Mark Webber schrammte um rund zwei Sekunden am Podium vorbei

Formel 1 2012

— 15.04.2012

Red Bull: Kein Podium und dennoch zufrieden

Wie sich die Zeiten doch ändern, auch mit den Positionen vier und fünf für Webber und Vettel zeigt sich der Rennstall in China zufrieden



Das Red-Bull-Team setzte beim Großen Preis von China in Schanghai auf unterschiedliche Strategien. Während Mark Webber dreimal zum Reifenwechsel kam, arbeitete sich Sebastian Vettel mit nur einem Stopp zwischenzeitlich vom 15. bis auf den zweiten Rang nach vorn. Erst in der Schlussphase des Rennens bauten seine Reifen so stark ab, dass er die beiden McLaren-Piloten und seinen Teamkollegen doch noch ziehen lassen musste.

"Es war sehr schwierig, die Balance für das gesamte Rennen richtig hinzubekommen", so Webber. "Schlussendlich ist der vierte Rang nicht allzu schlecht. Es war nicht das Maximum, aber es geht zwischen den Teams an der Spitze sehr eng zu. Zu einem Zeitpunkt des Rennens las ich Position 13/14 auf der Boxentafel, ich muss aus diesem Grund mit dem vierten Rang zufrieden sein."

"Als ich versuchte, auf der Rückgeraden Druck zu machen, leistete ich mir ein paar Fehler", so Webber, der einmal neben die Strecke geriet, worauf die Frontpartie seines Autos beängstigend aufstieg und der Australier wohl nur knapp einem weiteren Überschlag in seiner Rennfahrerkarriere entgangen ist. "Es ist sehr einfach schwierig, denn man kommt leicht auf den Gummiabrieb."

"Meiner Meinung nach war die Strategie gut, aber es ist mit einem Drei-Boxenstopp-Rennen immer ein Glücksspiel, denn man kann den Verkehr schlecht einschätzen, mit dem man es zu tun bekommen."

"Gratulation an Nico, er verdient den Sieg, und auch an Mercedes. Ich habe mir nun drei vierte Plätze geholt, das sind gute Punkte, und damit müssen wir ganz zufrieden abreisen. Aber wir müssen weiter Druck machen und uns weiter verbessern."

"Am Ende des Rennens war vom Reifen nicht mehr viel übrig", so Vettel, der im Gegensatz zu Webber nur zwei Stopps einlegte. "Im Auto sitzend reagierte ich mit der Balance der Bremsen, dem Differenzial, versuchte alles, um die Reifen zu schonen. Aber in den letzten paar Runden wusste ich, dass es meine einzige Chance ist zu versuchen, vor Kimi zu bleiben. Ich glaube, er geriet in ein paar Probleme."

"Wir haben ein paar gute Punkte geholt, und es war eine gute Aufholjagd vom 15. Platz. Mercedes hat heute ziemlich komfortabel gewonnen, das haben sie gutgemacht. Wir waren auf den Geraden generell zu langsam, das hat es schwierig gemacht, andere zu überholen. Aber alles in allem bin ich angesichts der schwachen ersten Runde glücklich über den fünften Rang."

"Ich habe den Start verschlafen, ich war mit der Drehzahl nicht ganz zufrieden und verpasste den Anfang etwas, als die Lichter ausgingen. Für gewöhnlich bin ich diesbezüglich ziemlich schnell, aber heute war ich einer der Letzten."

"Die erste Runde war nicht großartig, aber dank der Strategie haben wir es geschafft, wieder nach vorne zu kommen. Meiner Meinung nach war das Wochenende für uns gut, wir haben eine Menge gelernt, hoffentlich werden wir diese Lektionen lernen und kommendes Wochenende in die richtige Richtung arbeiten."

"Das war ein sehr arbeitsreiches und ereignisreiches Rennen", so Teamchef Christian Horner. "Angesichts der Tatsache, von wo wir losfuhren, und wo wir in der ersten Runde lagen, bekamen wir es mit einigen schwierigen strategischen Entscheidungen zu tun."

"Mit Mark waren wir die ersten, welche zum Boxenstopp kamen, was sehr aggressiv war. Mit Sebastian sind wir früh zum Reifenwechsel gekommen und haben die Strategien an diesem Punkt aufgeteilt. Mark setzen wir auf drei Stopps, Sebastian auf zwei Stopps, und dann begann sich das Rennen zu entwickeln."

"Unsere Geschwindigkeit war im Rennen ziemlich stark, und wir konnten zu den McLaren vorrücken. Unglücklicherweise wurde Sebastians linkes Vorderrad hart rangenommen, womöglich hinter Kimi, und er hatte am Ende des Rennens auf dem linken Vorderreifen nicht mehr viel drauf. Nichtsdestotrotz ist es immer noch ein starkes Ergebnis, Fünfter zu sein, wenn man in der ersten Runde 15. war."

"Auch Mark setzte auf einen langen letzten Rennabschnitt. Er hatte einen großartigen Zweikampf mit Lewis. Dank der Strategie haben wir ihn zu ihm gebracht, aber am Ende hat es gerade so eben nicht gereicht. Nichtsdestotrotz sind das eine Menge guter Punkte. Gratulation an Nico Rosberg und Mercedes zu ihrem Grand-Prix-Sieg."

"Dass wir Vierter und Fünfter geworden sind, ist meiner Meinung nach unglücklicherweise ein Ergebnis, mit dem wir glücklich sein können", so Cyril Dumont von Renault. "Schließlich sind wir von den Positionen sechs und elf gestartet. Sebastian war nach der ersten Runde 14., das war also eine ziemlich gute Aufholjagd."

"Die Strategie war gut, wir führten mit Sebastian zwei Stopps durch, aber unglücklicherweise war der letzte Rennabschnitt etwas zu lang, und am Ende waren die Reifen bei ihm nicht mehr in Schuss. Mark fuhr ein solides Rennen. Wir müssen nun an unserer Qualifying-Geschwindigkeit arbeiten, um in der Startaufstellung von etwas weiter vorn zu starten."

Fotoquelle: xpbimages.com

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