurios, mit zwei Mercedes, einem Sauber und einem Lotus vor dem Rest. Wir können es uns nicht erlauben, irgendwelche Fehler zu machen, denn wir haben sicherlich nicht das beste Auto. Wenn wir es schaffen, perfekt zu arbeiten, so wie wir dies in Australien und Malaysia geschafft haben, dann können wir darüber nachdenken, wertvolle Punkte ins Ziel zu bekommen."

"Auf der einen Seite bin ich natürlich unglücklich, dass ich es nicht in den dritten Qualifying-Durchgang geschafft habe", so Massa. "Auf der anderen Seite muss ich mit meiner Position zufrieden sein, wenn ich bedenke, wo ich am Vormittag am Ende des 3. Freien Trainings lag."

"Am Nachmittag verbesserte sich die Situation. Das Auto verfügt über mehr Haftung und ich schaffte es, konkurrenzfähiger zu sein; ich konnte jedoch nicht genau sagen, warum. Womöglich veränderten sich die Bedingungen auf der Strecke so, dass uns diese lag."

"Wir hoffen, dass wir morgen Nachmittag so weitermachen und ein gutes Ergebnis nachhause fahren können. Das ist im Moment wirklich notwendig! Ich wünsche mir so sehr ein normales Rennen, ein ruhiges, in dem ich es schaffe, meine Arbeit gut zu erledigen und ein paar Punkte zu holen. Ich habe noch keinerlei Punkte, und der Moment muss kommen, in der ich diese Null aus der Klassifikation entferne."

"Wer auch immer das versteht, ist sehr schlau!", so Teamchef Stefano Domenicali. "Ich stelle jeden vor die Herausforderung, eine rationale Erklärung dafür abzugeben, wie das Qualifying heute Nachmittag verlaufen ist, nicht nur für uns selbst, sondern für beinahe alle anderen Autos. Im zweiten Qualifying-Durchgang gab es sehr kleiner Abstände, mit elf Fahrern, die innerhalb von drei Zehntelsekunden fuhren. Im dritten Qualifying-Durchgang waren die Abstände anschließend viel größer, mit teilweise sehr starken Fluktuationen."

"Angesichts unserer aktuellen Situation und vor allem der Tatsache, dass die Hauptschwächen des F2012 hier wohl besonders hervorgehoben werden, stellt dieses Ergebnis ein akkurates Spiegelbild dessen her, wo wir uns im Moment in Bezug auf die tatsächliche Leistung befinden, selbst wenn wir schon gesehen haben, dass sich die Dinge im Rennen später verändern können."

"Mit Sicherheit hatten wir uns das zum Start der Saison nicht erhofft, aber heute müssen wir uns das eingestehen. Mit einer Startaufstellung wie der morgigen können wir ein sogar noch offeneres Rennen erwarten, als wird dies taten, bevor wir in das Wochenende gingen. Unser Ziel ist klar, wir wollen beide Autos in den Punkten ins Ziel bekommen und das Maximum aus jeder Möglichkeit machen, welche sich für uns während des Rennens bietet."

"Dieses Ergebnis stimmt mit unserem Potenzial in dieser Anfangsphase der Saison überein", so Pat Fry, Technischer Direktor des Teams. "Aber die Art und Weise, wie wir dorthin gekommen sind, war ziemlich überraschend. Ich habe Probleme, mich an das letzte Mal zu erinnern, als es im zweiten Qualifying-Durchgang so knapp zuging wie bei diesem am Nachmittag, in dem elf Fahrer alle innerhalb von weniger als vier Zehntelsekunden lagen und dann wenige Minuten später zwischen der Spitze und dem Ende des dritten Qualifying-Durchgang signifikante Abstände auftraten."

"Auf Basis dessen, was wir nach einer ersten schnellen Analyse verstehen können, ist das optimale Arbeitsfenster der Pirelli-Reifen hier so klein, dass es ebenso nur kleine Veränderungen bei den Temperaturen benötigt, um das Verhalten des Autos signifikant zu verändern. Nach dem 3. Freien Training war das besonders schwierig. Wir nahmen am Auto von Felipe ein paar Setup-Veränderungen vor, diese können jedoch nicht die Verbesserungen erklären, die wir im Qualifying sahen."

"Wir dürfen jedoch jetzt nur noch daran denken, wie wir uns so gut wie möglich auf das Rennen vorbereiten, das lang und stressig wird, besonders für die Reifen. Für den Nachmittag ist kein Regen vorhergesagt, aus diesem Grund wird es schwierig, das unglaubliche Ergebnis von Sepang zu wiederholen."

"Aber gleichzeitig müssen wir immer bereit sein, jede Möglichkeit zu nutzen, was bei einem Team Standard ist, das nicht über das konkurrenzfähigste Paket im Feld verfügt. Sie haben die Möglichkeit, beide Fahrer in die Punkte zu bekommen, und das muss unser Ziel sein. Wir werden gerne alles Zusätzliche annehmen, das sich uns womöglich bietet."

Fotoquelle: xpbimages.com

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