Das Lotus-Team hatte heute allen Grund zur Freude

Formel 1 2012

— 22.04.2012

Lotus tankt Selbstbewusstsein: "Wir haben ein Siegerauto"

Die Lotus-Mannschaft wusste zu Saisonbeginn bereits, wozu man imstande ist - Teamchef spricht von einem fast perfekten Wochenende



Direkt vom Start weg strmten die Lotus-Piloten Kimi Rikknen und Romain Grosjean heute in Bahrain gen Spitze. Grosjean schoss von Platz sieben kommend auf den ersten Rennkilometern nach vorn und setzte sich nach wenigen Runden bereits hinter den spteren Sieger Sebastian Vettel. Spter musste der Franzose seinem Teamkollegen weichen, der von Platz elf gestartet war und anschlieend Jagd auf Vettel machte. Am Ende reichte es fr den Finnen aber nicht ganz. Er holte zwar immer wieder auf den Red Bull auf, bis auf einen berholversuch am Ende der Start- und Zielgeraden konnte Rikknen aber nichts gegen den amtierenden Weltmeister ausrichten.

"Ein tolles Ergebnis frs Team, das verdient ist, weil alle hart gearbeitet haben", so Rikknen nach dem ersten Podiumsplatz seit seiner Rckkehr zu Saisonbeginn. "Um ehrlich zu sein bin ich aber etwas enttuscht, nicht gewonnen zu haben, da wir schnell genug waren. Ich hatte nur eine Mglichkeit, Sebastian zu berholen und leider habe ich mich beim Manver fr die falsche Seite entschieden. Htte ich beim Start nicht einen kleinen Fehler gemacht, den Felipe (Massa, Anm. d. Red.) nutzen konnte, dann wre die Geschichte vielleicht ganz anders abgelaufen, da ich anschlieend sehr viel Zeit hinter ihm verlor. Letztendlich ist es gut, mit beiden Autos aufs Podium gefahren zu sein, speziell nachdem es beim letzten Rennen nicht nach Plan gelaufen war. Wir htten heute aber gewinnen knnen."

Romain Grosjean sagt: "Es ist ein tolles Gefhl, zum ersten Mal auf dem Podium zu stehen und ich bin sehr stolz aufs Team, da es heute einen unglaublichen Job gemacht hat. Wir wussten schon die ganze Zeit, wie schnell das Auto sein kann. Doch da es in diesem Feld so eng zugeht, kann ein kleiner Fehler eine groe Wirkung haben. Heute haben wir denke ich alles richtig gemacht und konnten endlich unter Beweis stellen, wie konkurrenzfhig wir sind. Letzte Woche wollte ich schon meine ersten Punkte holen, diese Woche hoffte ich auf einen Platz unter den ersten Fnf und nun sind wir sogar noch weiter gekommen. Wer wei, wohin die Reise noch geht! Wir knnen heute sehr zufrieden sein. Hoffentlich sind wir jetzt beim Mugello-Test in der Lage, die kleine Lcke zur Spitze noch zu schlieen."

Teamchef Eric Boullier erklrt: "Das war heute eine gute Teamleistung und ich freue mich fr jeden, sowohl hier an der Strecke, als auch in der Fabrik in Enstone. Die ersten drei Rennen verliefen sehr frustrierend, da wir wussten, dass wir zu so einem Ergebnis wie heute imstande sind. Bisher haben uns kleine Dinge davon abgehalten, also ist dieses starke Ergebnis eine wirkliche Erleichterung. Bei der Strategie gingen wir ein Risiko ein und ich bin glcklich, dass es sich letztendlich ausgezahlt hat. Beide Fahrer zeigten eine tolle Leistung und mit beiden nicht nur aufs Podium gefahren zu sein sondern auch in der Lage gewesen zu sein, im Rennen so anzugreifen, zeigt, wie stark wir in dieser Hinsicht aufgestellt sind. Ich bin auf das Ergebnis sehr stolz."

Alan Permane, Chefingenieur bei Lotus, meint: "Wir hatten schon bei den vergangenen Rennen immer wieder erwhnt, bald aufs Podium fahren zu knnen und heute haben wir bewiesen, dass wir dazu in der Lage sind. Kimi zeigte eine unglaubliche Leistung, indem er von Platz elf auf zwei nach vorne kam und sogar um den Sieg kmpfte. Es zeigt auch, was fr ein grandioses Auto der E20 ist. Romains Leistung war ebenfalls stark, da er Kimis Geschwindigkeit mitgehen konnte, obwohl er keinen neuen Reifensatz zur Verfgung hatte. Unsere Rennstrategie war heute nicht so riskant wie bei anderen Rennen. Wir wussten, dass wir drei Stopps einlegen mussten und im Rennverlauf wurde klar, dass die groe Frage war, wie wir Vettel besiegen knnen. Wir haben das gut gelst. Die Leistung an diesem Wochenende war nicht perfekt, wir waren mit unserer Vorstellung auf weichen Reifen im Qualifying nicht zufrieden. Doch es ist klar, dass wir ber ein Auto verfgen, mit dem man gewinnen kann."

Fotoquelle: xpbimages.com

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