Helmut Marko musste mitansehen, wie Mercedes sein Team überholte

Formel 1 2012

— 17.04.2012

Marko: Keine Feindschaft mit Mercedes, Lob für Rosberg

Red-Bull-Konsulent Helmut Marko dementiert trotz der gespannten vergangenen Jahre eine Feindschaft mit Mercedes und hält Nico Rosberg für einen Siegfahrer



In den vergangenen Jahren hat sich zwischen Red Bull und Mercedes eine enorme Rivalität aufgebaut: Zuerst wollte das österreichische Team mit Sitz in Milton Keynes an die Motoren aus Brixworth herankommen, doch diese Versuche wurden stets vereitelt. Im Vorjahr wurden die Spannungen von der Diskussion um das Zwischengas und von dem Streit um das Ressourcen-Restrikitions-Abkommen RRA geprägt. Dieses Jahr wollte Mercedes erkannt haben, dass Red Bull und Renault illegale Motormappings benutzen, Red Bull kämpfte währenddessen gegen das innovative F-Schacht-System der "Silberpfeile" an.

Für Red Bull ist es daher bitter, dass Mercedes nun in Schanghai den ersten Grand-Prix-Sieg eingefahren hat, während das Weltmeister-Team dem eigenen Anspruch und Siegen dieses Jahr hinterherfährt. Dennoch will Red Bulls Motorsport-Konsulent Helmut Marko nicht gelten lassen, dass er Mercedes angesichts der in den vergangenen Jahren regelmäßigen Auseinandersetzungen nur ungern zum Sieg gratulierte.

Marko gratuliert Haug und lobt Rosberg

"Wir sind Konkurrenten, und natürlich versuchen wir alle, für unser Team das Beste herauszuholen", will der Österreicher gegenüber 'ServusTV' nichts von einer Feindschaft wissen. "Ich habe dem Norbert Haug am Flughafen in Schanghai herzlichst gratuliert." Auch die Diskussion um das Mercedes-F-Schachtsystem sieht er nicht als Problem: "Das F-Schachtsystem ist durch den abgewiesenen Protest legalisiert, und für uns ist damit die Sache erledigt."

Sogar für Mercedes-Sieger Nico Rosberg gibt es von Marko lobende Worte - der Grazer, der den Red-Bull-Nachwuchskader leitet, kennt den Weltmeisterspross seit mehr als einem Jahrzehnt und hält ihn keinesfalls für eine Eintagsfliege. "Nein, denn er hat in den Nachwuchskategorien überall gewonnen und beim ersten Rennen in Bahrain die Schnellste Runde gefahren", erinnert er sich an die Grand-Prix-Premiere 2006 bei Williams.

Marko: Rosberg muss Titelpotenzial erst beweisen

Und noch etwas fällt ihm auf: "Er ist ein Spezialist auf Straßenkursen." Marko verweist auf den Grand Prix von Singapur 2008, als Rosberg ebenfalls noch für Williams fuhr: "Er hat in Singapur seinen ersten Sieg verschenkt, weil er die weiße Linie bei der Boxenausfahrt überquerte, was ihm damals eine Drive-Through-Strafe eingebracht hat."

Für den ehemaligen Rennfahrer hat Rosberg aber ganz klar "das Potenzial zum Sieger - keine Frage." Ob er auch Titelpotenzial hat, möchte Marko noch nicht sagen: "Da müssen noch viele andere Sachen dazukommen, aber er ist jung, und ich glaube, das kann er in den nächsten Jahren beweisen."

Fotoquelle: xpb.cc

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