Die FIA untersucht, wie der freiliegende Fahrerkopf besser geschützt werden kann

Formel 1 2012

— 25.04.2012

FIA testet neuartigen Überrollbügel

Das FIA-Institut hat einen neuen Überrollbügel für die Fahrzeugfront getestet, der den Fahrerkopf vor dem Aufprall von umherfliegenden Reifen schützen kann



Das FIA-Institut hat einen neuartigen Überrollbügel getestet, der den Kopf des Fahrers in einem Formelfahrzeug vor dem Aufprall von Gegenständen schützen kann. Die Konstruktion wird auf der Oberseite des Cockpit montiert und leitet aufprallende Objekte wie beispielsweise Räder so ab, dass sie den Helm des Fahrers nicht treffen. Der bei dem Test verwendete Überrollbügel war von Lotus hergestellt worden.

Bei dem Versuch wurde ein 20 Kilogramm schweres Rad mit einer Geschwindigkeit von 225 km/h auf die Vorrichtung geschossen. Laut Andy Moeller, technischer Berater des FIA-Instituts, verlief der Test erfolgreich. "Der Überrollbügel hat seine Aufgabe grundsätzlich erfüllt. Er war in der Lage, das Rad vom Kopf des Fahrers fernzuhalten", wird Moeller im 'IQ magazine' der FIA zitiert. Die Vorrichtung habe sich bei mehreren Versuchen bewährt. "Wir ließen das Rad sowohl zentral als auch mit einem seitlichen Winkel aufprallen", sagt Moeller.

Allzu bald wird der Überrollbügel jedoch noch nicht in der Praxis zum Einsatz kommen. "Zu diesem Zeitpunkt ist es reine Forschung, die wir benötigen, und die Kräfte bei solch einem Aufprall zu verstehen. Wir suchen noch nicht nach einer endgültigen Lösung", so Moeller. So müsse beispielsweise noch untersucht werden, in wieweit die Sicht des Fahrers durch den Überrollbügel behindert wird. In der Vergangenheit hatte die FIA bereits ähnliche Versuche mit einer Cockpit-Haube unternommen.

Die Untersuchungen der FIA sein eine Reaktion auf zwei schwere Unfälle mit Formel-Autos im Jahr 2009. Beim Grand Prix von Ungarn wurde Felipe Massa von einer Feder des Fahrzeuges von Rubens Barrichello am Helm getroffen. Die dabei erlittenen Kopfverletzungen bedeuteten das vorzeitige Saisonende. Noch tragischer war der Unfall beim Formel-2-Rennen in Brands Hatch. Dort wurde Henry Surtees nach der Kollision eines Konkurrenten von einem umherfliegenden Rad am Kopf getroffen. Der junge Brite war an seinen schweren Kopfverletzungen gestorben.

Fotoquelle: xpbimages.com

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